Google Earth offenbart Magnetsinn bei Rindern

Forschung & Wissenschaft K�he verf�gen offenbar �ber einen �hnlichen Magnetsinn wie Zugv�gel. Nachdem diese Tatsache �ber Jahrtausende von Bauern und Biologen nicht erkannt wurde, offenbarte sie nun die Weltkarte von Google Earth. Sabine Begall und Hynek Burda von der Universit�t Duisburg untersuchten anhand der Satellitenfotos insgesamt 8.510 Tiere aus 308 Herden. Die Aufnahmen stammen aus verschiedenen Teilen der Welt und wurden zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen. Dabei zeigte sich, dass zwei Drittel aller Rinder ihren K�rper beim Ruhen oder Grasen in Nord-S�d-Ausrichtung positionieren.

Die Forscher stellten die Ergebnisse ihrer Untersuchung gestern auf einem Kongress der National Academy of Sciences der USA vor. Die Abweichungen von der Ausrichtung der Mehrzahl der Tiere nach Norden oder S�den lassen sich nach ihren Aussagen vermutlich auf besondere Witterungseinfl�sse zur�ckf�hren.

Bereits l�nger sei bekannt, dass Rinder sich bei kalten Winden so positionieren, dass der Luftstrom ihnen m�glichst wenig W�rme entzieht. An sch�nen aber nicht zu hei�en Tagen wird hingegen eine m�glichst gro�e K�rperfl�che der Sonne zugewandt.

Den Angaben zufolge wurde die Beobachtung durch eine genauere Feldstudie von Wissenschaftlern in der Tschechischen Republik bereits best�tigt. Diese hatte vor Ort die Ausrichtung von 2.974 K�hen untersucht, die sich ebenfalls mehrheitlich nach Norden oder S�den richteten.

Die Wissenschaftler bezeichneten die Entdeckung als interessant und im Gro�en und Ganzen plausibel. Auch Wale h�tten immerhin einen Magnetsinn, der vermutlich vom gleichen Vorfahren stammt. Rinder, Wale und Flusspferde stammen laut genetischen Untersuchungen von einem landlebenden Pflanzenfresser ab, der vor etwa 60 Millionen Jahren lebte.
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