Zum Inhalt springen

Japan Aerospace Exploration Agency

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
JapanJapan
Japan Aerospace Exploration Agency
宇宙航空研究開発機構
Logo der JAXA
Logo der JAXA
Bestehen seit 1. Oktober 2003
Hauptsitz Chōfu, Präfektur Tokio, Japan
Haushalt 215,5 Milliarden ¥
Behördenleitung Hiroshi Yamakawa
Website www.jaxa.jp

Die Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA; engl. für jap. 宇宙航空研究開発機構, Uchū Kōkū Kenkyū Kaihatsu Kikō, deutsch etwa „Organisation für Luftfahrt- und Weltraumforschung“; Übersetzung der englischen Übersetzung etwa „Japanische Weltraumerforschungsbehörde“) ist die japanische Raumfahrtbehörde. Rechtlich ist sie eine Selbstverwaltungskörperschaft (dokuritsu gyōsei hōjin, englisch Incorporated Administrative Agency, Independent Administrative Corporation oder Independent Administrative Institution) unter Aufsicht des Kultus- und Wissenschaftsministeriums (Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie).

Ihr gesetzlich vorgegebener Zweck umfasst die Luft- und Raumfahrtforschung ursprünglich ausdrücklich zur friedlichen Nutzung. Sie entstand im Oktober 2003 aus ihrer Vorgängerorganisation National Space Development Agency (NASDA), dem National Aerospace Laboratory (NAL) und dem Institute of Space and Astronautical Science (ISAS). JAXA ist Vollmitglied bei CCSDS und Teilnehmer der Internationalen Charta für Weltraum und Naturkatastrophen.

Japan Aerospace Exploration Agency (Erde)
Japan Aerospace Exploration Agency (Erde)
Image
NTC
Image
Taiki Aerospace Research Field
Image
TNSC
Image
TKSC
Image
Uchinoura Space Center
Image
Usuda Deep Space Center
JAXA-Einrichtungen (Auswahl)[1]
Image
H-IIB-Trägerrakete, Tanegashima Space Center

Die JAXA besteht aus folgenden Organisationen:[2]

  • Space Technology Directorate I
  • Space Technology Directorate II
  • Human Spaceflight Technology Directorate
  • Research and Development Directorate
  • Aeronautical Technology Directorate
  • Institute of Space and Astronautical Science (ISAS)
  • Space Exploration Innovation Hub Center

Das Hauptquartier der JAXA liegt in Chōfu, Tokio. Weitere Einrichtungen sind[1]

Kommunikations- und Navigationstechnologie

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Image
Orbit der QZSS-Satelliten

Im August 2005 startete Japan mit Hilfe einer russischen Dnepr-Trägerrakete von Baikonur aus die Kirari-Testmission zur Errichtung optischer Verbindungen zwischen Satelliten. Eine Verbindung mit der ESA-Sonde Artemis konnte im Dezember 2005 hergestellt werden.[3] Im März 2006 wurde zum ersten Mal erfolgreich eine Laser-Verbindung zwischen einem LEO-Satelliten (Kirari) und einer Bodenstation hergestellt[4]. Am 24. September 2009 wurde die Mission beendet[5].

Datenrelaissatelliten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2002 bis zum 5. August 2017 war der Data Relay Satellit DRTS (Kodama) aktiv.[6] Seit 2020 ist JDRS-1 (LUCAS) aktiv.[7]

ETS-VIII und WINDS

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

JAXA startete im Dezember 2006 die ETS-VIII-Mission. Die Aufgabe von ETS-VIII ist es, mobile Kommunikation mit einem GEO-Satelliten zu ermöglichen. Der im Februar 2008 gestartete WINDS-Satellit soll schnellere Internetverbindungen innerhalb Japans ermöglichen[8]. Im Februar 2019 kam es zu einer Fehlfunktion, bei der der Satellit entlang der geostationären Umlaufbahn nach Westen drifftet. Er wurde am 27. Februar 2019 abgeschaltet[9].

