Willkommen bei Arch Linux
Arch Linux ist eine flexible und leichtgewichtige Distribution für jeden erdenklichen Einsatz-Zweck. Ein einfaches Grundsystem kann nach den Bedürfnissen des jeweiligen Nutzers nahezu beliebig erweitert werden.
Nach einem gleitenden Release-System bieten wir zur Zeit kompilierte Pakete für die x86_64-Architektur an. Zusätzliche Werkzeuge ermöglichen zudem den schnellen Eigenbau von Paketen.
Arch Linux ist daher eine perfekte Distribution für erfahrene Anwender — und solche, die es werden wollen...
Derzeit werden eine hohe Anzahl an schädlichen Paketinstallationen und Aktualisierungen im Arch User Repository (AUR) festgestellt.
Bestehende bösartige Änderungen werden aktuell identifiziert und beseitigt. Während dieser Maßnahmen, und solange an einer dauerhaften Lösung gearbeitet wird, können Nutzer möglicherweise folgende Probleme feststellen:
- Der Erstellung neuer Konten im AUR
- Das Hochladen von Paketaktualisierungen
- Dem Übernehmen oder der Erstellung neuer Pakete
Es wird weiterhin allen Nutzern empfohlen, alle Änderungen an PKGBUILD-Dateien und Installationsskripten bei Updates zu überprüfen. Bei verdächtige Änderungen an einem Paket, bitte mit weiteren Informationen per E-Mail an die Mailingliste aur-general wenden.
Vor kurzem wurden die Wahlen für die Position des Arch Linux Projektleiters durchgeführt. Nach einer lebhaften Diskussionsphase auf den (internen) Mailinglisten und einer Wahlperiode mit zwei Kandidaten, wurde Levente "anthraxx" Polyák erneut zum Projektleiter gewählt.
Gemäß unserer Wahlordnung, wird er für eine Amtszeit von zwei Jahren wiedergewählt.
Die Rolle des Projektleiters innerhalb von Arch Linux ist mit einer Reihe von Verantwortlichkeiten verbunden, darunter Entscheidungsfindung (wenn kein Konsens erzielt werden kann), Führung der Community, Durchsetzung des Verhaltensleitfadens, Verwaltung finanzieller Angelegenheiten mit dem SPI und allgemeine Aufgaben im Projektmanagement.
Herzlichen Glückwunsch an Levente! Vielen Dank für Dein Engagement und alles Gute für eine weitere erfolgreiche Amtszeit! 🥳
Varnish wurde zu Vinyl Cache umbenannt
Das Varnish-Projekt hat sich offiziell in Vinyl Cache umbenannt. Im Anschluss an diese Umbenennung wurde ein neues vinyl-cache-Paket erstellt.
Diese Aktualisierung führt zu wesentlichen Änderungen, und es wird den Nutzern empfohlen, diese Änderungen sorgfältig zu prüfen, bevor die Umstellung durchgeführt wird.
Alle Verweise auf varnish wurden in Binärdateien und Verzeichnissen zu vinyl geändert.
Mindestens müssen folgende Schritte von den Nutzern durchgeführt werden:
- Das Verzeichnis
/etc/varnishmuss in/etc/vinyl-cacheumbenannt werden. - Das Verzeichnis
/var/lib/varnishmuss in/var/lib/vinyl-cacheumbenannt werden. - Die Berechtigungen der Dateien innerhalb von
/var/lib/varnishmüssen angepasst werden. - Der Benutzer
varnishwird invinylumbenannt. - Die Gruppe
varnishwird invinylumbenannt. - Der Benutzer
varnishlogwird invinyllogumbenannt. - Die Gruppe
vcachebleibt unverändert. - Die alten Systemd-Dienste
varnish.serviceundvarnishncsa.servicemüssen deaktiviert werden. - Die neuen Systemd-Dienste
vinyl-cache.serviceundvinylncsa.servicemüssen aktiviert werden.
Das varnish-Paket aus dem Repository [extra] entfernt. Es sind derzeit keine Pläne für die Pflege eines neuen varnish-Pakets vorgesehen, da es sich um ein anderes Upstream-Projekt handelt.
Aktuelle Sicherheitslage
Seit einigen Wochen werden in den Onlinemedien und auf Social Media vermehrt Artikel veröffentlicht, die – teilweise dramatisierend – auf Schwachstellen im Linux-Kernel eingehen, die es ermöglichen, erweiterte Berechtigungen zu erhalten oder eigentlich nicht zugängliche Dateien auszugeben.
Solche Schwachstellen gab es im Kernel schon immer, und schon immer wurden sie bei bekanntwerden zeitnah behoben oder umgangen. Der Unterschied ist, dass bei den zuletzt bekannt gewordenen Schwachstellen das Prinzip der Responsible Disclosure ignoriert wurde, und die technischen Informationen der Schwachstellen veröffentlicht wurden, ohne dass diese zuvor behoben werden konnten.
Das brechen des sogenannten „Embargos“ einer Responsible Disclosure wird unter IT-Sicherheitsexperten allgemein als unprofessionell und bewusst schädigend angesehen. Das bewusste brechen des Embargos kann hier zudem als „Werbung“ für KI-gestützte Programme zur Schwachstellenforschung gesehen werden, da sowohl „CopyFail“, „DirtyFrag“, „Fragnesia“, und auch „ssh-keysign-pwn“ mithilfe von spezialisierten KI-gestützten Systemen gefunden wurden.
Es handelt sich zusammengefasst also nicht um eine „neu Welle an Exploits“, sondern um solche, die bewusst unter Ignorierung der üblichen Praxis direkt veröffentlicht wurden.
