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Kiefer

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Singular Plural
Nominativ die Kiefer die Kiefern
Genitiv der Kiefer der Kiefern
Dativ der Kiefer den Kiefern
Akkusativ die Kiefer die Kiefern
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[1] Kiefern

Worttrennung:

Kie·fer, Plural: Kie·fern

Aussprache:

IPA: [ˈkiːfɐ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Kiefer (Info)
Reime: -iːfɐ

Bedeutungen:

[1] Botanik: immergrüner Baum mit bis 1 m dicken Stämmen und oft verhältnismäßig langen Nadeln
[2] Biologie, Taxonomie, im Plural: Gattung der Familie Kieferngewächse
[3] Naturprodukt, Werkstoff: Holz, in Europa meist aus den Stämmen der Art Wald-Kiefer für den Innenbau, Möbel, Fußböden, als Konstruktionsholz, für Holzwerkstoffe oder als Rohstoff für die Papier- und Zellstoff-Herstellung und für die energetische Nutzung (meist Abfälle)

Abkürzungen:

[3] nach EN 13556: PNSY (Wald-Kiefer)

Herkunft:

seit dem 15. Jahrhundert bezeugt; mittelhochdeutsch: *kienvore; althochdeutsch: kienforaha, Zusammensetzung von Kien und Föhre mit der Bedeutung „Föhre, die als Kienspäne brauchbar ist“ [1][2]

Synonyme:

[2, 3 ] Föhre, Sjüre, Forle, Dähle; wissenschaftlich, als Gattung Pinus; wissenschaftlich, als Art "Wald-Kiefer": Pinus sylvestris
[3] Kiefernholz, Oregon Pine, Yellow Fir, Red Fir

Gegenwörter:

[1, 2] Fichte, Tanne, Eibe

Oberbegriffe:

[1] Baum, Nadelbaum
[2] Gefäßpflanzen, Koniferen, Kieferngewächse
[3] Holz

Unterbegriffe:

[1, 2] Aleppo-Kiefer , Amerikanische Rot-Kiefer, Berg-Kiefer, Gelb-Kiefer, Kanarische Kiefer, Küsten-Kiefer, Latschen-Kiefer, Moterey-Kiefer, Pech-Kiefer, Pinie, Japanische Rot-Kiefer, Pinyon-Kiefer, Schwarz-Kiefer, See-Kiefer , Wald-Kiefer, Weiß-Kiefer, Weymouth-Kiefer, Zirbel-Kiefer (ausgewählte Arten)

Beispiele:

[1] Die Kiefer gehört zu den Nadelbäumen.
[1] Kiefern werden in geeigneten Klimazonen weltweit angebaut.
[2] Die Gattung Kiefer umfasst ungefähr 113 Arten.
[3] Kiefer ist, wenn sie der Witterung ausgesetzt ist, wenig dauerhaft gegenüber holzzerstörenden Pilzen.

Wortbildungen:

[1] kiefernbewachsen
[1] Kiefernast, Kieferndickicht, Kiefernforst, Kieferngeruch, Kieferngruppe, Kiefernhain, Kiefernnadel, Kiefernreihe, Kiefernrinde, Kiefernsamen, Kiefernscheit, Kiefernspinner, Kiefernstamm, Kiefernwald, Kiefernwurzel, Kiefernzapfen, Kiefernzweig
[2] Kiefernbohle, Kiefernbrett, Kiefernholz, Kiefernspanner
[3] Kieferntisch

Übersetzungen

[Bearbeiten]
[1–3] Wikipedia-Artikel „Kiefern
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Kiefer
[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Kiefer
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalKiefer
[3] Wikipedia-Artikel „Kiefernholz

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 404.
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 Seite 486.
Singular 1Singular 2 Plural
Nominativ der Kieferdas Kiefer die Kiefer
Genitiv des Kiefersdes Kiefers der Kiefer
Dativ dem Kieferdem Kiefer den Kiefern
Akkusativ den Kieferdas Kiefer die Kiefer
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[1] ein Unterkiefer eines Menschen

Anmerkung zum Genus:

Das neutrale Genus wird in Österreich verwendet.[1][2][3]

Worttrennung:

Kie·fer, Plural: Kie·fer

Aussprache:

IPA: [ˈkiːfɐ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Kiefer (Info)
Reime: -iːfɐ

Bedeutungen:

[1] Anatomie: zum Kauen dienender knöcherner Teil des Gesichtschädels, Träger der Zähne

Herkunft:

mittelhochdeutsch: kiver, kivel, kiuwel; gemeingermanisches Wort; altschwedisch: kiæpter, altisländisch: kiaptr, altenglisch: ceafl, altsächsisch: kaflos (Plural); zu der indogermanischen Wortwurzel: *geph-, *gebh- = Kiefer, Mund gebildet [4][5]

Synonyme:

[1] Kieferknochen

Oberbegriffe:

[1] Schädelknochen, Knochen, Körperteil

Unterbegriffe:

[1] Oberkiefer, Unterkiefer, Zwischenkiefer

Beispiele:

