Die kognitiv-evolutionäre Theorie der Elwedritsch: Eine Argumentation in 13 Punkten

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Eine pennsylvanisch-deutsche Elbedritsch

Seit 2020 beschäftigt sich „Hiwwe wie Driwwe“ mit dem Thema „Elwedritsche“. Zwischenzeitlich ist das Buch „Elwedritsche – Dunkle Gefährten“ (2025) erschienen, und die Website elwedritsch.de blickt auf 18 intensive Monate zurück, in denen das Informationsangebot auf über 1.000 Seiten gewachsen ist. Viel Inhalt! Deshalb wird im Folgenden der Ansatz – als Zwischenergebnis – kurz zusammengefasst dargestellt.

Die kognitiv-evolutionäre Theorie erklärt die Elwedritsch als Ergebnis einer langfristigen Wechselwirkung biologischer Dispositionen und kultureller Evolution. Im Mittelpunkt stehen das HADD–CCT–BVT-Modell, eingebettet in den Rahmen der Dual Inheritance Theory (DIT).

1. Universelle Ausgangsbeobachtung

Behauptung: Schlafparalyse und hypnagoge Halluzinationen treten weltweit kulturübergreifend auf.

Beleg: Medizinische und neuropsychologische Studien dokumentieren diese Phänomene unabhängig von Sprache, Religion oder Kultur.

Folgerung: Jede Theorie zur Entstehung von Nachtdämonen muss diese universelle menschliche Erfahrung berücksichtigen.

2. Kognitive Interpretation (HADD)

Behauptung: Das menschliche Gehirn interpretiert unklare Bedrohungen bevorzugt als handelnde Wesen.

Beleg: Das Konzept des Hyperactive Agency Detection Device (HADD) ist in der kognitiven Evolutionsforschung gut etabliert.

Folgerung: Aus einer körperlich erlebten Schlafparalyse entsteht spontan die Vorstellung eines unsichtbaren Angreifers.

3. Kulturelle Konkretisierung

Behauptung: Die konkrete Gestalt des Nachtdämons wird kulturell geprägt.

Beleg: Weltweit existieren vergleichbare Nachtwesen wie Old Hag, Mora, Alp, Drude oder Strix, die ähnliche Erfahrungen unterschiedlich interpretieren.

Folgerung: Die Vielfalt der Gestalten beruht auf kultureller Ausgestaltung eines gemeinsamen psychologischen Ursprungs.

4. Historische Einordnung

Behauptung: Die Elwedritsch steht innerhalb einer langen europäischen Tradition von Nachtdämonen.

Beleg: Antike Autoren, mittelalterliche Quellen und der europäische Volksglaube belegen Vorstellungen von Strigen, Alpen und Druden über viele Jahrhunderte.

Folgerung: Die Elwedritsch ist keine isolierte Pfälzer Sonderentwicklung, sondern Teil einer größeren historischen Traditionslinie.

5. Sprachliche Entwicklung

Behauptung: Der Begriff „Elwedritsch“ lässt sich sprachgeschichtlich in dieses ältere Bedeutungsfeld einordnen.

Beleg: Dialektwörterbücher, historische Wortformen und lautgeschichtliche Entwicklungen zeigen Beziehungen zu älteren Dämonenbezeichnungen.

Folgerung: Name und ursprüngliche Funktion der Elwedritsch sprechen für einen älteren dämonologischen Hintergrund.

6. Historische Quellen

Behauptung: Die Elwedritsch war ursprünglich mehr als eine humoristische Wirtshausfigur.

Beleg: Unabhängige historische Überlieferungen aus der Pfalz, dem Banat und Pennsylvania weisen auf ältere Vorstellungen eines Nachtwesens hin.

Folgerung: Die reine Wirtshausscherz-Theorie kann diese Befunde nur unzureichend erklären.

7. Kontrollbedürfnis (CCT)

Behauptung: Menschen entwickeln Rituale, um mit Angst und Unsicherheit umzugehen.

Beleg: Die Compensatory Control Theory zeigt, dass symbolische Handlungen besonders unter Unsicherheit entstehen.

Folgerung: Schutzrituale und gemeinschaftliche Praktiken lassen sich als psychologische Bewältigungsstrategien gegenüber Nachtdämonen verstehen.

8. Memetische Selektion

Behauptung: Kulturelle Überlieferungen unterliegen einer evolutiven Auswahl.

Beleg: Kultur- und Evolutionsforschung zeigen, dass besonders einprägsame Erzählungen häufiger tradiert werden.

Folgerung: Die Elwedritsch bleibt erhalten, weil sie sich als kulturell erfolgreicher „Meme-Komplex“ erweist.

9. Humorisierung (BVT)

Behauptung: Mit abnehmender realer Bedrohung können frühere Angstsymbole humoristisch umgedeutet werden.

Beleg: Die Benign Violation Theory erklärt Humor als Wahrnehmung einer ehemals bedrohlichen, nun aber ungefährlichen Normverletzung.

Folgerung: Die Elwedritschenjagd stellt die kulturelle Umdeutung eines älteren Angstsymbols dar und keine vollständige Neuschöpfung.

10. Dual Inheritance Theory (DIT)

Behauptung: Die Entwicklung der Elwedritsch beruht auf der Wechselwirkung biologischer und kultureller Evolution.

Beleg: Die Dual Inheritance Theory beschreibt die gemeinsame Evolution genetischer Dispositionen und kultureller Traditionen.

Folgerung: HADD, CCT und BVT wirken als aufeinander aufbauende Mechanismen innerhalb dieses umfassenden theoretischen Rahmens.

11. Erklärungskraft

Behauptung: Das Modell erklärt weit mehr als nur die Elwedritsch.

Beleg: Dieselben Mechanismen lassen sich auf zahlreiche europäische und außereuropäische Nachtdämonen anwenden.

Folgerung: Die Theorie besitzt Generalisierungsfähigkeit und überschreitet den Charakter einer Einzelfallerklärung.

12. Inference to the Best Explanation

Behauptung: Die kognitiv-evolutionäre Theorie bietet derzeit die umfassendste Erklärung für die Entstehung der Elwedritsch.

Beleg: Sie integriert medizinische Befunde, kognitionswissenschaftliche Mechanismen, historische Quellen, Sprachgeschichte, kulturvergleichende Forschung sowie Überlieferungen aus der Pfalz, dem Banat und Pennsylvania in einem konsistenten Modell.

Folgerung: Die plausibelste Rekonstruktion lautet:

Schlafparalyse → HADD → Nachtdämon → Strige/Alp/Drude → Elwedritsch → Schutzrituale (CCT) → memetische Selektion → Humorisierung (BVT).

Im Rahmen der Dual Inheritance Theory entsteht daraus eine interdisziplinäre Erklärung, die mehr voneinander unabhängige Beobachtungen gleichzeitig erklärt als konkurrierende Modelle und deshalb als die derzeit beste verfügbare Erklärung gelten kann.

13. Methodische Einordnung: Abgrenzung von Jakob Grimm

Behauptung: Die kognitiv-evolutionäre Theorie unterscheidet sich grundlegend von der klassischen Kontinuitätsthese Jakob Grimms.

Beleg: Jakob Grimm ging davon aus, dass sich zahlreiche Erscheinungen des Volksglaubens im Wesentlichen durch eine weitgehend kontinuierliche Überlieferung germanischer Mythologie erklären lassen. Die kognitiv-evolutionäre Theorie stützt sich dagegen auf Erkenntnisse der Medizin, Kognitionswissenschaft, Evolutionspsychologie und Kulturwissenschaft. Sie betrachtet universelle psychologische Mechanismen (HADD), das menschliche Kontrollbedürfnis (CCT), kulturelle Humorisierung (BVT) und die Dual Inheritance Theory (DIT) als die entscheidenden Triebkräfte der Entwicklung. Historische Traditionslinien – etwa von Strigen, Alpen und Druden zur Elwedritsch – werden dabei nicht bestritten, jedoch als kulturelle Ausprägungen allgemeiner kognitiver Prozesse verstanden und nicht als Beleg einer ununterbrochenen Überlieferung eines einzelnen Mythos.

Folgerung: Die kognitiv-evolutionäre Theorie ersetzt die starke Kontinuitätsthese durch ein Modell schwacher kultureller Kontinuität. Sie erklärt die Elwedritsch weder als bloßes Überbleibsel germanischer Mythologie noch als reine Neuschöpfung der Neuzeit, sondern als Ergebnis einer fortlaufenden Koevolution biologischer Dispositionen und kultureller Überlieferung. Kontinuität entsteht demnach nicht primär durch die unveränderte Weitergabe eines Mythos, sondern durch die wiederholte kulturelle Rekonstruktion ähnlicher Vorstellungen auf der Grundlage universeller menschlicher Kognition. Damit verschiebt sich der Schwerpunkt der Erklärung von der Tradierung einzelner Inhalte auf die Mechanismen ihrer Entstehung, Veränderung und kulturellen Stabilisierung.

Mundart-Stiftung: Jetzt Förderantrag für 2027 stellen!

Die im letzten Jahr aus einer privaten Initiative heraus gegründete Pfälzische Mundart-Stiftung informiert darüber, dass noch bis zum 31. August 2026 Förderanträge für Mundartprojekte im Jahr 2027 gestellt werden können.