Anders als Europa, China und Russland plant JAXA kein eigenes globales Navigationssystem. Ziel ist es vielmehr, die Erreichbarkeit des bestehenden GPS-Signals innerhalb Japans zu verbessern. Japan versucht dies zu erreichen, indem jeweils ein Satellit des Quasi-Zenit-Satelliten-Systems (QZSS) auf seiner Flugbahn genau über dem Zenit Japans positioniert ist.

Der Start des ersten Satelliten fand im September 2010 statt.[10] Drei weitere wurden 2017 gestartet.[11] Der 2010 gestartete Satellit QZS-1 wurde 2021 durch QZS-1R ersetzt. 2025 kam neu QZS-6 hinzu[12] und QZS-5 erreichte aufgrund von Problemen der Trägerrakete nicht die korrekte Umlaufbahn.[13] QZS-7 soll 2026 starten.[14]

Eine Kernaufgabe der JAXA ist die Erdbeobachtung. Dies betrifft zum einen die direkte Beobachtung der Erdoberfläche, insbesondere zur Hilfe bei Naturkatastrophen, zum anderen die Beobachtung des Klimas.

Die ersten japanischen Erdbeobachtungssatelliten waren MOS-1a (Marine Observation Satellite, auch Momo-1a), gestartet am 16. Februar 1987, sowie MOS-1b (Start 7. Februar 1990). JERS-1 (Japanese Earth Resources Satellite, auch Fuyo) startete am 11. Februar 1992.

Am 14. Dezember 2002 startete der Erdbeobachtungssatellit „ADEOS II/Midori II“ (ADvanced Earth Observing Satellit), der am 23. Oktober 2003 aufgrund eines Sonnensturms in einen Ruhezustand fiel, aus dem der Satellit nicht mehr geweckt werden konnte. Deshalb stand die im Februar 2006 gestartete ALOS-Erdbeobachtungsmission (Advanced Land Observing Satellit, auch: Daichi) unter starkem Druck. Sie endete am 22. April 2011 ebenfalls vorzeitig, weil der Satellit aufgrund von unbekannten Problemen mit der Spannungsversorgung nicht mehr ansprechbar war. Am 24. Mai 2014 startete dann die Nachfolgemission für ALOS, ALOS 2.

Außerordentlich erfolgreich hingegen war die TRMM-Mission (Tropical Rainfall Measuring Mission) in Zusammenarbeit mit der NASA, die statt der geplanten drei Jahre über 17 Jahre bis zum 15. April 2015 aktiv war. Die Forschung wird mit dem am 27. Februar 2014 gestarteten Nachfolgesatellit Global Precipitation Measurement fortgesetzt.

Die nächste Mission in diesem Bereich war GOSAT (Greenhouse Gases Observing Satellite), deren Start im Januar 2009 stattfand, und ursprünglich bis 2014, später bis 2019 laufen sollte. Seit 2019 kooperieren EUMETSAT und JAXA bei der Auswertung der Daten des weiterhin aktiven Satelliten. Im Oktober 2018 wurde die Nachfolgemission GOSAT 2, die 2023 enden sollte (und ebenfalls weiterhin aktiv ist), gestartet. Am 29. Juni 2025 startete die Nachfolgemission GOSAT-GW / Ibuki GW, die 2032 enden soll.

In der Nachfolge von ADEOS II starteten 2012 mit GCOM-W (Global Change Observation Mission-Water) und 2017 mit GCOM-C die ersten beiden einer Serie von sechs neuen Erdbeobachtungssatelliten.

Die EarthCARE-Mission, deren Start im Mai 2024 erfolgte, ist eine Kooperation von ESA und JAXA zur Messungen von Wolken, Aerosolen und Strahlung in der Atmosphäre.

Der Wettervorhersage für Japan dienen die Himawari-Satelliten der JMA.

