Sergeant
Erscheinungsbild
Sergeant (Deutsch)
[Bearbeiten]Substantiv, m
[Bearbeiten]| Singular 1 | Singular 2 | Plural 1 | Plural 2 | |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | der Sergeant | der Sergeant | die Sergeanten | die Sergeants |
| Genitiv | des Sergeanten | des Sergeant des Sergeants |
der Sergeanten | der Sergeants |
| Dativ | dem Sergeanten | dem Sergeant | den Sergeanten | den Sergeants |
| Akkusativ | den Sergeanten | den Sergeant | die Sergeanten | die Sergeants |
Anmerkung:
- Der zweite Singular und der zweite Plural werden bei englischer Aussprache verwendet.[1]
Worttrennung:
- Ser·geant, Plural 1: Ser·gean·ten, Plural 2: Ser·geants
Aussprache:
Bedeutungen:
- [1] kein Plural, vor allem in Großbritannien und den USA: Dienstgrad eines Unteroffiziers
- [2] vor allem in Großbritannien und den USA: Träger des Dienstgrades eines Unteroffiziers
- [3] Dienstgrad bei einigen Polizeien unterschiedlicher Länder
Herkunft:
- [1, 2] von gleichbedeutend englisch sergeant → en entlehnt[2]
- [3] in dieser Bedeutung Anfang des 17. Jahrhunderts von französisch sergent → fr „Gerichtsdiener, Unteroffizier“ entlehnt; voraus geht mittelhochdeutsch sarjant, serjant „Knappe“, entlehnt von altfranzösisch sergent → fr „Diener, bewaffneter Mann“, das auf lateinisch serviens → la „Dienender“ zurückgeht[3]
Oberbegriffe:
- [1, 3] Dienstgrad
- [2] Unteroffizier
Beispiele:
- [1] Der Redner ist Sergeant der US-Armee in Heidelberg.
- [1, 2] «Befehl von Sergeant Miller», das sollten Sie also jetzt besser tun.
- [2] „Indem trat ein Sergeant ein, dem die Indianer in Begleitung zweier Milizen folgten.“[4]
- [2] „Ein Sergeant braucht Essen und Trinken für seine Leute, klopft an die Tür des Schlosses.“[5]
- [2] „Meistens tat sie es samstags gegen Abend, wenn sie sich für einen Ball zurechtmachte, was noch etwas Besonderes mit sich brachte – es erschien nämlich ein Kavalleriesergeant mit prächtigen gelben Hosenstreifen, ein auffallend hübscher Sergeant, der selbst in meinen Augen viel zu elegant, männlich und klug aussah, um zu einer Närrin wie Tante Tillie zu passen.“[6]
- [3] „Da ich wohl Lust hatte, ein Gespräch mit meinem Nachbarn anzuknüpfen, fragte ich ihn, was denn der Sergeant heut vormittag vorgelesen hätte.“[7]
- [3] „Sophie war von einem betrunkenen litauischen Sergeanten vergewaltigt worden.“[8]
Übersetzungen
[Bearbeiten] [1] kein Plural, vor allem in Großbritannien und den USA: Dienstgrad eines Unteroffiziers
[2] Träger des Dienstgrades eines Unteroffiziers
[3] Dienstgrad bei einigen Polizeien unterschiedlicher Länder
- [1, 3] Wikipedia-Artikel „Sergeant“
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Sergeant“
- [1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Sergeant“
- [1, 2] The Free Dictionary „Sergeant“
- [1, 2] Duden online „Sergeant“
- [2] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „Sergeant“ auf wissen.de
- [1] Wahrig Fremdwörterlexikon „Sergeant“ auf wissen.de
- [1, 3] Der neue Herder. 1. Auflage. Bd. 5., Orissa-Setzlatte, Herder, Freiburg/Basel/Berlin 1968, Seite 724.
Quellen:
- ↑ Duden online „Sergeant“
- ↑ Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 5., neu bearbeitete Auflage. Band 7, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04075-9, Stichwort Sergeant.
- ↑ Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 5., neu bearbeitete Auflage. Band 7, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04075-9, Stichwort Sergeant.
- ↑ Charles Sealsfield: Der Legitime und die Republikaner. Eine Geschichte aus dem letzten amerikanisch-englischen Kriege. Greifenverlag, Rudolstadt 1989, ISBN 3-7352-0163-6, Seite 451. Zuerst 1833; diese Ausgabe beruht auf der von 1847.
- ↑ Kurt Kluge: Nocturno. Reclam, Stuttgart und Baden-Baden 1949, Seite 42.
- ↑ Henry Miller: Wendekreis des Steinbocks. Roman. 1. Auflage. Rowohlt, Reinbek 1964 (übersetzt von Kurt Wagenseil), Seite 124 f. Englisches Original Paris 1939.
- ↑ Ernst Jünger: Afrikanische Spiele. Roman. Klett-Cotta, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-608-96061-7, Seite 82. Erstausgabe 1936.
- ↑ Marguerite Yourcenar: Der Fangschuß. Süddeutsche Zeitung, München 2004 (übersetzt von Richard Moering), ISBN 3-937793-11-9, Seite 19. Französisch 1939.