link
GrammatikAdjektiv
Aussprache [lɪŋk]
Wortbildung
mit ›link‹ als Erstglied:
Linkehandregel
· linkisch · linksbürgerlich · linkselbisch
· mit ›link‹ als Letztglied: ultralink · mit ›link‹ als Binnenglied: Mitte-links-Bündnis · mit ›link‹ als Grundform: 1Linke · 2Linke · 1links · 2links
· mit ›link‹ als Letztglied: ultralink · mit ›link‹ als Binnenglied: Mitte-links-Bündnis · mit ›link‹ als Grundform: 1Linke · 2Linke · 1links · 2links
Mehrwortausdrücke
auf der linken Arschbacke ·
die linke Hand weiß nicht, was die rechte tut / die Linke weiß nicht, was die Rechte tut / die rechte Hand weiß nicht, was die linke tut / die Rechte weiß nicht, was die Linke tut ·
die Linke kommt von Herzen
·
linker Hand ·
mit dem linken Bein aufstehen / mit dem linken Bein zuerst aufstehen ·
mit dem linken Fuß aufstehen / mit dem linken Fuß zuerst aufstehen ·
mit der linken Hand ·
zur linken Hand ·
zwei linke Hände
Bedeutungsübersicht
- 1. auf der Körperseite befindlich, auf der das Herz liegt
- a) links liegend
- b) [bildlich] ...
- c) [übertragen] ...
- 2. ...
- 3. in der politischen Anschauung zur Linken gehörend
- 4. ...
1.
auf der Körperseite befindlich, auf der das Herz liegt
in gegensätzlicher Bedeutung zu ¹recht
Beispiele:
der linke Arm
das linke Bein
er saß an, zu ihrer linken Seite
er schreibt mit der linken Hand
linker Hand (= links) liegt der Bahnhof
der linke Schuh drückt
die Fahrkarte steckte in der linken Manteltasche
Boxener traf den Gegner mit einem linken (= mit dem linken Arm ausgeführten) Haken
a)
links liegend
Beispiele:
ich sah ihn auf der linken Straßenseite kommen
die linke obere Ecke des Heftes ist umgeknickt
Ballsportder linke Außenstürmer
b)
2.
Beispiel:
die linke [Gegensatz rechte] Seite (= Innenseite, untere Seite) des Stoffes, einer Tischdecke
3.
in der politischen Anschauung zur Linken gehörend
in gegensätzlicher Bedeutung zu ¹recht
Beispiele:
linke und rechte Abgeordnete
linke Zeitungen
Augenblicklich kann man nicht von dem Vorhandensein eines ernsten linken Flügels […] sprechen [ThälmannReden1,199]
4.
Beispiel:
linke [Gegensatz rechte] Maschen (= Maschen, bei denen von rechts nach links eingestochen und ein vorgelegter Faden durchgezogen wird) stricken
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
Etymologie
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)
link · Linke · linkisch · links
link Adj. (nur attributiv, der linke, ein linker) ‘auf der Seite befindlich, die beim Menschen die Seite des Herzens ist’, linke Seite (‘innere, untere Seite’) (von Stoffen, Wäschestücken), übertragen ‘ungeschickt, unbeholfen’, politisch ‘zur Linken gehörend’ (s. unten Linke), mhd. linc, lenc ‘link, linkisch, unwissend’, mnd. nl. link, dazu ahd. lenka ‘die Linke, linke Hand’ (8. Jh.). Herkunft ungewiß. Mit schwed. (mundartlich) slinka ‘lose hängen, schlottern’, (älter) linka ‘hinken, lahm gehen’, aind. laṅgaḥ ‘lahm’ zu ie. *(s)leng-, einer nasalierten Form der unter Laken (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *(s)lē̌g- ‘schlaff, matt sein’? Oder im Sinne von ‘gebogen, schief’ (im Gegensatz zu recht ‘gerade’, s. d.) verwandt mit lenken, Gelenk (s. d.)? Mhd. linc verdrängt ahd. winistar (8. Jh.), auch substantiviert ‘die Linke’, mhd. winster ‘link’, wozu asächs. winistar, aengl. winstre, afries. winstere, anord. vinstri, schwed. vänster, dän. venstre ‘link’. Dies gehört mit ahd. wini ‘Freund’ sowie Wonne, wohnen, Wunsch, gewinnen (s. d.) und aind. vā́maḥ ‘link’ (neben vāmáḥ ‘wert’) als Komparativbildung (ie. *u̯enistro-) im Sinne von ‘auf der günstigeren, besseren Seite’ (euphemistisch gebraucht, die wahre Überzeugung verdeckend) zur Wurzel ie. *u̯en(ə)- ‘streben’, dann ‘wünschen, lieben, befriedigt sein’. – Linke f. ‘linke Hand’, ahd. lenka (s. oben), frühnhd. linke; seit dem 19. Jh. auch ‘politische Gruppierung, Strömung, Partei (in einem parlamentarischen Staat), die den gesellschaftlichen Fortschritt vertritt oder zu vertreten für sich in Anspruch nimmt’, im Anschluß an frz. la gauche ‘die Linke’, nach der Sitzordnung im Parlament, wo seit der französischen Restaurationszeit die fortschrittlichen Parteien ihre Plätze vom Präsidenten aus gesehen links innehatten. linkisch Adj. ‘unbeholfen, ungeschickt’ (15. Jh., linkesch, linkes, linkiß). links Adv. ‘auf der linken Seite’ (15. Jh.), ‘politisch zur Linken gehörend’ (19. Jh.), hervorgegangen aus dem Genitiv Sing. des Adjektivs.
Bedeutungsverwandte Ausdrücke
durchtrieben ·
hinterhältig ·
hinterhältig (Person) ·
hinterlistig ·
hintertrieben ·
intrigant ·
perfide ●
abgefeimt geh., veraltet ·
hintenrum ugs. ·
hinterfotzig derb ·
link ugs. ·
tückisch geh.
Typische Verbindungen zu ›link‹ (berechnet)
Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›link‹.
Legende:
Adjektive
Substantive
Verwendungsbeispiele für ›link‹
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Auch zahlreiche nützliche Links zu verwandten Angeboten lassen sich hier leicht finden.
[Die Welt, 22.12.2000]
Außerdem gibt es zahlreiche Links zu ausgewählten Angeboten anderer Organisationen.
[Süddeutsche Zeitung, 24.12.1998]
Schließlich betreibe ich die Datenbank gar nicht selbst, sondern verweise nur mit Hilfe eines dynamischen Links darauf.
[Der Tagesspiegel, 16.04.2002]
Häufig führt ein Link direkt auf die Homepage der Inhaber.
[Die Zeit, 27.08.2001]
Wir betrachten das Klicken mit der Maus auf einen Link.
[C’t, 1998, Nr. 9]
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