[1] Ich bin am Kiefer operiert worden.
[1] „Knochenmaterial muss in das Kiefer eingebracht werden.“[6]
[1] „Der Einarmige preßte die Kiefer zusammen, und der Andere konnte nirgendwo hin vor dem brechenden Geräusch.“[7]
[1] „Smoaks nahm den Haken, der seitlich im Kiefer des Haifischs steckte, und brachte ihn mehr in der Mitte an, damit der Hai sich leichter ins Schlepptau nehmen ließ.“[8]

Wortbildungen:

Kieferanomalie, Kieferbruch, Kieferchirurg, Kieferchirurgie, Kieferfraktur, Kiefergelenk, Kieferhöhle, Kieferklaue, Kieferklemme, Kieferknochen, Kiefermuskel, Kieferoperation, Kieferorthopädie, Kieferspalte, Kiefersperre

Übersetzungen

[Bearbeiten]
[1] Wikipedia-Artikel „Kiefer (Anatomie)
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Kiefer
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Kiefer
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalKiefer

Quellen:

  1. Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Kiefer
  2. ÖBV im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht und Kulturelle Angelegenheiten (Herausgeber): Österreichisches Wörterbuch. Neubearbeitung auf der Grundlage des amtlichen Regelwerks. Schulausgabe – 38. neubearbeitete Auflage. ÖBV, Pädag. Verl., Wien 1997, ISBN 3-215-07910-0 (Bearbeitung: Otto Back et al.; Red.: Herbert Fussy).
  3. Gerhard Helbig, Lutz Götze, Gert Henrici, Hans-Jürgen Krumm (Herausgeber): Das Deutsche in Österreich. In: Deutsch als Fremdsprache. 1. Halbband, Walter de Gruyter, 2008, Seite 485 (Zitiert nach Google Books).
  4. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 404.
  5. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 Seite 486.
  6. Petra Paumkirchner: Zahnmedizin: Der Arzt bohrt nicht mehr „blind“. In: DiePresse.com. 14. November 2014, ISSN 1563-5449 (Lexikon, URL, abgerufen am 10. Juni 2018).
  7. Jens Rehn, Nachwort von Ursula März: Nichts in Sicht. Schöffling, Frankfurt/Main 2018, ISBN 978-3-89561-149-0, Seite 26 f. Erstmals 1954 erschienen.
  8. Marc Steadman: Schwarze Chronik. Ein Südstaaten-Dekameron. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1980 (übersetzt von Elisabeth Schnack), ISBN 3-596-22489-6, Seite 138. Englisches Original 1970.
Singular m Singular f Plural 1 Plural 2
Nominativ der Kiefer
(Kiefer)
die Kiefer
(Kiefer)
die Kiefers die Kiefer
Genitiv des Kiefer
des Kiefers
Kiefers
der Kiefer
(Kiefer)
der Kiefers der Kiefer
Dativ dem Kiefer
(Kiefer)
der Kiefer
(Kiefer)
den Kiefers den Kiefer
Akkusativ den Kiefer
(Kiefer)
die Kiefer
(Kiefer)
die Kiefers die Kiefer
siehe auch: Grammatik der deutschen Namen
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[1] Verteilung des Nachnamens Kiefer in D
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[1] Ida Kiefer, Model (1982)

Anmerkung:

Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht.
Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Kiefer“ – für männliche Einzelpersonen, die „Kiefer“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein oder eine „Kiefer“ für einen Angehörigen oder eine Angehörige aus der Familie „Kiefer“ oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel.

Alternative Schreibweisen:

Kieffer

Nebenformen:

Küfer/Kuefer

Worttrennung:

Kie·fer, Plural 1: Kie·fers, Plural 2: Kie·fer

Aussprache:

IPA: [ˈkiːfɐ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Kiefer (Info)
Reime: -iːfɐ

Bedeutungen:

[1] deutschsprachiger Nachname, Familienname

Abkürzungen:

[1] K.

Namensvarianten:

Kiefler, Kiefner

Bekannte Namensträger: (Links führen zu Wikipedia)

Daniela Kiefer, Ida Kiefer, Martin Kiefer

Beispiele:

[1] Frau Kiefer arbeitet als Chirurgiemechanikerin.
[1] Herr Kiefer entspannt sich gerne in der Sauna.
[1] Die Kiefers fliegen heute nach Duala.

Charakteristische Wortkombinationen:

mit Anrede: Herr/Frau Kiefer; veraltet: Fräulein Kiefer
mit Titel: Doktor/Professor/Privatdozent/Universitätsprofessor Kiefer; Kiefer der Ältere/der Jüngere; Kiefer junior/senior; Direktor/Hofrat/Meister Kiefer; Bruder/Pfarrer/Schwester Kiefer

Übersetzungen

[Bearbeiten]
[1] Wikipedia-Artikel „Kiefer (Familienname)
[1] Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands: „Kiefer
[1] „Kiefer“ bei Geogen Deutschland 3.2 Online. Bei Geogen Deutschland v4: „Kiefer“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalKiefer
[1] Kiefer bei forebears.io

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Kiffer, Küfer