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Die Stiftung will den großen kulturellen Schatz des Pfälzischen festigen und verweist dabei besonders auf die Kreativität und Originalität der Mundart. Sie betont, dass sich die Dialekte gegenüber der Standardsprache zwar in Aussprache  und Wortschatz unterscheiden, nicht jedoch in ihrer Wertigkeit. Der Schutz, die Pflege und das Ansehen der pfälzischen Mundarten liegen der Pfälzischen Mundart-Stiftung besonders am Herzen. Daher ist ein weiterer Stiftungszweck die Imagepflege und die Ermutigung der Sprechenden, den Dialekt ebenso selbstbewusst, wie weltoffen einzusetzen. Die Stiftung wirkt auf Politik und Medien ein, nachhaltige Strukturen zu errichten, die der Mundart dauerhaften Schutz und Akzeptanz gewähren.

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Der kognitiv-evolutionäre Ansatz zur Erklärung der Elwedritsch-Genese im volkskundlichen Theoriefeld

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Zusammenfassung

Der Beitrag positioniert den kognitiv-evolutionären Ansatz zur Erklärung der Genese der pfälzischen Elwedritsch innerhalb der gegenwärtigen volkskundlichen Theoriediskussion. Der Ansatz grenzt sich einerseits von der genealogischen Kontinuitätsthese Jacob Grimms und andererseits vom klassischen Evolutionismus des 19. Jahrhunderts ab. Zugleich versteht er sich als Ergänzung der Empirischen Kulturwissenschaft sowie als Anschluss an die internationale Kognitions- und Kulturevolutionsforschung.

Theoretischer Kern des Ansatzes ist die Verbindung einer psychologischen Prozesskette aus Hyperactive Agency Detection Device (HADD)Compensatory Control Theory (CCT) und Benign Violation Theory (BVT) mit der Dual Inheritance Theory (DIT) als übergeordnetem evolutionswissenschaftlichem Rahmen kultureller Selektion. Während HADD, CCT und BVT die Entstehung, Stabilisierung und kulturelle Transformation von Vorstellungswelten erklären, beschreibt DIT die Prozesse ihrer kulturellen Variation, Selektion und Tradierung.

Der Beitrag argumentiert, dass der Mehrwert dieses Modells insbesondere in der methodisch unproblematischen Behandlung von Überlieferungslücken, der Entwicklung eines generativen Vergleichsprogramms, der internationalen Anschlussfähigkeit sowie in der Unterscheidung zwischen genealogischer Substanzkontinuität und Tiefenkontinuität generativer Mechanismen liegt.

1. Fragestellung

Die Erklärung der Herkunft volkstümlicher Überlieferungen gehört zu den klassischen Fragestellungen der Volkskunde. Während ältere Forschungsansätze ihre Antworten vor allem aus genealogischen Traditionslinien oder historischen Rekonstruktionen ableiteten, haben sich seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kulturwissenschaftliche Perspektiven etabliert, die den Schwerpunkt auf soziale Funktionen, kommunikative Kontexte und gegenwärtige Bedeutungszuschreibungen legen. Die Frage nach den allgemeinen Mechanismen, durch die bestimmte Vorstellungswelten überhaupt entstehen, blieb dabei vergleichsweise wenig entwickelt.

Der kognitiv-evolutionäre Ansatz setzt an dieser Forschungslücke an. Er versteht die Genese der Elwedritsch weder als Ergebnis einer lückenlos rekonstruierbaren Traditionskette noch ausschließlich als Ausdruck historisch spezifischer Kulturpraxis. Vielmehr erklärt er sie als Resultat des Zusammenwirkens universeller psychologischer Mechanismen und kultureller Evolutionsprozesse.

Im Zentrum des Ansatzes steht eine psychologische Prozesskette, die beschreibt, wie aus individuellen Erfahrungen kulturell stabile Vorstellungswelten entstehen können. Diese Prozesskette verbindet drei theoretische Bausteine: das Hyperactive Agency Detection Device (HADD), die Compensatory Control Theory (CCT) und die Benign Violation Theory (BVT). Sie erklären nacheinander die Zuschreibung eines handelnden Akteurs, die Einordnung außergewöhnlicher Erfahrungen in kulturelle Deutungsmuster sowie deren mögliche Transformation in humorvoll integrierte Brauchformen.

Diese psychologische Prozesskette wird durch die Dual Inheritance Theory (DIT) gerahmt. DIT bildet keinen weiteren psychologischen Mechanismus, sondern beschreibt die kulturellen Selektions- und Tradierungsprozesse, innerhalb derer sich die durch HADD, CCT und BVT hervorgebrachten kulturellen Varianten behaupten, verändern oder verschwinden.

Die zentrale Fragestellung des Beitrags lautet daher nicht: Von welcher historischen Gestalt stammt die Elwedritsch ab? Vielmehr wird gefragt: Durch welche psychologischen und kulturellen Mechanismen entstehen Vorstellungswelten dieses Typs, und weshalb setzen sich bestimmte Varianten langfristig kulturell durch?

Aus dieser Perspektive ergeben sich zwei weiterführende Fragen. Erstens: Wie lässt sich ein solcher Ansatz innerhalb einer Volkskunde verorten, die sich bewusst von evolutionistischen Ursprungsmodellen distanziert hat? Zweitens: Welchen Beitrag kann ein kognitiv-evolutionäres Erklärungsmodell für die gegenwärtige volkskundliche Theoriebildung leisten?

2. Das genealogische Kontinuitätsparadigma Jacob Grimms und seine Grenzen

Jacob Grimms Mythologie beruht auf der Annahme, dass zahlreiche Gestalten der europäischen Volksüberlieferung auf vorchristliche religiöse Vorstellungen zurückgehen und trotz tiefgreifender historischer Veränderungen eine genealogische Kontinuität bewahrt haben. Dämonen, Sagenfiguren und Volksglauben erscheinen in diesem Modell als historisch transformierte Erscheinungsformen älterer mythologischer Traditionen, deren ursprüngliche Gestalt sich durch philologische und vergleichende Rekonstruktion zumindest annäherungsweise erschließen lasse.

Diese Konzeption war für die Entstehungsphase der wissenschaftlichen Volkskunde außerordentlich einflussreich und entsprach den methodischen Möglichkeiten ihrer Zeit. Aus heutiger Perspektive zeigen sich jedoch ihre Grenzen. Insbesondere dort, wo historische Überlieferungslücken bestehen, bleibt die Annahme einer ununterbrochenen Traditionskette häufig hypothetisch und kann nur durch indirekte Rekonstruktionen gestützt werden.

Für die Elwedritsch-Überlieferung tritt dieses Problem besonders deutlich hervor. Die bekannte Quellenlage dokumentiert keine kontinuierlich überlieferte Einzelgestalt, sondern mehrere zeitlich voneinander getrennte Verdichtungen eines größeren Motivkomplexes. Zwischen den frühneuzeitlichen Belegen und den Quellen des 19. Jahrhunderts bestehen erhebliche Überlieferungslücken, deren Schließung genealogische Rekonstruktionen erforderlich machen würde.

Der kognitiv-evolutionäre Ansatz verzichtet bewusst auf diese Voraussetzung. Er setzt weder eine historisch identische Ursprungsfigur noch eine lückenlose Traditionskette voraus. Stattdessen erklärt er strukturelle Ähnlichkeiten aus der wiederholten Wirksamkeit derselben psychologischen Prozesskette, deren Ergebnisse innerhalb kultureller Evolutionsprozesse unterschiedlich selektiert werden.

Diese Perspektive macht eine begriffliche Unterscheidung erforderlich. Substanzkontinuität bezeichnet die Annahme einer historischen Identität konkreter Überlieferungen. Tiefenkontinuität generativer Mechanismen bezeichnet demgegenüber die Persistenz jener psychologischen Prozesse, die unter vergleichbaren Bedingungen immer wieder ähnliche kulturelle Vorstellungswelten hervorbringen können. Historisch kontinuierlich sind daher nicht notwendigerweise die Figuren selbst, sondern die Bedingungen ihrer möglichen Entstehung.

Die Fragestellung verschiebt sich damit grundlegend. Während genealogische Modelle nach der historischen Herkunft einer Figur fragen, untersucht der kognitiv-evolutionäre Ansatz die Bedingungen ihrer wiederholten kulturellen Hervorbringung.

3. Die fachgeschichtliche Abkehr vom Evolutionismus und ihre Bedeutung für den kognitiv-evolutionären Ansatz

Die Distanzierung vom genealogischen Kontinuitätsdenken genügt allein nicht, um den kognitiv-evolutionären Ansatz angemessen im gegenwärtigen volkskundlichen Theoriefeld zu verorten. Ebenso notwendig ist seine Abgrenzung vom klassischen Evolutionismus des 19. Jahrhunderts.

Die deutschsprachige Volkskunde hat sich seit der Mitte des 20. Jahrhunderts bewusst von evolutionistischen Ursprungs- und Fortschrittserzählungen gelöst. Maßgeblich hierfür war die durch Hermann Bausinger geprägte Empirische Kulturwissenschaft, welche kulturelle Erscheinungen als historisch wandelbare und gesellschaftlich situierte Prozesse versteht.

Vor diesem Hintergrund erscheint der Begriff evolutionär erklärungsbedürftig. Er bezeichnet im hier vertretenen Ansatz weder Fortschritt noch Höherentwicklung und ebenso wenig die Rekonstruktion kultureller Ursprünge.