Andere Beobachtungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • EXOS-D (Akebono): Aurora-Observation von 1989 bis zum 23. April 2015[15]
  • Geotail: Beobachtung der Magnetosphäre von 1992 bis zum 28. November 2022[16]

Astronomiemissionen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Image
Kibō-Modul für die ISS
Image
SOLAR-B

Eine der Kernaufgaben der NASDA waren astronomische Missionen. Diese Aufgabe wird unter dem Mantel der JAXA weitergeführt. Die erste erfolgreiche Mission Japans war der Satellit Hakuchō (Corsa-B), der im Jahre 1979 gestartet wurde.[17]

Röntgenastronomie

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufbauend auf Japans erster Astronomiemission Hakucho konnte das Land mit den Nachfolgemissionen Tenma, Ginga und Asca 20 jahrelang fast ununterbrochen Röntgenbeobachtungen durchführen. Diese Erfolgskette wurde jedoch mit dem Fehlstart der Astro-E Mission im Jahre 2000 unterbrochen. Erst im Juli 2005 konnte JAXA mit der Astro-E2-Mission (Suzaku) die erfolgreiche Arbeit fortsetzen. Insofern war dieser Start für JAXA von zentraler Bedeutung. Die japanische Röntgenastronomie fand ihre Fortsetzung in MAXI, einer externen Kamera für eine komplette Himmelsabtastung. MAXI wurde im April 2009[18] an das Modul Kibō der ISS angehängt. Die eigentliche Nachfolgemission für Suzaku, Astro-H (Hitomi), sollte im Sommer des Jahres 2013 gestartet werden, was dann jedoch auf den 17. Februar 2016 verschoben wurde. Am 26. März 2016 zerbrach der Satellit noch während der Inbetriebnahme im Orbit. Am 6. September 2023 startete die Nachfolgemission X-Ray Imaging and Spectroscopy Mission.

Infrarotastronomie

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das erste japanische Weltraumteleskop für den infraroten Bereich war die 1995 gestartete, einmonatige IRTS-Mission als Teil des SFU-1-Satelliten. IRTS scannte ungefähr sieben Prozent des Himmels. Im Februar 2006 startete JAXA schließlich die ASTRO-F-Mission, ein 69-cm-Infrarotteleskop. Ein Ziel der JAXA ist es, die mechanischen Kühler soweit fortzuentwickeln, dass auf die Mitnahme von flüssigem Helium verzichtet werden kann.[19] Die Mission endete nach einem Problem mit der Energieversorgung im Juni 2011. 2007 wurde erstmals die Nachfolgemission HII-L2 vorgeschlagen, die jedoch aus finanziellen Gründen hinten angestellt wurde. 2018 wurde die Mission in SPICA umbenannt[20] und 2020 erneut aus finanziellen Gründen hinten angestellt[21].

Sonnenbeobachtung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 2006 wurde von Kagoshima die Hinode-Mission (Solar-B) als Nachfolgerin des Yohkoh-Satelliten (Solar-A) gestartet.

Es wird eine Nachfolgemission Solar-C (EUVST) gebaut, die die Sonnenatmosphäre vom unteren Bereich bis in die Korona untersuchen soll[22] und im Jahr 2028 starten soll[23].

1997 startete das ISAS mit Halca eine Radioastronomiemission für VLBI-Beobachtungen. Diese Mission endete offiziell im Jahre 2005. Das Projekt für das als Nachfolge geplante Astro-G-Teleskop wurde 2011 eingestellt.

Interplanetare Missionen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Raumsonden Japans war Sakigake und Suisei, die 1985 zum Kometen Halley starteten. Die experimentelle Technologiemission Hiten (Muses-A) war von 1990 bis 1993 am Erdmond aktiv. 1998 wurde die Marsmission Nozomi (Planet-B) gestartet, die 2003 jedoch scheiterte.

Für die Durchführung von interplanetaren Missionen steht JAXA ein 64- und ein 54-Meter-Teleskop in Usuda zur Verfügung. Eine weitere interplanetare Mission war die Venus-Sonde Akatsuki, zu der die JAXA gegen Ende April 2024 den Kontakt verloren hat. Die Jaxa hatte außerdem das Ziel, nach 2010 eine Sonnensegelmission zu dem Planeten Jupiter zu starten.

Zusätzlich war und ist die JAXA an zahlreichen Missionen der ESA, wie z.B. an der Jupiter-Sonde JUICE, und der NASA beteiligt.

Image
Ein Modell der Raumsonde Hayabusa beim Entnehmen von Bodenproben; auf der linken Bordseite sind die vier Düsen der Ionentriebwerke zu sehen.

