Gast
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Gast (Deutsch)
[Bearbeiten]Substantiv, m
[Bearbeiten]| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | der Gast | die Gäste |
| Genitiv | des Gasts des Gastes |
der Gäste |
| Dativ | dem Gast | den Gästen |
| Akkusativ | den Gast | die Gäste |
Worttrennung:
- Gast, Plural: Gäs·te
Aussprache:
- IPA: [ɡast]
- Hörbeispiele:
Gast (Info),
Gast (Info),
Gast (Österreich) (Info) - Reime: -ast
Bedeutungen:
- [1] Person, die unentgeltlich oder gegen Entgelt beherbergt, bewirtet oder befördert wird[1]
Herkunft:
- mittelhochdeutsch gast → gmh, althochdeutsch gast → goh, germanisch *gasti- „Gast“, indogermanisch *ghosti- „Fremdling“;[2] Das Wort ist seit dem 8. Jahrhundert belegt.[3]
Sinnverwandte Wörter:
Weibliche Wortformen:
- [1] selten: Gästin
Oberbegriffe:
- [1] Person
Unterbegriffe:
- [1] Abendgast, Abendmahlgast/Abendmahlsgast, Auslandsgast, Ausstellungsgast, Austauschgast, Badegast, Ballgast, Bargast, Bootsgast, Busgast, Businessgast, Cafégast, Dauergast, Diskussionsgast, Ehrengast, Einweihungsgast, Eröffnungsgast, Fahrgast, Feriengast, Festgast, Festivalgast, Festspielgast, Fluggast, Frühstücksgast, Geburtstagsgast, Hausgast, Herbergsgast, Hochzeitsgast, Hotelgast, Inselgast, Irrgast, Jagdgast, Jubiläumsgast, Kaffeegast, Kirchentagsgast, Kneipengast, Kongressgast, Konzertgast, Kurgast, Langzeitgast, Lieblingsgast, Logiergast, Lokalgast, Messegast, Mittagsgast, Morgengast, Museumsgast, Nachtgast, Olympiagast, Partygast, Pensionsgast, Podiumsgast, Premierengast, Privatgast, Publikumsgast, Quartiergast, Regierungsgast, Reisegast, Restaurantgast, Safarigast, Saunagast, Schlafgast, Showgast, Sommergast, Sondergast, Sonntagsgast, Staatsgast, Stammgast, Stargast, Studiogast, Tafelgast, Tagesgast, Tagungsgast, Talkgast, Talkshowgast, Taxigast, Theatergast, Tischgast, Trainingsgast, Trauergast, Tribünengast, Übernachtungsgast, Überraschungsgast, Urlaubsgast, VIP-Gast, Wandergast, Weihnachtsgast, Westgast, Wintergast, Wirtshausgast, Wochenendgast, Zaungast, Zufallsgast, Zuggast
- [1] übertragen: Zuckergast
Beispiele:
- [1] Zu seiner Geburtstagsfeier kamen um die zwanzig Gäste.
- [1] Und sei der Gast auch noch so schlecht, er wird geehrt, das ist sein Recht.
- [1] „Akrobaten unterhalten die Gäste mit ihren Kunststücken.“[4]
- [1] „Dabei hängen Fotos, auf denen Leni Ottos griechischen Schwiegervater in Heldenpose porträtiert hat, durchaus an Gästen zugänglichen Stellen.“[5]
- [1] „Zudem wird ihn Extremkletterer Stefan Glowacz, kürzlich Gast beim Nationalteam, gewarnt haben.“[6]
- [1] „Die krisengeplagte Tourismusbranche in den Alpen braucht nicht nur jeden zahlenden Gast, sondern hat gerade abenteuerlustige Bergsportler als lohnende Zielgruppe wiederentdeckt.“[7]
- [1] „Zwischendurch äffen die Hosts und ihr Gast Bewegungen von behinderten Sportlern und Sportlerinnen nach, kriegen sich vor Lachen nicht mehr ein.“[8]
Redewendungen:
Sprichwörter:
Wortbildungen:
- Gasterei
- Gastarbeiter, Gastauftritt, Gastbeitrag, Gastdozent, Gasteltern, Gastfamilie, Gastfreundlichkeit, Gastfreundschaft, Gastgeber, Gastgeschenk, Gastgewerbe, Gasthaus, Gasthof, Gasthörer, Gastkommentar, Gastland, Gastmahl, Gastprofessor, Gastprofessur, Gastraum, Gastrecht, Gastrolle, Gastspiel, Gaststätte, Gaststube, Gastvorlesung, Gastvorstellung, Gastvortrag, Gastwirt, Gastwirtschaft, Gastwissenschaftler, Gastzimmer
- Gästebett, Gästebuch, Gästehandtuch, Gästehaus, Gästeliste, Gästetoilette, Gästetuch, Gästezimmer
- gastlich, ungastlich; gastfrei, gastfreundlich, gastweise, gastwirtlich
- gasten
Übersetzungen
[Bearbeiten] [1] Person, die unentgeltlich oder gegen Entgelt beherbergt, bewirtet oder befördert wird
- [1] Wikipedia-Artikel „Gast“
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Gast“
- [1] Duden online „Gast (Besucher)“
- [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Gast“
Quellen:
- ↑ Wikipedia-Artikel „Gast“
- ↑ Duden online „Gast (Besucher)“
- ↑ Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Gast“, Seite 332.