Angriffssvektor
Alle bisher in diesem Kontext bekannten Angriffe auf ein System bedingen, dass ein Angreifer Zugriff auf das System hat, und mit einem Useraccount eingeloggt ist der eine „normale Shell“ starten kann. Angriffe über das Netzwerk oder bei Verwendung von „Spezialaccounts“ sind nicht möglich.
Auf Systemen mit einem beschriebenen Account ist es für die Nutzer möglich, die Schwachstellen auszunutzen, wenn sie …
- … Dateien herunterladen oder Anlegen und mit Inhalt füllen können
- … einen Compiler zum Erzeugen von Binarys verwenden dürfen
- … die für die Expoits nötigen Librarys auf dem System installiert sind
- … in den von ihnen beschreibbaren Bereichen im Dateisystem Anwendungen starten können
Das gleiche gilt natürlich für schädliche Programme, die die nötigen Schritte automatisch im Kontext eines beschriebenen Useraccounts ausführen.
Maßnahmen
Die Maßnahmen hängen vom betrachteten System ab. Auf einem System, das nur von einem Anwender benutzt wird, gelten die allgemeinen Sicherheitsregeln unverändert auch weiterhin.
Zusätzlich:
- Regelmäßig in kurzen Intervallen auf Updates prüfen und diese Installieren (
pacman -Syu1-2 mal am Tag), dabei darauf achten, einen aktuellen und vertrauenswürdigen Mirror zu verwenden. - Der vor einige Zeit geschriebene Reminder zu den AUR-Sicherheitshinweisen sollte nach wie vor beachtet werden.
- Keine Scripte aus dem Internet ausführen, ohne sie vorher zu prüfen!
- Keine generierten oder von anderen genannt bekommene Befehle und Codezeilen ausführen, ohne vorher zu verstehen, was diese machen!
- Per Mountoptionen verhindern, dass Binarys von durch Useraccounts beschreibbaren Partitionen ausgeführt werden dürfen.
- Keine Compiler auf dem System bereitstellen oder diese durch Dateiberechtigungen oder ACLs in der Nutzung einschränken.
Zusätzlich beobachtet der Arch-User GerBra in den Threads zu „ssh-keysign-pwn“ und zu „DirtyFrag“ und „Fragnesia“ die aktuelle Situation und updatet den Status im Bezug auf die für Arch verfügbaren Kernel aus den Repositorys.
Das Paket kea hat alle Dienste so umgestellt, dass sie unter einem dedizierten Benutzerkonto namens kea (anstatt root) ausgeführt werden, um die Sicherheit zu verbessern. Diese Änderung erfordert Aktualisierungen der Berechtigungen für die Laufzeitdateien, die von den kea-Diensten erstellt werden.
Nutzer, die von einer bestehenden kea-Installation aktualisieren, sollten daher nach dem Upgrade die folgenden Befehle ausführen:
chown kea: /var/lib/kea/* /var/log/kea/* /run/lock/kea/logger_lockfile
systemctl try-restart kea-ctrl-agent.service kea-dhcp{4,6,-ddns}.service
Benutzerkonten, die mit den Dateien der kea-Dienste interagieren müssen (z.B. Lease-Dateien unter /var/lib/kea, Logdateien unter /var/log/kea oder Konfigurationsdateien unter /etc/kea), sollten der Gruppe kea hinzugefügt werden.
Der alte Paketname iptables-nft wurde durch iptables ersetzt, und das Legacy-Backend ist unter dem Namen iptables-legacy verfügbar.
Beim Wechsel zwischen den Paketen (zwischen iptables-nft, iptables und iptables-legacy) sollte in den Verzeichnissen /etc/iptables/ nach .pacsave-Dateien gesucht und die dort gespeicherten Regeln gegebenenfalls wiederhergestellt werden:
/etc/iptables/iptables.rules.pacsave/etc/iptables/ip6tables.rules.pacsave
Die meisten Konfigurationen sollten ohne Änderungen funktionieren. Nutzer, die auf ungewöhnliche xtables-Erweiterungen oder Legacy-Funktionen angewiesen sind, sollten jedoch sorgfältig testen und gegebenenfalls iptables-legacy verwenden.
Aktuelle Pakete
| beets | 2.12.0-1 |
| libretro-yabause | 20260530.083400.g8926b0c6c347-1 |
| libretro-snes9x | 1:20260420.172910.g185488cd83aa-1 |
| libretro-shaders-slang | 20260620.024025.g8ec4c82cf61a-1 |
| libretro-sameboy | 20260420.173536.g06c184f0b186-1 |
| libretro-ppsspp | 20260619.205431.g676724ee5e02-1 |
| goverlay | 1.8.4-1 |
| gitea | 1.26.3-1 |
| libretro-play | 20260606.165008.gee1334610cb2-1 |
| libretro-picodrive | 20260402.125053.gf0d4a0118a97-1 |
| python-strawberry-graphql | 0.318.1-1 |
| libretro-parallel-n64 | 20260619.180922.g525ffacb68d7-1 |
| libretro-overlays | 20260615.014545.gcb16af00ef70-1 |
| bmake | 20260619-1 |
| libretro-nestopia | 1:20260402.144055.gb0fd87dd07e3-1 |
| nginx-mod-echo | 0.65-1 |
| nginx-mod-headers-more | 0.40-1 |
| nginx-mod-memc | 0.21-1 |
| nginx-mod-ndk | 0.34+0.3.4-1 |
| nginx-mod-set-misc | 0.34+0.3.4-1 |