Die im Mai 2003 gestartete Asteroidenmission Hayabusa (Muses-C) konnte ihr Flugziel, den Asteroiden (25143) Itokawa, im September 2005 erreichen und wissenschaftlich untersuchen. Hauptziel der Mission war, Staubpartikel von der Oberfläche des Asteroiden einzusammeln und zurück zur Erde zu transportieren. Trotz vieler technischer Probleme und Verzögerungen trat Hayabusa am 13. Juni 2010 kontrolliert wieder in die Erdatmosphäre ein. Die Rückkehrkapsel landete planmäßig in Südaustralien, in ihr wurde eine Anzahl kleiner Partikel gefunden, die daraufhin weiter untersucht wurden.[24] Im November 2010 wurde das Ergebnis der Untersuchung bekanntgegeben.[25] Als Nachfolgemission wurde 2016 Hayabusa 2 gestartet.

Im September 2007 wurde der Mondorbiter Kaguya gestartet. Er umrundete den Mond, bis er am 11. Juli 2009 wegen Treibstoffmangels zum Absturz gebracht wurde. Darüber hinaus entwickelte JAXA Penetratoren, die mit der Sonde LUNAR-A eingesetzt werden sollten. Diese Mission wurde aber gestrichen. Ebenso wurde die Nachfolgemission von Kaguya „SELENE-2“ gestrichen.

Die JAXA plante im Jahre 2006 für 2015 ein ambitioniertes bemanntes Mondbasis-Projekt, das 2020 fertiggestellt werden sollte. Ab 2010 handelte es sich nur noch um ein unbemanntes Projekt, bei welchem humanoide Roboter (ähnliche Modelle wie die Robonauten der NASA) auf den Mond geschickt werden sollten, die bis 2020 eine unbemannte Roboter-Mondbasis nahe dem Südpol des Mondes errichten sollten. Die Roboter-Mondbasis sollte mit Solarenergie betrieben werden. Die Roboter hätten gemäß diesen Plänen je rund 330 Kilogramm wiegen sollen. Geplant waren humanoide Oberkörper mit Greifarmen, Seismographen, Gleiskettenfahrwerken und Solarmodulen an den Köpfen. Diese Roboter sollten von der Erde aus ferngesteuert werden, hätten jedoch eine eigenständige KI mit gewisser Autonomie besitzen und imstande sein sollen, sich selbst zu reparieren. Die Roboter sollten neben dem Basisbau auch Gesteinsproben sammeln, die mit Raketen zur Erde gekommen wären. Das Projekt war auf rund 2,2 Milliarden US-Dollar veranschlagt.[26][27] Die Pläne wurden inzwischen aus Budgetgründen auf Eis gelegt und auf der Technologiesite Gizmodo ist „nur“ noch von einer unbemannten Sonde die Rede.[28]

Die JAXA ist zusammen mit der NASA, der ESA, der CSA und der MBRSC am Artemis-Programm beteiligt, das das Ziel einer Raumstation um den Mond (genannt LOP-G) und der erstmaligen Landung von Menschen am Mondsüdpol hat. Dieser Ort ist aufgrund der vorkommenden Wasserreserven wichtig für zukünftige Mondbasen und bemannten Missionen zu anderen Planeten.

Jaxa ist maßgeblich an der Mission BepiColombo beteiligt in Kooperation mit ESA. Jaxa trägt einen eigenen spinstablisierten Orbiter MIO bei, der vor allem in situ Plasma, Teilchen, Stahlung und Magnetfeld von Merkur und vom Sonnenwind erfasst, dazu kommt die Unterstzützung durch Bodenstationen zum Empfang der enormen Datenmengen dieser Mission. Die Mission startete nach ungefähr 20 Jahren Vorbereitung und vielen Tests im Jahr 2018. Im November 2026 soll die Mission in eine Umlaufbahn um Merkur einschwenken und den regulären Wissenschaftsbetrieb aufnehmen. Die Mission soll dann für ein Jahr Daten sammeln mit der Option auf eine anschließende Verlängerung um ein weiteres Jahr.