Der Evolutionsbegriff wird ausschließlich im Sinne moderner Kulturevolutionsforschung verwendet. Grundlage hierfür bildet die Dual Inheritance Theory (DIT). Anders als die psychologischen Bausteine HADD, CCT und BVT beschreibt DIT jedoch keine individuellen kognitiven Prozesse. Sie bildet vielmehr den theoretischen Rahmen, innerhalb dessen kulturelle Varianten entstehen, selektiert, tradiert und verändert werden.

Gerade diese Unterscheidung ist für das Verständnis des Modells entscheidend. Die eigentliche Erklärung der Entstehung kultureller Vorstellungen erfolgt durch die psychologische Prozesskette HADD → CCT → BVT. Die Dual Inheritance Theory erklärt dagegen, unter welchen kulturellen Bedingungen sich die durch diese Prozesskette hervorgebrachten Varianten langfristig behaupten oder wieder verschwinden.

Der Ausdruck kognitiv-evolutionär bezeichnet deshalb die Verbindung zweier Erklärungsebenen: einer psychologischen Mikroebene, welche die Entstehung kultureller Vorstellungen beschreibt, und einer evolutionswissenschaftlichen Makroebene, welche deren kulturelle Selektion und Tradierung erklärt. Erst das Zusammenwirken beider Ebenen bildet den theoretischen Kern des hier entwickelten Ansatzes.

4. Die Architektur des kognitiv-evolutionären Ansatzes

Der kognitiv-evolutionäre Ansatz verbindet Erkenntnisse der Kognitionswissenschaft, der Sozialpsychologie, der Humorforschung und der Kulturevolutionsforschung zu einem einheitlichen Erklärungsmodell. Dabei besitzen die herangezogenen Theorien jedoch nicht denselben theoretischen Status. Das Modell unterscheidet vielmehr zwischen einer psychologischen Prozesskette, welche die Entstehung und Transformation kultureller Vorstellungen erklärt, und einem evolutionswissenschaftlichen Rahmen, der ihre kulturelle Selektion und Tradierung beschreibt.

Die psychologische Prozesskette besteht aus drei aufeinander aufbauenden Mechanismen:

HADD → CCT → BVT

Sie beschreibt den Weg von der individuellen Wahrnehmung über die kulturelle Sinnbildung bis zur humorvollen Transformation einer ursprünglich bedrohlichen Vorstellung. Die Dual Inheritance Theory (DIT) tritt dieser Kette nicht als weiterer Baustein hinzu. Sie bildet vielmehr den übergeordneten theoretischen Rahmen, innerhalb dessen sich die durch HADD, CCT und BVT hervorgebrachten kulturellen Varianten verbreiten, verändern oder wieder verschwinden.

4.1 Hyperactive Agency Detection Device (HADD)

Den Ausgangspunkt bildet das von Justin Barrett beschriebene Hyperactive Agency Detection Device (HADD). Es bezeichnet die menschliche Tendenz, mehrdeutige Wahrnehmungen vorsorglich als Anzeichen eines intentional handelnden Akteurs zu interpretieren. Evolutionsbiologisch stellt diese Überempfindlichkeit eine adaptive Strategie dar, weil das irrtümliche Annehmen eines Akteurs geringere Kosten verursacht als das Übersehen einer tatsächlichen Gefahr.

Im Zusammenhang der Elwedritsch erklärt HADD, weshalb Erfahrungen wie Schlafparalyse, nächtliche Druckempfindungen oder unerklärliche Geräusche bevorzugt als Wirken eines unsichtbaren Wesens interpretiert werden. HADD beantwortet damit die erste Frage des Modells: Warum wird überhaupt ein handelnder Akteur wahrgenommen?

4.2 Compensatory Control Theory (CCT)

Auf die Agentendetektion folgt die kulturelle Deutung der Erfahrung. Hier setzt die Compensatory Control Theory (CCT) an.

Sie geht davon aus, dass Menschen in Situationen subjektiven Kontrollverlustes ein gesteigertes Bedürfnis nach Ordnung, Sinn und Vorhersagbarkeit entwickeln. Übernatürliche Akteure, Rituale und kulturelle Deutungsmuster ermöglichen es, schwer erklärbare Erfahrungen in ein kohärentes Weltbild einzuordnen und damit psychologisch zu bewältigen.

Für die Elwedritsch bedeutet dies, dass außergewöhnliche nächtliche Erfahrungen nicht als zufällige Einzelereignisse verstanden werden, sondern in kulturell verfügbare Erklärungssysteme integriert werden. Der wahrgenommene Akteur erhält einen Namen, Eigenschaften und einen Platz innerhalb der lokalen Vorstellungswelt.

CCT beantwortet somit die zweite Frage des Modells: Warum wird aus einem wahrgenommenen Akteur eine kulturell stabile Vorstellungsfigur?

4.3 Benign Violation Theory (BVT)

Die dritte Stufe der Prozesskette beschreibt die kulturelle Transformation einer bereits etablierten Vorstellungsfigur.

Nach der Benign Violation Theory (BVT) von McGraw und Warren entstehen humorvolle Reaktionen dann, wenn eine als bedrohlich oder normverletzend wahrgenommene Situation gleichzeitig als ausreichend ungefährlich erlebt wird.

Im Fall der Elwedritsch erklärt BVT den Übergang vom gefürchteten Nachtdämon zur scherzhaften Elwedritschjagd. Die zugrunde liegende Vorstellungsstruktur bleibt erhalten; verändert wird ihre soziale Funktion. Angst wird nicht mehr unmittelbar verarbeitet, sondern durch gemeinschaftlichen Humor ritualisiert und entschärft.

BVT beantwortet damit die dritte Frage des Modells: Warum entwickelt sich aus einer bedrohlichen Vorstellung ein humorvoll integrierter Brauch?

Die psychologische Prozesskette beschreibt somit drei aufeinander aufbauende Schritte: Aus einer mehrdeutigen Wahrnehmung entsteht zunächst ein handelnder Akteur (HADD), dieser wird anschließend in ein kulturelles Ordnungssystem integriert (CCT) und schließlich unter geeigneten sozialen Bedingungen humorvoll transformiert (BVT).

4.4 Die Dual Inheritance Theory (DIT) als evolutionswissenschaftlicher Rahmen

Die Dual Inheritance Theory (DIT) besitzt innerhalb des Modells einen grundlegend anderen theoretischen Status als HADD, CCT und BVT.

Sie beschreibt keinen weiteren psychologischen Verarbeitungsschritt, sondern die kulturellen Evolutionsprozesse, innerhalb derer sich die durch die Prozesskette hervorgebrachten Varianten behaupten, verändern oder verschwinden.

DIT wirkt daher nicht erst am Ende der Entwicklung. Vielmehr bildet sie den übergeordneten Rahmen des gesamten Modells. Sie erklärt, warum bestimmte Agentenvorstellungen kulturell übernommen werden, weshalb sich bestimmte Deutungsmuster gegenüber anderen durchsetzen und unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen humorisierte Formen langfristig Bestand haben.

Während HADD, CCT und BVT erklären, wie kulturelle Vorstellungen entstehen und transformiert werden, erklärt DIT, welche dieser Möglichkeiten sich unter den jeweiligen sozialen Bedingungen kulturell durchsetzen.

Gerade diese Trennung zwischen psychologischer Prozesskette und kulturellem Selektionsrahmen bildet den theoretischen Kern des kognitiv-evolutionären Ansatzes.

5. Positionierung gegenüber der Empirischen Kulturwissenschaft

Der kognitiv-evolutionäre Ansatz versteht sich ausdrücklich nicht als Alternative zur Empirischen Kulturwissenschaft, sondern als Ergänzung um eine Erklärungsebene, die bislang nur am Rande berücksichtigt wurde.

Die Empirische Kulturwissenschaft untersucht kulturelle Erscheinungen vor allem hinsichtlich ihrer sozialen Funktionen, ihrer kommunikativen Verwendung und ihrer historischen Veränderung. Ihr Erkenntnisinteresse richtet sich auf die Bedeutung kultureller Praktiken innerhalb konkreter gesellschaftlicher Kontexte.

Der kognitiv-evolutionäre Ansatz verfolgt eine andere Fragestellung. Er untersucht die generativen Mechanismen, durch die bestimmte kulturelle Vorstellungen überhaupt entstehen können, weshalb sie psychologisch plausibel erscheinen und unter welchen Bedingungen sie kulturell Bestand gewinnen.

Beide Ansätze operieren daher auf unterschiedlichen analytischen Ebenen. Die Empirische Kulturwissenschaft erklärt die gesellschaftliche Funktion kultureller Phänomene; der kognitiv-evolutionäre Ansatz erklärt ihre Entstehung und ihre kulturelle Evolution. Beide Perspektiven schließen einander nicht aus, sondern ergänzen sich.

Ebenso wenig wäre es sachgerecht, Hermann Bausinger als Vorläufer eines kognitiv-evolutionären Forschungsprogramms zu interpretieren. Seine theoretischen Arbeiten entstanden aus anderen wissenschaftshistorischen Voraussetzungen und verfolgten andere Fragestellungen. Die Gemeinsamkeit besteht vielmehr darin, dass beide Ansätze genealogische Ursprungserzählungen kritisch hinterfragen. Während Bausinger dies kulturwissenschaftlich begründet, gelangt der kognitiv-evolutionäre Ansatz aus kognitions- und evolutionswissenschaftlichen Überlegungen zu einer vergleichbaren Distanz gegenüber der Vorstellung einer notwendigen Substanzkontinuität kultureller Überlieferungen.