- ↑ Ralf Berhorst: Im Dienst des Kaisers. In: GeoEpoche: Die Wikinger. Nummer Heft 53, 2012, Seite 144–153, Zitat Seite 153.
- ↑ Hans Schloemer: Die griechischen Träume des Otto Riefenstahl. Berliner Zeitung, Berlin 18.06.2005
- ↑ Andreas Lesch: Bitte nicht füttern. Berliner Zeitung, Berlin 14. November 2005
- ↑ Olav Krohn: Ein tödlicher Spielplatz. In: Zeit Online. 22. August 1997, ISSN 0044-2070 (URL).
- ↑ Sat.1 strahlt neue Show mit Luke Mockridge nicht aus. In: Spiegel Online. 8. September 2024, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 8. September 2024).
Substantiv, m, f, Nachname
[Bearbeiten]| Singular m | Singular f | Plural | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nominativ | der Gast (Gast) |
die Gast (Gast) |
die Gasts | |||
| Genitiv | des Gast des Gasts Gasts |
der Gast (Gast) |
der Gasts | |||
| Dativ | dem Gast (Gast) |
der Gast (Gast) |
den Gasts | |||
| Akkusativ | den Gast (Gast) |
die Gast (Gast) |
die Gasts | |||
| siehe auch: Grammatik der deutschen Namen | ||||||
Anmerkung:
- Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht.
- Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Gast“ – für männliche Einzelpersonen, die „Gast“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein oder eine „Gast“ für einen Angehörigen oder eine Angehörige aus der Familie „Gast“ oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel.
Worttrennung:
- Gast, Plural: Gasts
Aussprache:
- IPA: [ɡast]
- Hörbeispiele:
Gast (Info),
Gast (Info),
Gast (Österreich) (Info) - Reime: -ast
Bedeutungen:
Abkürzungen:
- [1] G.
Namensvarianten:
Bekannte Namensträger: (Links führen zu Wikipedia)
Beispiele:
- [1] Frau Gast arbeitet als Soldatin.
- [1] Herr Gast begleitet Sie zur Tür.
- [1] Die Gasts fliegen heute nach Französisch-Guyana.
Charakteristische Wortkombinationen:
- mit Anrede: Herr/Frau Gast; veraltet: Fräulein Gast
- mit Titel: Doktor/Professor/Privatdozent/Universitätsprofessor Gast; Gast der Ältere/der Jüngere; Gast junior/senior; Direktor/Hofrat/Meister Gast; Bruder/Pfarrer/Schwester Gast
Übersetzungen
[Bearbeiten] [1] deutschsprachiger Nachname, Familienname
- [1] Wikipedia-Artikel „Gast (Familienname)“
- [1] Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands: „Gast“
- [1] „Gast“ bei Geogen Deutschland 3.2 Online. Bei Geogen Deutschland v4: „Gast“
- [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Gast“
- [1] Gast bei forebears.io
Substantiv, m
[Bearbeiten]| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | der Gast | die Gasten |
| Genitiv | des Gasts des Gastes |
der Gasten |
| Dativ | dem Gast dem Gaste |
den Gasten |
| Akkusativ | den Gast | die Gasten |
Worttrennung:
- Gast, Plural: Gas·ten
Aussprache:
- IPA: [ɡast]
- Hörbeispiele:
Gast (Info),
Gast (Info),
Gast (Österreich) (Info) - Reime: -ast
Bedeutungen:
- [1] Seemannssprache: Besatzungsmitglied mit bestimmter Aufgabe und mit niederem Rang (Matrose, Mannschaften)
Unterbegriffe:
- [1] Ankergast, Backsgast, Decksgast, Funkgast, Kochgast, Marsgast, Pantrygast, Riemengast, Rudergast, Sanitätsgast, Schaluppengast, Signalgast, Telegraphengast, Toppsgast, Vorgast
Beispiele:
- [1] „Befehl: "Ruder an"“: „Die Gasten an den Arbeitsriemen beginnen zu pullen.“[1]
Übersetzungen
[Bearbeiten] [1] Seemannssprache: Besatzungsmitglied mit bestimmter Aufgabe und mit niederem Rang
- [1] Wikipedia-Artikel „Gast (Schifffahrt)“
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Gast“
- [1] Duden online „Gast (Matrose)“
- [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Gast“
Quellen:
- ↑ Praxis der Schiffsführung: Leitfaden für den Unterricht in der Marine, zu „Kutterpullen“; Phoenix-Bremen (phoenix-bremen.de); abgerufen am 7.9.2014