Projekte (Auswahl)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Image
H-II, H-IIA und H-IIB

Satelliten- und Raumsondenmissionen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abgeschlossene Missionen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Image
Start der Trägerrakete mit der Mondsonde Kaguya am 14. September 2007
Betriebszeit Name Erklärung
1971–1973 SHINSEI[30] Beobachtungen der Ionosphäre, kosmischen Strahlung etc.
1972 DENPA[31] Beobachtung von Plasmawellen
1975–1980 TAIYO[32]
1975–1982 ETS-1[33]
1976–1983 ISS[34] Ionosphere Sounding Satellite
1977–1981 GMS[35] Geostationary Meteorological Satellite
1979–1985 Hakuchō Cosmic Radiation Satellite-B
1981–1984 GMS-2[35] Geostationary Meteorological Satellite 2
1983–1985 Tenma Röntgenteleskop; Nachfolgemission von Hakuchō
1985–1986 SUISEI[36] Beobachtung des Halleyschen Kometen
1987–1991 Ginga Röntgenteleskop; Nachfolgemission von Tenma
1989–2015 Akebono Aurorabeobachtung
1990–1993 Hiten Technologieerprobungsmision in Monnähe zur Vorbereitung von LUNAR-A und SELENE
1992–2022 GEOTAIL Magnetosphärebeobachtung gemeinsam mit der NASA
1997–2005 Highly Advanced Laboratory for Communications and Astronomy Satellit mit Radioteleskop für VLBI
1997–2015 Tropical Rainfall Measuring Mission Erdbeobachtungssatellit gemeinsam mit NASA
1998–2003 Nozomi Marssonde
2002–2017 Kodama Kommunikationssatellit
2003–2010 Hayabusa Asteroidenmission
2005–2015 Suzaku Röntgensatellit gemeinsam mit der NASA
2005–2009 OICETS Kommunikationssatellit
2005–2026 Reimei Technologieerprobung und Aurorabeobachtung
2006–2011 Daichi (ALOS) Erdbeobachtung
2006–2011 Akari Infrarotbeobachtung
2006–2017 Kiku 8 Erprobungssatellit für Kommunikationstechnologie, bis 17. Februar 2024 Japans schwerster Satellit
2007–2009 Kaguya Mondorbiter
2008–2019 WINDS Kommunikationssatellit
2010–2012 IKAROS Interplanetary Kite-craft Accelerated by Radiation Of the Sun, experimentelle Raumsonde
2016
(Fehlschlag)
ASTRO-H[37] Röntgenstrahlen-Astronomie – der Satellit zerbrach noch während der Inbetriebnahmephase im Orbit
2023
(Fehlschlag)
ALOS-3[38] Advanced Land Observing Satellite-3 – der Satellit ging durch eine Fehlfunktion der ersten H3-Rakete verloren

Aktive Missionen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Image
Start der Akatsuki-Sonde am 20. Mai 2010

Nicht eingeschlossen sind die Satelliten des QZSS.

Startjahr Name Erklärung
1986 EGS[39] Experimental Geodetic Satellite, Geodätischer Testsatellit
2006 Hinode Sonnenbeobachtung gemeinsam mit NASA und des BNSC
2009 GOSAT (Ibuki) Greenhouse Gases Observing Satellite, Mission zur Beobachtung von Treibhausgasen
2010 Akatsuki Venus-Orbiter
2012 GCOM-W (Shizuku) Global Change Observation Mission – Water (Shizuku = Wassertropfen)
2014 ALOS-2 Erdbeobachtungssatellit (Advanced Land Observing Satellite)
2014 Global Precipitation Measurement Erdbeobachtungssatelit gemeinsam mit NASA
2016 Hayabusa 2 Asteroiden-Mission
2017 GCOM-C Global Change Observation Mission – Climate
2018 GOSAT 2 (Ibuki 2) Greenhouse Gases Observing Satellite 2, Mission zur Beobachtung von Treibhausgasen
2020 JDRS-1 (LUCAS)[40] Datenrelaissatellit
2023 XRISM X-Ray Imaging and Spectroscopy Mission, mit Röntgenstrahlung arbeitendes Weltraumteleskop
2024 EarthCARE[41] Earth Clouds, Aerosols and Radiation Explorer, Erdbeobachtungsmission gemeinsam mit der ESA
2024 ALOS-4[42] Advanced Land Observing Satellite-4
2025 GOSAT-GW (Ibuki-GW) Global Observing Satellite for Greenhouse gases and Water cycle

Geplante Missionen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgenommen sind turnusmäßige Routinemissionen, wie z. B. Versorgungsflüge zur ISS.