Gerade in dieser Ergänzung unterschiedlicher Erklärungsebenen liegt das Potenzial einer integrativen Volkskunde, die historische Rekonstruktion, funktionale Analyse und generative Erklärung miteinander verbindet.

6. Positionierung gegenüber der internationalen Kognitions- und Kulturevolutionsforschung

Der kognitiv-evolutionäre Ansatz stellt einen neuen theoretischen Zugang dar, knüpft jedoch an mehrere international etablierte Forschungsrichtungen an.

Seit den 1990er Jahren haben sich insbesondere im englischsprachigen Raum Forschungsprogramme entwickelt, welche religiöse Vorstellungen, übernatürliche Akteure und kulturelle Tradierungsprozesse mit Methoden der Kognitionswissenschaft und der Kulturevolutionsforschung untersuchen. Arbeiten von Barrett zur Agentendetektion, Forschungen zur Compensatory Control Theory, Untersuchungen zur Benign Violation Theory sowie Modelle der Dual Inheritance Theory bilden heute eigenständige, empirisch gut etablierte Forschungsfelder.

Der kognitiv-evolutionäre Ansatz übernimmt diese Theorien jedoch nicht unverändert, sondern verbindet sie erstmals zu einem gemeinsamen volkskundlichen Erklärungsmodell. Seine eigentliche Innovation liegt daher nicht in der Entwicklung neuer Einzeltheorien, sondern in ihrer systematischen Integration.

Dabei besitzt jede Theorie eine klar definierte Funktion innerhalb des Gesamtmodells. HADD erklärt die Zuschreibung eines Akteurs, CCT die kulturelle Stabilisierung dieser Zuschreibung, BVT deren humorvolle Transformation und DIT den kulturellen Selektionsrahmen, innerhalb dessen sich diese Prozesse historisch entfalten. Erst ihr Zusammenwirken ermöglicht eine konsistente Erklärung der Elwedritsch-Genese.

Eine eigenständige kognitiv-evolutionäre Volkskunde existiert bislang nicht. Der hier vorgeschlagene Ansatz bezeichnet daher kein bereits etabliertes Paradigma, sondern einen theoretischen Ordnungsrahmen, der Erkenntnisse der Kognitionswissenschaft, der Sozialpsychologie, der Humorforschung und der Kulturevolutionsforschung für volkskundliche Fragestellungen zusammenführt.

Gerade hierin liegt das weiterführende Potenzial des Ansatzes. Er eröffnet die Möglichkeit, europäische und außereuropäische Nacht- und Dämonenvorstellungen nicht ausschließlich nach vermuteten Traditionswegen zu vergleichen, sondern nach den ihnen gemeinsamen generativen Mechanismen und den jeweils unterschiedlichen kulturellen Selektionsbedingungen. Die Elwedritsch wird dadurch vom regionalen Untersuchungsgegenstand zu einem Modellfall für die Analyse kultureller Evolution.

7. Der Mehrwert für Untersuchung von volkskundlichen Phänomenen

Aus der vorgeschlagenen theoretischen Architektur ergeben sich mehrere Beiträge des kognitiv-evolutionären Ansatzes für die gegenwärtige Volkskunde. Diese betreffen nicht allein die Erklärung der Elwedritsch, sondern grundsätzliche Fragen nach der Entstehung, Transformation und Tradierung kultureller Vorstellungen.

Erstens eröffnet der Ansatz einen methodisch neuen Umgang mit Überlieferungslücken. Genealogische Erklärungsmodelle geraten dort an ihre Grenzen, wo historische Traditionsketten nur unvollständig rekonstruierbar sind. Der kognitiv-evolutionäre Ansatz setzt demgegenüber keine lückenlose Überlieferung voraus. Seine Erklärung stützt sich auf die Tiefenkontinuität generativer Mechanismen, nicht auf die Annahme einer ununterbrochenen historischen Weitergabe. Unterbrechungen der Quellenüberlieferung stellen deshalb keine Widerlegung des Modells dar, sondern markieren lediglich die Grenzen historischer Dokumentation.

Zweitens ermöglicht der Ansatz ein neues komparatistisches Forschungsprogramm. Vergleichbare Vorstellungen – etwa Mahr- und Mora-Überlieferungen, der Old-Hag-Komplex, Lilith-Traditionen oder andere europäische und außereuropäische Nachtwesen – müssen nicht mehr ausschließlich über vermutete historische Traditionswege miteinander in Beziehung gesetzt werden. Sie können vielmehr hinsichtlich derselben psychologischen Prozesskette (HADD → CCT → BVT) sowie ihrer jeweils unterschiedlichen kulturellen Selektionsbedingungen untersucht werden. Historische Diffusion bleibt eine mögliche Erklärung, verliert jedoch ihren Ausschließlichkeitsanspruch.

Drittens schafft der Ansatz eine unmittelbare Anschlussfähigkeit an internationale Forschungsfelder. Indem er Kognitionswissenschaft, Sozialpsychologie, Humorforschung und Kulturevolutionsforschung in einem gemeinsamen Modell verbindet, knüpft er an etablierte internationale Forschungsprogramme an, ohne die spezifischen Stärken der Volkskunde aufzugeben. Philologische Präzision, historische Quellenkritik und regionale Kontextualisierung bleiben unverzichtbare Bestandteile der Analyse und werden durch eine generative Erklärungsebene ergänzt.

Viertens liefert der Ansatz einen Beitrag zur theoretischen Präzisierung des Kontinuitätsbegriffs. Die Unterscheidung zwischen Substanzkontinuität und Tiefenkontinuität generativer Mechanismen ermöglicht es, strukturelle Ähnlichkeiten kultureller Vorstellungen zu erklären, ohne eine historische Identität der Überlieferungen vorauszusetzen. Kontinuität wird damit nicht mehr ausschließlich genealogisch verstanden, sondern als Persistenz universeller psychologischer Mechanismen, deren kulturelle Ausprägungen im Rahmen evolutiver Selektionsprozesse variieren können.

Fünftens entwickelt der Ansatz eine strukturierte Mikro-Makro-Erklärung kultureller Überlieferungen. Auf der Mikroebene beschreibt die psychologische Prozesskette aus HADD, CCT und BVT die Entstehung, Stabilisierung und Transformation kultureller Vorstellungen. Auf der Makroebene erklärt die Dual Inheritance Theory die Variation, Selektion und Tradierung dieser kulturellen Varianten innerhalb von Populationen. Die Verbindung beider Ebenen bildet den eigentlichen theoretischen Kern des Modells.

Der Erkenntnisgewinn des Ansatzes liegt daher nicht allein in einer neuen Erklärung der Elwedritsch-Genese. Er besteht in der Entwicklung einer theoretischen Architektur, welche individuelle Kognition, kulturelle Sinnbildung, soziale Transformation und kulturelle Evolution in einem gemeinsamen Erklärungsrahmen zusammenführt.

8. Fazit

Der kognitiv-evolutionäre Ansatz positioniert sich innerhalb der gegenwärtigen volkskundlichen Theorielandschaft durch eine doppelte Abgrenzung und eine zugleich integrative Anschlussstrategie.

Er grenzt sich einerseits vom genealogischen Kontinuitätsmodell Jacob Grimms ab, das kulturelle Vorstellungen als historisch fortwirkende Überlieferungen eines gemeinsamen Ursprungs interpretiert. Demgegenüber erklärt der hier entwickelte Ansatz strukturelle Ähnlichkeiten aus der Tiefenkontinuität generativer Mechanismen. Kontinuierlich sind nicht die Figuren selbst, sondern die universellen psychologischen Prozesse, durch die unter vergleichbaren Bedingungen ähnliche kulturelle Vorstellungswelten entstehen können.

Ebenso grenzt sich der Ansatz vom klassischen Evolutionismus des 19. Jahrhunderts ab. Sein Evolutionsbegriff folgt nicht Vorstellungen kulturellen Fortschritts oder historischer Höherentwicklung, sondern dem selektionstheoretischen Verständnis moderner Kulturevolutionsforschung. Evolution bezeichnet hier keinen historischen Ursprung und keine lineare Entwicklung, sondern Prozesse kultureller Variation, Selektion und Tradierung.

Seine eigentliche theoretische Innovation besteht in der Verbindung zweier analytischer Ebenen. Die psychologische Prozesskette aus Hyperactive Agency Detection Device (HADD)Compensatory Control Theory (CCT) und Benign Violation Theory (BVT) erklärt, wie aus individuellen Erfahrungen kulturell stabile und schließlich humorvoll transformierte Vorstellungswelten entstehen. Die Dual Inheritance Theory (DIT) ergänzt diese Prozesskette nicht um einen weiteren psychologischen Mechanismus, sondern bildet den übergeordneten evolutionswissenschaftlichen Rahmen, innerhalb dessen sich die durch HADD, CCT und BVT hervorgebrachten kulturellen Varianten verbreiten, verändern oder verschwinden.

Gerade diese Unterscheidung zwischen psychologischer Mikroebene und kultureller Makroebene ermöglicht es, individuelle Kognition und kulturelle Evolution in einem gemeinsamen Modell zu verbinden, ohne beide Erklärungsebenen miteinander zu vermischen. Der Ansatz versteht sich deshalb weder als Ersatz historischer Rekonstruktion noch als Alternative zur Empirischen Kulturwissenschaft. Vielmehr ergänzt er beide Perspektiven um eine eigenständige generative Erklärungsebene.