Startjahr Name Erklärung
2026 MMX Martian Moons Exploration, Erforschung von Phobos und Deimos, Abwurf des DLR-/CNES-Rovers Idefix auf Phobos
Fiskaljahr 2028 DESTINY+ Mission zum Asteroiden (3200) Phaethon in Zusammenarbeit mit DLR
August 2028 – Juli 2029 Comet Interceptor Mission der ESA zur Erforschung eines Kometen, die JAXA liefert eine sekundäre Nutzlast (Lyman-alpha Hydrogen imager, Plasma Suite & wide angle camera)
November 2028 Solar-C (EUVST) Nachfolgemission von Solar-B; Sonnenbeobachtung
frühestens 2028 LUPEX Lunar Polar Exploration Mission (ISRO-Name Chandrayaan-5)
  • John O’Sullivan: Japanese Missions to the International Space Station: Hope from the East. Springer, Cham 2019, ISBN 978-3-030-04533-3 (englisch).
 Wikinews: Kategorie: JAXA – in den Nachrichten
Commons: JAXA – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. 1 2 Field Centers. In: global.jaxa.jp. JAXA, abgerufen am 11. Mai 2021 (englisch).
  2. JAXA Organization Chart. (PDF; 173 kB) In: global.jaxa.jp. JAXA, 1. Mai 2021, abgerufen am 11. Mai 2021 (englisch).
  3. Optical Inter-orbit Communications Engineering Test Satellite “KIRARI” (OICETS). (Memento vom 18. März 2009 im Internet Archive) JAXA, 24. September 2009; abgerufen am 1. Mai 2013 (englisch).
  4. Successful Optical Communication Experiment between the NICT Optical Ground Station and the Optical Inter-orbit Communications Engineering Test Satellite. In: JAXA. Abgerufen am 1. Juni 2026.
  5. Optical Inter-orbit Communications Engineering Test Satellite „KIRARI“ (OICETS). In: JAXA. Abgerufen am 1. Juni 2026 (englisch).
  6. Data Relay Test Satellite „KODAMA“ (DRTS). In: JAXA. Abgerufen am 1. Juni 2026 (englisch).
  7. 光衛星間通信システム「LUCAS」. Abgerufen am 3. Juni 2026 (japanisch).
  8. Overview of the „KIZUNA“ (WINDS). In: JAXA. Abgerufen am 1. Juni 2026.
  9. 超高速インターネット衛星「きずな」(WINDS)の運用終了について. In: JAXA. Abgerufen am 1. Juni 2026 (japanisch).
  10. Quasi-Zenith Satellite System (Memento vom 22. Januar 2013 im Internet Archive) JAXA (englisch).
  11. Constellation Information. In: sys.qzss.go.jp. QZSS (Quasi-Zenith Satellite System) – Cabinet Office (Japan), 4. Mai 2021, abgerufen am 10. Mai 2021 (englisch).
  12. QZSS Satellite Information. Abgerufen am 1. Juni 2026 (englisch).
  13. Kantaro Komiya; Christian Schmollinger: Japanese H3 rocket fails to launch, losing navigation satellite. In: Reuters. 22. Dezember 2025, abgerufen am 6. Januar 2026 (englisch).
  14. QZSS is Becoming a Seven-satellite Constellation. Abgerufen am 1. Juni 2026 (englisch).
  15. “AKEBONO” Operation Completed. In: JAXA. Abgerufen am 1. Juni 2026 (englisch).
  16. NASA’s Geotail Mission Operations Come to an End After 30 Years. In: NASA. 18. Januar 2023, abgerufen am 1. Juni 2026 (amerikanisches Englisch).
  17. The Hakucho (CORSA-B) Satellite. NASA, abgerufen am 15. Januar 2013 (englisch).
  18. Missionsseite der NASA.
  19. Infrared astronomical satellites unveil the history of the universe. In: jaxa.jp. JAXA, 2007, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 1. September 2007; abgerufen am 8. März 2023 (englisch, Interview mit Takao Nakagawa, Professor im Department of Infrared Astrophysics, Institute of Space and Astronautical Science (ISAS), Universität Tokio).