Drei Eileschpiggel Schtoris

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Eileschpiggel Memorial (Detail) in Mölln, Deitschland

Uffgschriwwe beim Prof. C. Richard Beam (1925-2018)

Der Eileschpiggel waar mohl draus im Busch am Hunde (= Yaage). Noh hot er der Deiwel aagedroffe. “Was hoscht dann doh?” hot der Deiwel gfrogt un hot noch der Flint gewisse.

“Des? Ei, des is en Schmokpeif,” hot der Eileschpiggel gsaat. “Witt sie mohl browiere?”

“Ya, gewiss,” hot der Deiwel gsaat, “browier ich sie!”

“Dann nemm des End ins Maul un suckel,” hot der Eileschpiggel gsaat un hot dem Deiwel’s fedderscht End vom Flindelaaf hiegschowe. “Noh schteck ich dann hinne aa.”

Der Eileschpiggel hot noh abgedrickt un em Deiwel der ganz Schuss der Hals nunnergschosse.

Der Deiwel hot sich no gschiddelt as wie en Hund wann er aus em Wasser kummt un hot gsaat, “Du schmokscht awwer gewiss as alles hesseldaanischer (= abbadich) schtarrier Duwack!”

II.

Der Deiwel un der Eileschpiggel hen mohl en Feld Riewe gedeelt. Buschel-Moos hen sie kens ghadde un schunscht aa nix fer sie messe. Noh hen sie ausgemacht der Eileschpiggel sett nemme was im Grund waer un der Deiwel was haus waer. Seller Weg hot der Eileschpiggel die Riewe ghat un der Deiwel es Graut.

Der naegschde Daag hen sie noh an Feld Weeze gedeelt. Fer ewe kumme mit em Eileschpiggel hot der Deiwel noh gsaat, er wott mohl hawwe was im Boddem waer un der Eileschpiggel maecht nemme was owwedruff waer.

Der Eileschpiggel hot’s verwillicht. Wie sie faddich waare deele, hot der Eileschpiggel der Weeze ghadde un der Deiwel die Schtobble.

Von darre Schtory kummt vermutlich’s alt Schprichwatt har: “Er hot ausgemacht wie der Deiwel an der Riewe.”

III.

Der Deiwel un der Eileschpiggel hen mohl sehne wolle weller as es menscht Kelt schtende kennt. Fer sell zu duh hen sie sich uff der keltschde Daag vom Winder uff’s Hausdach ghockt un hen ausgemacht, das der was es lengscht drowwe bleiwe daed, waer der Gewinner.

Sie hen fer’n ewichi Leng drowwe ghockt, awwer kenner hot gebodscht fer runnergeh. Wie der Eileschpiggel gschpiert hot as er’s nimmi lang schtende kann, is er uffgschtanne un hot der Rock un Jacket ausgezoge un hot gsaat, “Des letz. Mir hedde waarde solle fer’n kelderer Daag fer so ebbes zu duh! Ich fang vo aa schwitze.”

Sell, off kors, waar zu viel gewest fer der Deiwel. Er is uff un ab newe am Hauseck nunner, was bischde was hoschde, un hot sich nimmi sehne losse!

Macht mit beim Dichterwettstreit!

Der Pfälzische Mundartdichterwettstreit findet im Oktober 2026 zum 74. Mal statt und lädt Autorinnen und Autoren aus der Pfalz, der Kurpfalz, der Saarpfalz, Rheinhessen und Südhessen sowie der Nahe-Region zur Teilnahme ein. Weitere Infos gibt es hier.

From Night Demon to Laughing Stock: A Psycho-Memetic Explanation of the Elwedritsch and the Limits of Reformation-Historical Migration Theory

Michael Werner

Abstract

This article proposes a psycho-memetic framework for explaining the origin, transformation, and extraordinary cultural persistence of the Elwedritsch (also: Elwetritsch, Elbedritsch), a hybrid nocturnal creature-figure from the folklore of the Palatinate region of southwestern Germany. The framework integrates Justin Barrett’s Hyperactive Agency Detection Device (HADD), Aaron Kay’s Compensatory Control Theory (CCT), Peter McGraw and Caleb Warren’s Benign Violation Theory (BVT), and Dawkinsian memetics within a Dual Inheritance Theory (DIT) framing. The article situates this model in explicit dialogue with — and critique of — Helmut Seebach’s reformation-historical migration approach, which interprets the Elwedritsch primarily as a product of Swiss Pietist immigration into the post–Thirty Years‘ War Palatinate. While acknowledging the historical value of Seebach’s regional contextualization, this article argues that his genealogical model cannot account for the cross-cultural prevalence of structurally analogous night-demon figures, nor for the long-term persistence mechanisms that explain why the Elwedritsch survives in transformed but functionally consistent form to the present day. Drawing on neuropsychological research on sleep paralysis, cognitive science of religion, cultural semiotics, and historical linguistics, the article reconceives the Elwedritsch not as a conserved mythological relic but as a recurrently reconstructed cultural attractor whose persistence derives from the interaction of universal cognitive dispositions and locally adaptive memetic strategies.

Keywords: Elwedritsch, Palatinate folklore, sleep paralysis, HADD, Compensatory Control Theory, Benign Violation Theory, memetics, Helmut Seebach, Cognitive Science of Religion, cultural persistence

1. Introduction

Regional creature-legends occupy an ambiguous position in the scholarly landscape. Too marginal for mainstream mythology studies, too persistent and symbolically rich for mere antiquarian curiosity, figures like the Elwedritsch have typically been assigned to the descriptive genres of regional folklore (Volkskunde) without being subjected to the explanatory frameworks that cognitive anthropology, evolutionary psychology, and cultural semiotics now make available. This article proposes that such figures deserve — and reward — rigorous theoretical treatment.

The Elwedritsch is a case in point. Known under multiple orthographic variants (Elwetritsch, Elbedritsch, Elwetrittche, Ilwedritsch; plural Elwedritsche or Elwedritschen), the figure is distributed across the Palatinate, the Saarland, Rhinehessen, and adjacent regions — a distribution that corresponds roughly to the historical Kurpfalz. Its most salient features are hybrid animality (typically described as chicken-sized, flightless, with a curved beak, webbed feet, wings, and frequently six legs or antlers), nocturnal habitat, and fundamental uncatchability. Structurally, these features map onto a well-documented European typology of night-demons — figures associated with sleep disturbance, nocturnal pressure, and the experience of paralysis upon waking.

What makes the Elwedritsch particularly instructive is the traceable trajectory of its transformation: from bedrohlicher Nachtdämon (threatening night demon) to harmless woodland creature to the object of a communal practical joke — the Elwedritsch hunt — in which an uninitiated newcomer is sent into the forest at night to catch a creature that does not exist. This trajectory raises theoretical questions that go beyond regional folklore: Why do hybrid night-demon figures arise independently across cultures? What cognitive and social mechanisms sustain them over centuries? And why does transformation from fear-object to comic ritual object, far from extinguishing a figure, appear to enhance its longevity?

The article is organized as follows. Section 2 reviews existing scholarship, focusing particularly on Seebach’s reformation-historical migration approach and the classical Grimmian continuity thesis against which both Seebach and the present framework position themselves. Section 3 develops the psycho-memetic model in its four integrated components: HADD, CCT, BVT, and DIT. Section 4 provides historical and linguistic evidence for the transformational sequence from Albdrude to Elwedritsch. Section 5 examines the Elwedritsch-Jagd (the hunting ritual) as empirical validation of the BVT component. Section 6 engages in comparative analysis. Section 7 addresses the question of falsifiability. Section 8 concludes with implications for the study of regional folklore more broadly.

2. Existing Scholarship and the Limits of Migration History

2.1 The Grimmian Continuity Thesis

The foundational interpretive model for figures like the Elwedritsch was established by Jacob and Wilhelm Grimm and their followers in nineteenth-century German Volkskunde. The Grimmian continuity thesis held that folk beliefs and legendary figures represent the „fossilized remnants“ (versteinerte Überreste) of a coherent pre-Christian Germanic mythology. Popular culture was understood as a reservoir of archaic religious substance: Christianization had suppressed but not destroyed the older layer, which persisted in demonic figures, fairy tales, and regional customs. Jacob Grimm’s Deutsche Mythologie (1835) attempted a systematic reconstruction of Germanic deity-functions from such surviving traces.

Applied to the Elwedritsch, this model would predict: the figure is a linearly transmitted remnant of a specific Germanic nature-spirit or elemental demon, whose hybrid form represents an originally meaningful mythological attribute preserved through centuries of rural oral tradition.

This approach suffers from well-documented methodological weaknesses. It assumes a homogeneous Germanic mythology for which independent evidence is sparse. It posits an unbroken chain of oral transmission for which no documentary record exists. It has been heavily criticized by modern folklorists — Hermann Bausinger’s rejection of the „conserved residue“ model in favor of understanding folk culture as „permanent transformation“ (permanenter Umbildungsprozeß) is paradigmatic in this context (Bausinger, 1986, p. 29). And it was ideologically exploited during the National Socialist period in ways that have further discredited it.

The psycho-memetic framework proposed here distances itself from this position while retaining a weak continuity assumption — not substantive continuity of specific mythological content, but functional continuity of psychological response patterns and the cognitive mechanisms that generate them.

2.2 Seebach’s Reformation-Historical Migration Approach

Helmut Seebach has developed a more empirically grounded alternative. His reformation-historical approach contextualizes the Elwedritsch within the concrete migration history of the post–Thirty Years‘ War Palatinate. After the catastrophic depopulation of the region (1618–1648), systematic resettlement brought pietistically oriented settlers from Switzerland, Tyrol, and related regions into the Palatinate. Seebach argues that these immigrant communities introduced or reorganized existing regional demon-beliefs within a specifically Protestant hermeneutic framework. Central to his interpretation is the connection to Old Testament purity categories — the „unclean animals“ of Leviticus 11 and Deuteronomy 14 — which provided a conceptual vocabulary for the hybrid, taxonomically transgressive character of the Elwedritsch.

Seebach also traces a cultural line from the Palatinate to Pennsylvania (where Palatine emigrants arrived in significant numbers from 1709 onward). This approach has genuine strengths. It situates the figure in documented historical processes. It provides a concrete mechanism for regional diffusion. It connects the symbolic structure of the figure (hybrid, taxonomically deviant, liminal) to a coherent religious-cultural framework. And it draws on verifiable diaspora evidence.

2.3 Critique of Seebach’s Model

The present article does not reject Seebach’s findings but argues that they describe a specific historical transformation phase rather than an explanatory account of the figure’s origin or its long-run persistence. Three specific criticisms are advanced.

First, the chronological problem. Hybrid nocturnal demon-figures are attested in the German-speaking world long before the Thirty Years‘ War. The Münchener Nachtsegen (Munich Night Blessing), a Middle High German conjuration formula from the 13th–14th centuries (Bayerische Staatsbibliothek, Clm 615 / Cgm 270), already names a complex typology of night-beings — „alb vnde elbelin,“ „albes mutir trute vn mar“ — including a figure described as „alb mit diner crummen nasen“ (alb with your crooked nose), which constitutes the iconographic precursor to the Elwedritsch’s characteristic curved beak. Records from the monastery of Weissenburg in Alsace document the female personal name „Albthruda“ as early as 774 CE and „Albdrud“ in 788 CE, attesting to the cultural presence of the Albdrude concept in the early medieval period. Seebach’s migration model is therefore unable to account for these pre-Reformation attestations.

Second, the cross-cultural distribution problem. Structural analogues to the Elwedritsch are found across unconnected cultural contexts: the Newfoundland „Old Hag,“ the Scandinavian Mara, the Japanese Kanashibari, the Slavic Mora, and the Bavarian Wolpertinger all share the key features of nocturnality, hybrid animality, uncatchability, and association with sleep disturbance. The geographic spread of these figures cannot be explained by Palatine emigration. A theoretical model that has global explanatory scope is needed. Seebach’s approach, centered on a specific confessional migration, is structurally unable to provide this.

Third, the explanatory gap in persistence mechanisms. Even granting Seebach’s account of how the Elwedritsch was consolidated and regionally distributed in the post-Reformation period, the question of why it survived and thrived over subsequent centuries, including its transformation into a comic-ritual figure and its current vitality as a regional identity symbol, remains unanswered. Migration theory describes transmission but not the cognitive and cultural selection pressures that favor certain figures over others.

Against these limitations, Bausinger’s methodological critique applies directly to Seebach: the focus on documentable transmission routes, while legitimate, comes at the cost of neglecting anthropological, psychological, and cultural-semiotic continuities that operate at a deeper level.

3. The Psycho-Memetic Framework

3.1 Theoretical Architecture

The psycho-memetic approach proposes that the Elwedritsch is best understood not as a transmitted mythological artifact but as a culturally specific crystallization of universal cognitive and psychological mechanisms. The framework integrates four components, here designated HADD-CCT-BVT-DIT, each addressing a distinct explanatory level.

3.2 HADD: The Cognitive Origin of Night-Demons

Justin Barrett’s concept of the Hyperactive Agency Detection Device describes the human cognitive tendency to over-attribute intentional agency to ambiguous stimuli (Barrett, 2004, p. 31). This disposition is evolutionarily plausible: the cost of a false negative (failing to detect a real predator) vastly exceeds the cost of a false positive (detecting an agent where none exists). HADD therefore biases perception toward agent-attribution under conditions of uncertainty, darkness, sensory ambiguity, or emotional arousal.

Sleep paralysis provides precisely these conditions in concentrated form. The neuropsychological phenomenon — in which subjects regain consciousness during the REM-atonia phase, experiencing movement paralysis, chest pressure, intense anxiety, auditory and visual hallucinations, and a felt sense of threatening presence — has been documented across cultures and millennia. David Hufford’s foundational study of the Newfoundland „Old Hag“ demonstrated that the phenomenology of sleep paralysis experiences is cross-culturally consistent, and that „the experience precedes the belief tradition“ (Hufford, 1982, p. 245). Cultural traditions do not generate the experience; they provide interpretive frameworks for recurring somatic and perceptual events.

Within the psycho-memetic framework, HADD and sleep paralysis together explain the initial cognitive step in the Elwedritsch’s genealogy: the recurrent experience of a threatening nocturnal presence, perceived under conditions of maximum agency-detection sensitivity, generates a narrative demand for a named, shaped entity. The hybrid, partly zoomorphic character of the figure reflects the fragmentary perception characteristic of sleep paralysis states — neither fully human nor fully animal, consistent with no established taxonomy.

Pascal Boyer’s complementary theory of Minimally Counterintuitive Concepts (MCI) explains why the resulting figures are particularly memorable and culturally transmissible (Boyer, 2001, p. 54). Figures that largely conform to familiar ontological categories but violate them in a small number of salient ways occupy an optimal cognitive niche: familiar enough to be processed fluently, deviant enough to attract sustained attention and resist forgetting. The Elwedritsch — essentially bird-like, but with six legs, webbed feet, antlers, and a disproportionate beak — exemplifies this structure.

3.3 CCT: The Control Function of Naming and Ritual

The Compensatory Control Theory, developed by Aaron Kay and colleagues, proposes that humans have a fundamental need for perceived order, predictability, and personal control (Kay et al., 2008). When this need is threatened — by experiences of uncontrollability, uncertainty, or chaos — individuals compensate by constructing or reinforcing symbolic order systems.

Within the Elwedritsch genealogy, CCT explains a specific cultural operation: the act of naming and narrative elaboration. An unnamed, unformed nocturnal terror is psychologically less manageable than a named creature with a known form, a habitat (the forest), characteristic behaviors, and established countermeasures. The attribution „that was the Elwedritsch“ reduces existential complexity: the unknown acquires a name, a shape, and a narrative. This is not irrationality; it is a functional tool for psychological stabilization.

The Elwedritsch hunt extends this logic. Structurally, the hunt represents a symbolic reversal of the original power relation: the human, formerly the passive victim of a nocturnal attacker, now becomes the pursuer of a harmless creature in a controlled, communal setting. The control deficit generated by sleep paralysis or nocturnal anxiety is compensated by a ritual enactment of mastery — even, crucially, an obviously fictional one.

3.4 BVT: The Comic Turn and Its Adaptive Value

Peter McGraw and Caleb Warren’s Benign Violation Theory holds that humor arises when a situation is simultaneously apprehended as a norm-violation and as harmless — that is, when something appears „wrong, unsettling, or threatening“ but „simultaneously okay“ (McGraw & Warren, 2010, p. 1142). Crucially, both perceptions must co-occur: pure threat produces fear; pure harmlessness produces indifference; the combination produces humor.

The transformation of the Elwedritsch from a threatening Albdrude variant to a comic folk figure is explicable within BVT as a successful cultural entrapment of residual anxiety within a humorous frame. The creature retains its structural deviance (hybrid form, biological implausibility, taxonomic violation) while losing its genuine threat capacity. The result is a figure that operates permanently in the zone McGraw and Warren identify as optimal for humor production. The Elwedritsch hunt institutionalizes this double valence: the uninitiated participant experiences genuine disorientation in the nocturnal forest setting, while the initiated community maintains ironic distance. The violation is preserved; the harm is neutralized.

BVT also explains a key longitudinal observation: humoristically transformed figures tend to outlast their unhumorized counterparts. Serious night-demon figures that were never subjected to comic reframing — and numerous such figures exist in the historical record — have generally disappeared from living tradition. The Elwedritsch’s extraordinary cultural longevity is, on this analysis, partly a function of its successful transformation into a benign violation. Humor makes cultural transmission pleasurable and socially reinforcing rather than merely obligatory.

3.5 DIT: Cultural Selection and Memetic Persistence

The Dual Inheritance Theory framework, as developed by Richerson, Boyd, and colleagues, treats culture as an evolutionary system with its own inheritance mechanisms, selection pressures, and fitness criteria (Richerson & Boyd, 2005). Richard Dawkins’s earlier concept of the „meme“ — a culturally transmitted unit of information that reproduces, varies, and is subject to selection, analogously to the gene (Dawkins, 1976, p. 206) — provides a complementary vocabulary.

Applied to the Elwedritsch, DIT explains why the figure has persisted across radical transformations of its social and media environment while structurally analogous figures have vanished. The Elwedritsch possesses high memetic fitness along multiple dimensions simultaneously: emotional salience (the conjunction of fear and humor), narrative openness (no canonical textual fixation, permitting regional variation and individual elaboration), identity-marking function (as a symbol of Palatine cultural distinctiveness), and media flexibility (reproduced in oral tradition, print, tourist culture, digital media, and festival practice). Dan Sperber’s observation that cultural representations are not mechanically transmitted but continuously reconstructed in communication — his „epidemiology of representations“ — applies directly: the Elwedritsch survives not because any particular version of it is faithfully preserved but because the underlying functional template — hybrid, nocturnal, uncatchable, the object of a collective ritual — is sufficiently robust to generate locally appropriate variants across changing cultural environments (Sperber, 1996).