  20. Current Status. Abgerufen am 1. Juni 2026.
  21. SPICA no longer candidate for ESA's M5 mission selection – Cosmic Vision – Science Portal. In: ESA Science & Technology. Abgerufen am 1. Juni 2026 (amerikanisches Englisch).
  22. Solar-C. Abgerufen am 1. Juni 2026 (englisch).
  23. SOLAR-C Project Team launched in JAXA. Abgerufen am 1. Juni 2026.
  24. Hayabusa – The Final Approach. Astroid Explorer „Hayabusa“ (Muses-C). In: hayabusa.jaxa.jp. JAXA, abgerufen am 8. März 2023 (japanisch, englisch, offizieller Blog).
  25. Identification of origin of particles brought back by Hayabusa. Pressemitteilung der JAXA vom 16. November 2010 (englisch).
  26. Clay Dillow: Japan Plans a Moon Base by 2020, Built by Robots for Robots. America may have eighty-sixed its moon base ambitions, but the Japanese have no plans to let perfectly good lunar real… In: popsci.com. Popular Science, 27. Mai 2010, abgerufen am 8. März 2023 (englisch).
  27. Tim Hornyak: Japan plans $2 billion robot moon base by 2020. In: news.cnet.com. CNET, 27. Mai 2010, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 17. November 2011; abgerufen am 8. März 2023 (englisch).
  28. Wie Menschen das Weltall zur Kolonie machen könnten, Artikel von Robin Schwarz im Zürcher Tages-Anzeiger vom 24. Juli 2015.
  29. Rainer W. During: Neue Passagierflugzeuge mit Überschall? Paris – Tokio in drei Stunden. In: tagesspiegel.de. Tagesspiegel, 2. Januar 2015, abgerufen am 8. März 2023 (letzter Absatz, Abschnitt: Nasa-Experten sagen, es dauert noch 15 Jahre […]).
  30. SHINSEI. In: global.jaxa.jp. JAXA, abgerufen am 3. Mai 2021 (englisch).
  31. DENPA. In: global.jaxa.jp. JAXA, abgerufen am 3. Mai 2021 (englisch).
  32. TAIYO. In: global.jaxa.jp. JAXA, abgerufen am 3. Mai 2021 (englisch).
  33. About Engineering Test Satellite I „KIKU-1“ (ETS-I). In: global.jaxa.jp. JAXA, abgerufen am 3. Mai 2021 (englisch).
  34. About Ionosphere Sounding Satellite „UME“ (ISS). In: global.jaxa.jp. JAXA, abgerufen am 5. Mai 2021 (englisch).
  35. 1 2 About Geostationary Meteorological Satellite „Himawari“ (GMS). In: global.jaxa.jp. JAXA, abgerufen am 11. Mai 2021 (englisch).
  36. SUISEI. In: global.jaxa.jp. JAXA, abgerufen am 7. Mai 2021 (englisch).
  37. About X-ray Astronomy Satellite „Hitomi“ (ASTRO-H). In: global.jaxa.jp. JAXA, abgerufen am 7. Mai 2021 (englisch).
  38. Advanced Land Observing Satellite-3 (ALOS-3). In: global.jaxa.jp. JAXA, abgerufen am 3. Mai 2021 (englisch).
  39. About Experimental Geodetic Satellite „AJISAI“ (EGS). In: global.jaxa.jp. JAXA, abgerufen am 3. Mai 2021 (englisch).
  40. 光衛星間通信システム「LUCAS」. Abgerufen am 3. Juni 2026 (japanisch).
  41. About Earth Clouds, Aerosols and Radiation Explorer (EarthCARE). In: global.jaxa.jp. JAXA, abgerufen am 3. Mai 2021 (englisch).
  42. About Advanced Land Observing Satellite-4 (ALOS-4). In: global.jaxa.jp. JAXA, abgerufen am 3. Mai 2021 (englisch).

[[Kategorie:OrganiLink-Textsation (Präfektur Tokio)]]