Susan Blackmore’s formulation is pertinent here: „Memes spread because they are good at getting copied“ (Blackmore, 1999, p. 6). The Elwedritsch is copied because it delivers simultaneous payoffs across multiple motivational registers: it manages anxiety, marks community membership, produces humor, and provides an opportunity for the ritual initiation of newcomers.

4. Historical-Linguistic Evidence for the Albdrude–Elwedritsch Transformation

The psycho-memetic framework requires not only theoretical plausibility but historical grounding. The following traces the morphological and semantic transformation from Albdrude to Elwedritsch through available primary sources.

4.1 The Albdrude Complex

The compound Albdrude (also AlpdrudelAlbdruckAlptrude) designates the confluence of two distinct night-demon traditions. Alb (Old High German alpalb) refers to the pressure-demon associated with the experience of sleep paralysis — the being that „sits on“ the sleeping person, causing the characteristic chest weight and movement paralysis. Drude (also TruteDrut) designates a witch-like nocturnal figure capable of entering through locked apertures and oppressing sleepers. The Münchener Nachtsegen documents both figures in proximity: „alb vnde elbelin,“ „albes mutir trute vn mar.“ The iconographic detail of the „crooked nose“ (crummen nasen) in the same text foreshadows the Elwedritsch’s curved beak.

Ludwig Bechstein’s Deutsches Sagenbuch (1853) employs the term Alptrude, confirming the currency of the compound in mid-nineteenth century German narrative tradition. The Pfälzisches Wörterbuch records the phonologically related regional forms Albdricke and Alwedricke.

4.2 The Transformation Sequence

Two morphological lines of development can be reconstructed:

Line 1: Albdrude → Albdrudche → Elbentrötsch → Elbedritsch → Elwedritsch

Line 2: Albdricke (pfälz. „Albdrücken,“ i.e., the action of the Alb’s nocturnal pressure) → Albdruck → Albdrickche → Albedrickche → Albedrickelche → Elwedritsch

Both lines converge on the same outcome. The diminutive suffixes appearing in Line 2 (-che-kelche) are of particular theoretical interest: they enact, at the phonological level, the process of miniaturization that the psycho-memetic framework identifies as a key phase in the figure’s cultural transformation. The threatening Albdrude is literally made smaller in the act of naming it.

Additional morphological contributions may include Early New High German Drutschel (an unattractive woman; also, as a term of endearment, a small child) and Early New High German albern (16th century), meaning „to act irrationally“ — both associations reinforcing the semantic drift toward comic diminishment.

4.3 The Miniaturization Phase and its Diagnostic Significance

The psycho-memetic framework interprets miniaturization as a specific cultural operation with both cognitive and social functions. By reducing the Albdrude to chicken-size and exiling it to the forest, the figure is simultaneously made less threatening and given a precise, manipulable spatial location. Wittgenstein’s point about the therapeutic function of philosophical clarification has a folk-cultural analogue here: naming a fear and giving it a shape and location renders it psychologically manageable. The Druddekopp conjuration formula from Pennsylvania German „Braucherei“ tradition (hexerei/folk healing practice) — which subdued night-demons by assigning them impossible tasks — represents the logical predecessor of the hunt ritual: the demon is rendered harmless not by destruction but by containment within a game-like frame.

The banishment to the forest is also culturally diagnostic. Apotropaic symbols (Drudenfuß, pentagram; hexafoil) were affixed above doors and windows specifically to prevent entry — indicating that the Albdrude was originally feared as a domestic, not woodland, creature. The forest exile is therefore a late feature, coinciding with the transition from threatening demon to comic folktale figure. This chronological inference is supported by the Banat German dialect evidence: the Wörterbuch der banaterdeutschen Mundarten (Vol. 2, Munich 2020, pp. 240–241) preserves usage in which Elbetrische retain the original power relation — they hunt humans („Geh nor ne schlofe, glei kumme die Elbetrische“), and „du aldi Elbetrisch“ (you old Elwedritsch) functions as an equivalent for „you old witch“ — while in the Palatinate homeland the figure had already completed its comic transformation. The diaspora, departing in the early 18th century, carried an earlier, more threatening version of the figure; the homeland subsequently advanced further along the transformation sequence.

5. The Elwedritsch Hunt as Empirical Validation of BVT

The Elwedritsch-Jagd (Elwedritsch hunt) deserves treatment not merely as a colorful custom but as an observable social practice whose structure encodes, and thereby provides evidence for, the theoretical mechanisms proposed.

5.1 Structure of the Hunt

In the canonical form of the practice, an uninitiated participant — typically a newcomer to the community, a tourist, or a young person — is taken into the forest at night by initiated community members, equipped with a sack and lantern, and instructed to crouch silently and wait for an Elwedritsch to run into the sack. The initiators leave, the participant waits in growing discomfort, and the „capture“ never materializes. The humor lies in the gap between the participant’s growing awareness that no creature is forthcoming and the social pressure to maintain the fiction.

5.2 BVT Structure of the Hunt

The hunt satisfies all three conditions of the Benign Violation Theory simultaneously. The norm-violation component is multiple: the assertion that a biological impossibility (a hybrid flying-walking-swimming creature) inhabits local forests violates rational plausibility; the nocturnal isolation of the participant violates social norms of care toward guests; the deception itself violates conversational norms of sincerity. The „benign“ component is equally structural: the participant is surrounded by known community members in a known geographic setting; physical safety is assured; the deception is reversible and socially sanctioned.

Critically, the Benign Violation Theory predicts that successful humor requires the simultaneous apprehension of both components — not sequential awareness (first frightened, then relieved) but a characteristic double consciousness in which the violation and its harmlessness are held together. The hunt is designed precisely to produce this effect: the participant’s growing conviction that the hunt is absurd does not fully extinguish the residual discomfort of nocturnal isolation, and the blend of these registers — anxious certainty that there is no Elwedritsch, residual sensory responsiveness to the dark forest — is the specific affective profile that generates the humor response.

5.3 The Hunt as Symbolic Inversion and Social Integration

The Benign Violation Theory analysis intersects here with the ritual theory tradition. The hunt displays the structural features of a rite of passage in van Gennep’s sense: the participant is temporarily separated from the community, placed in a liminal state (nocturnal forest, unclear ontological status of the creature), and reintegrated through shared laughter. Victor Turner’s concept of communitas — the egalitarian solidarity produced by shared liminal experience — is relevant: the hunt generates a form of community that transcends everyday social distinctions by including all members in a shared epistemological joke.

The hunt also instantiates the symbolic power-reversal that CCT analysis identifies as functionally central to the Elwedritsch figure as a whole. The original relationship — human as passive victim of nocturnal attacker — is structurally inverted: the human actively pursues the creature, which is now evasive rather than aggressive, harmless rather than threatening, and finite (it is in the forest, catchable in principle) rather than omnipresent. This inversion does not eliminate the original anxiety — the nocturnal forest setting precisely reactivates it — but frames it within a controllable, reversible, communally managed social performance.

6. Comparative Analysis

The psycho-memetic framework generates predictions about the cross-cultural distribution of structurally analogous figures. If the Elwedritsch’s key features — nocturnality, hybrid animality, uncatchability, association with sleep disturbance, progressive comic transformation — derive from universal cognitive mechanisms (HADD, CCT, BVT) interacting with a universal somatic experience (sleep paralysis), then structural analogues should be independently attested across unrelated cultural contexts.

The evidence supports this prediction. The following table summarizes key comparative cases:

RegionFigureNight-demon featuresHybrid formMock-hunt practice
NewfoundlandOld HagYes (sleep paralysis)PartiallyNo
ScandinaviaMaraYes (sleep paralysis)PartialAttested
JapanKanashibariYes (sleep paralysis)NoNo
Slavic regionsMoraYesPartialAttested in some regions
Bavaria/AlpsWolpertingerMarginalYesYes (tourist context)
FranceDahuNoYesYes
Spain/PortugalGamusinosNoYesYes
ItalyGatta MoraPartialYesPartial
N. America (PA German)Snipe huntNoN/AYes

The table reveals a spectrum: figures like the Newfoundland Old Hag and Japanese Kanashibari retain the original sleep-paralysis phenomenology in relatively direct form; figures like the Bavarian Wolpertinger and French Dahu have largely shed the threatening night-demon layer and exist primarily as the object of mock-hunt practices. The Elwedritsch occupies a historically attested intermediate position: documented in its threatening phase (Banat diaspora), transitional phase (Pennsylvania, early 18th century), and fully comic phase (contemporary Palatinate).

This gradient itself constitutes evidence for the transformational sequence the psycho-memetic framework proposes. The variation between cultural instances is not random but follows a predictable pattern: figures that have been longer established in stable, prosperous, urbanizing communities tend to show more advanced comic transformation; figures in diaspora or rural communities at greater distance from modernizing centers tend to preserve older, more threatening features. This pattern is consistent with BVT’s prediction that humorous reframing is a culturally adaptive strategy that increases under conditions of social security and decreases under conditions of genuine threat.

7. Falsifiability and Empirical Predictions

A theoretical framework in cultural studies achieves credibility partly through the precision and testability of its predictions. The psycho-memetic framework, unlike the Grimmian continuity thesis or pure diffusionist models, generates specific empirically checkable claims.

Prediction 1 (HADD): Societies or historical periods characterized by higher ambient threat levels, lower control over environmental uncertainty, and lower scientific knowledge of sleep neurophysiology should produce a higher density of threatening night-demon figures, and these figures should be more closely connected to reported experiences of sleep paralysis. This prediction is consistent with the available historical evidence: the peak of Drude and Alb belief in German-speaking regions coincides with the Thirty Years‘ War period and the witch-persecution era, both periods of extreme social instability and perceived loss of individual control.

Prediction 2 (CCT): Apotropaic ritual elaboration — the development of countermeasures, protection formulas, and symbolic control practices — should be more intense for figures associated with sleep paralysis than for figures not so associated. The documented richness of protective practices against Albdruden (Drudenfuß symbols, conjuration formulas, the Trotterkopf/Druddekopp tradition) is consistent with this prediction.

Prediction 3 (BVT): Humoristically transformed creature-figures should show greater cultural persistence across generations than structurally comparable figures that remain purely threatening. This is a comparative historical prediction: a systematic survey of regional night-demon figures across the German-speaking world should reveal that figures for which mock-hunt or comic transformation practices are attested survive at a significantly higher rate into the contemporary period than figures without such practices.

Prediction 4 (DIT): Cultural figures that combine high emotional salience, narrative flexibility, identity-marking function, and media adaptability should show greater geographic and temporal persistence than figures lacking these properties. The Elwedritsch’s diaspora persistence (Pennsylvania, Brazil, Banat) relative to comparable regional figures that did not survive emigration provides a natural experiment for testing this prediction.

The Null Hypothesis: The null hypothesis of the HADD-CCT-BVT model states that a figure like the Elwedritsch would fail to emerge or persist if: (a) human cognition did not exhibit the HADD tendency to attribute agency to ambiguous nocturnal stimuli; (b) there were no psychological drive to compensate for experienced loss of control; (c) humorous reframing conferred no fitness advantage on threatening narrative figures; or (d) cultural selection operated randomly rather than favoring figures with high emotional salience and narrative adaptability. Each of these conditions is independently implausible given the available evidence, but each is in principle testable through cross-cultural comparative methods.

8. On the Relationship to Seebach: A Theoretical Resolution

The foregoing analysis allows a more precise characterization of the relationship between Seebach’s model and the psycho-memetic framework than a simple opposition.

Seebach’s approach operates at the level of historical transmission — the specific mechanisms by which beliefs were carried, consolidated, and regionally distributed in a particular cultural moment. The psycho-memetic framework operates at the levels of cognitive origin and cultural selection — the universal mechanisms that generate such beliefs and determine which variants persist across generations and geographic contexts.

These levels are not mutually exclusive. It is entirely consistent to hold, simultaneously, that (a) the Elwedritsch’s specific regional form was consolidated through the confessional and demographic dynamics of post–Thirty Years‘ War Palatinate society, as Seebach argues; and (b) this regional consolidation itself was made possible by the activation of pre-existing cognitive mechanisms (HADD, sleep paralysis processing) and was shaped by cultural selection pressures that favor emotionally salient, narratively flexible, humoristically adaptable figures.

The critical point is one of explanatory priority and scope. Seebach’s model cannot explain why hybrid night-demon figures occur cross-culturally; it cannot explain why the Elwedritsch survived while structurally analogous regional figures did not; and it cannot explain why the specific transformation from threatening demon to comic hunt-object enhanced rather than extinguished the figure’s cultural vitality. The psycho-memetic framework addresses all three questions.

Seebach’s contribution, properly situated, is best understood as a documentation of one historically specific activation event within a much longer and broader cultural process. The Swiss Pietist framework provided a particular symbolic vocabulary (biblical purity categories, Reformed demonology) that partially restructured an older narrative template. It did not create the template.

9. Conclusion

The Elwedritsch is not a mythological fossil, a regional curiosity, or a product of seventeenth-century Protestant migration. It is an extraordinarily successful cultural attractor whose persistence derives from the systematic interaction of universal human cognitive dispositions (agency detection under uncertainty, compensatory control-seeking, the humor-generating potential of controlled norm violation) with locally adaptive cultural strategies (miniaturization, forest exile, mock-hunt ritualization, identity-marking).

The psycho-memetic framework proposed here situates the Elwedritsch within a theoretical vocabulary capable of generating cross-cultural predictions and empirically testable hypotheses. In doing so, it demonstrates that regional folk figures need not be confined to descriptive genres: they reward — and in some cases require — explanatory frameworks from cognitive science, evolutionary psychology, and cultural evolution theory.

The implications extend beyond Palatinate folklore. The methodological approach developed here — integrating HADD, CCT, BVT, and DIT within a cultural-semiotic analysis of a specific figure’s historical transformation — is applicable to structurally analogous figures across European regional traditions. The Bavarian Wolpertinger, the French Dahu, the Slavic Mora, and their congeners await analogous treatment. In each case, the theoretical hypothesis will be the same: the figure’s persistence is a function not of historical accident or genealogical transmission but of its capacity to deliver, in culturally specific form, a universal set of cognitive and affective payoffs.

The Elwedritsch, in this light, is not merely a charming peculiarity of Palatinate culture. It is a particularly well-documented instance of a general truth about the cultural life of fear: that anxiety, when it cannot be eliminated, survives most successfully by learning to laugh at itself.

References

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Jim Schlegel – Der Möglichmacher

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Jim Schlegel beim 17. Deutsch-Pennsylvanischen Tag in Eberbach (Neckar) im Jahr 2023

Im Jahr 2026 wurde Jim Schlegel die Ehrenmitgliedschaft im Deutsch-Pennsylvanischen Arbeitskreis e.V. verliehen. Und das aus gutem Grund: Seit vielen Jahren ist der Bürgermeister der Stadt Kutztown (PA) eine wichtige Schaltzentrale in der Zusammenarbeit zwischen „hiwwe“ und „driwwe“. Selbst Dialektsprecher, hat er ein großes Interesse am Austausch über den Atlantik hinweg. Und gleichzeitig gelingt es ihm vor Ort, die Universitätsstadt Kutztown mit ihrem studentischen Milieu mit dem ländlichen, pennsylvanisch-deutschen Umland zu verbinden. Das ist keine leichte Aufgabe, denn manchmal fühlt es sich an, als sei mit der „Kutztown University“ ein UFO in dem kleinen Städtchen gelandet. Die Uni startete 1866 als Ausbildungsstätte für angehende Lehrer, die den pennsylvanisch-deutschen Kindern englisch beibringen sollten. Ein Schulgesetz von 1834 hatte die englische Sprache als Unterrichtssprache gestärkt. Es galt, Anspruch und Wirklichkeit in Einklang zu bringen.Während historische Vereine und Bürger darum bemühen, die Geschichte und die bürgerlichen Strukturen zu erhalten und auszubauen, braucht die Universität schlicht Platz: für neue Gebäude, für Sportfelder etc. – das birgt Konflikte. So muss sich das „Pennsylvania German Cultural Heritage Center“ immer wieder darum bemühen, dass nicht Teile seines Areals Baseball-Feld werden. Jim Schlegel ist hier ein wundervoller Verbindungsmann, dem der Ausgleich gelingt. Deshalb wurde er erst vor kurzem erneut zum Bürgermeister gewählt – ein Amt, das er selbst als sein „last adventure“ beschreibt.

Ich habe Jim bereits 2010 kennengelernt, als er noch nicht Bürgermeister war. Zwei Jahre später durfte ich vor dem Stadtrat darum werben, das pennsylvanisch-deutsche Erbe in der Stadt Kutztown prominenter öffentlich zu machen. Ein erstes Projekt – drei Schilder an Ortseingängen mit der Aufschrift „Wilkum zu Kutzeschtettel“ hatten wir im Deutsch-Pennsylanischen Arbeitskreis e.V. zu diesem Zeitpunkt in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Lions Club bereits umgesetzt.

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Bei einem Vortrag vor dem Stadtrat in Kutztown – im Hintergrund links Jim Schlegel (2012)

Mühlen mahlen bekanntlich langsam, und so dauerte es noch ein paar Jahre, bis Nachfolgeprojekte starten konnten. Entscheidend war, dass sich die Gemeinde Altrip bei Ludwigshafen aufgrund der Filmdokumentation „Hiwwe wie Driwwe – Pfälzisch in Amerika“ (2019) entschied, Kutztown eine Städtepartnerschaft anzubieten. Im Jahr 2020 wurde diese – nach einem initialen Startprojekt mit Brieffreundschaften über den Atlantik – offiziell besiegelt. Und auf einmal wurde manches möglich, was vorher undenkbar schien. Der Deutsch-Pennsylvanische Arbeitskreis e.V. stellte Gelder zur Verfügung, und Kutztown installierte mehrere zweisprachige Schilder (Pennsylvanisch-Deitsch / Englisch) im Stadtgebiet.

2023 kam Jim Schlegel mit seinen beiden Söhnen nach Altrip und nahm am 17. Deutsch-Pennsylvanischen Tag in Eberbach am Neckar teil. Der Austausch ist weiterhin freundschaftlich, und weitere Projekte scheinen möglich. Wir bleiben dran.

Der Pennsylvanier