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Freitag, Juni 05, 2020

Unterwegs im Liliental

Ich habe hier schon so richtig lange nichts mehr über Ausflüge oder Wanderungen geschrieben.. klar, inzwischen sieht das auch  meist ein bisschen anders aus. "Wandern" mit Kleinkind sieht anders aus, langsamer, gemütlicher - entweder weil das Kindelein nicht so lange laufen mag/kann oder weil die Eltern es nicht so lange in der Kraxe tragen können/mögen und/oder das Kindelein dann auch gar keine Lust mehr hat. Aber raus gehen wir trotzdem weiterhin gern. Es gibt soo viel zu entdecken!

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Vor zwei Wochen waren wir im Liliental bei Ihringen im Kaiserstuhl unterwegs - berühmt für seine wilden Orchideen, von denen wir dann auch zahlreiche gesichtet haben - und für die Sammlung von exotischen und seltenen Bäumen. So lohnt sich ein Besuch auch außerhalb der Orchideenblütezeit (Mai - Ende Juni).

Als geübte Ausflugsbloggerin hätte ich mal die Infotafel fotografieren können, tat es aber nicht ;). Es gibt drei gekennzeichnete Rundwege durchs Tal - einen ganz kurzen unter 1 km, einen ca. 3,5 km langen Weg über Forst, Wald- und Wiesenwege (eher mit geländegängigem Kinderwagen oder Trage zu empfehlen) und einen ca. 5 km langen Weg. Wir nahmen den mittleren. Wir waren zusammen mit einer verwandten und befreundeten Familie unterwegs - da motivierten die Jungs sich dann auch gegenseitig.

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Schon ziemlich am Anfang das erste richtig große Highlight: eine Lösswand zum Klettern, Bohren, Hämmern. Eine echte "Baustelle", wie sie die Kinder nennen - die Trennung davon fällt, wie erwartet, sehr schwer.

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Dabei gibt es doch noch mehr zu sehen! Der Weg führt uns über blühende Wiesen, vorbei am Waldvöglein, Pyramidenwurz und durch kleine Wäldchen von lauter unterschiedlichen Birken (Mongolische Birke - was für eine tolle Stammzeichnung!) und Eichen hin zu den Mammutbäumen.

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Hier trennen sich kurz unsere Wege - ein kleiner Teil macht sich noch (ohne Kinder) auf zur Besteigung des Neunlindenturms. Schöne Aussicht in Richtung Vogesen und Schwarzwald!

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Am Ende des Weges wartet der andere Teil schon am schönen Spielplatz beim Gasthof Zur Lilie. Auf dem Spielplatz und auch am Weg gibt es immer wieder schöne Picknickplätze, so dass man den Ausflug auch mit recht wenig Wanderzeit gut ausdehnen kann. Uns hat es sehr gut gefallen - wir kommen bestimmt wieder!

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Liliental bei Ihringen
Parkplatz: ist ausgeschildert - fürs Navi z.B. Lilienhof 7, Ihringen eingeben
Und hier noch ein Link zum Flyer mit Wanderwegbeschreibung

Donnerstag, Juli 27, 2017

Unterwegs: Wandern auf dem Feldbergsteig

Bei 36°C am Hochrhein zog es mich letze Woche hoch in den Schwarzwald - genauer gesagt auf "den Höchsten", den Feldberg, mit 1493 Meter der höchste aller deutschen Mittelgebirgsgipfel.

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Der Feldbergsteig ist ein als Premiumwanderweg ausgezeichneter Weg, der am Haus der Natur startet und dann auf den Feldberg, runter Richtung Zastler Loch - Raimartihof - Feldbergsee und wieder hoch zum Haus der Natur führt und dabei jede Menge Hütten tangiert. Perfekt für Einkehrwanderer ;).
Ich habe bislang immer gute Erfahrung mit den Premiumwegen im Schwarzwald gemacht, sie sind für gewöhnlich sehr gut augeschildert und abwechslungsreich. Beim Feldbergsteig war überall zu lesen, dass er häufig überlaufen ist - in der Hauptwandersaison würde ich durchaus, wenn irgendwie möglich einen Wochentag anpeilen. Ich bin den Steig Mittwochs gelaufen und hatte den Weg oft für mich alleine, nur an bestimmten Knotenpunkten begegnet man mal wirklich mehreren Menschen, fand ich sehr angenehm.
Ein weiterer Pluspunkt für mich - der Startpunkt ist gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen - ab Basel mit der S-Bahn nach Zell im Wiesental, weiter mit dem Bus über Todtnau zum Feldberg.

Raus aus dem Bus gehts kurz über einen wenig attraktiven Weg an der Skipiste enlang, bald zweigt aber ein kleiner Pfad Richtung Bismarckdenkmal und Feldbergturm ab. Überall wo man hinsieht steht der Gelbe Enzian.

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Oben pfeift der Wind ganz schön, Alpensicht hat man heute leider keine. Also halte ich mich nicht allzu lange an der Bergstation der Seilbahn auf (mit Kindern könnte man das erste Stück auch gut mit ebenjener zurücklegen) und laufe weiter auf einer Art Hochplateau Richtung Feldberggipfel. Immer wieder wunderbare Wiesen und Ausblick auf die anderen Schwarzwaldgipfel, wie hier auf den Belchen.

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Wenn man genau hinsieht, kann man allerlei Pflanzen entdecken, hier z.B. Augentrost - ist mir vorher auch noch nie aufgefallen.

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Nach dem Abstieg vom Gipfel bestünden auch schon erste Einkehrmöglichkeiten - die St. Wilhelmer Hütte (Mittwoch Ruhetag) liegt direkt am Weg, die Todtnauer Hütte wäre mit einem kleinen Alternativweg zu erreichen. Mir ist das noch zu früh, ich laufe weiter, hinab ins Zastler Loch, hier wachsen massig Heidelbeeren und alles blüht und grünt.

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Auch an der Zastler Hütte besteht Einkehrmöglichkeit. Mir immer noch etwas früh, außerdem gehts danach erstmal wieder den Berg hoch. Schön gesessen hätte man aber auf alle Fälle!

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Nach einem kurzen Anstieg erreicht man schon die nächste Einkehrmöglichkeit, die Baldenweger Hütte. Auch hier lasse ich mich noch nicht nieder - ich habe auf der Karte des Raimartihofs vorab Brägele mit Bibbeleskäs entdeckt, die ziehen mich magisch an.
Doch erst folgt noch das schönste Stück des ganzen Weges - der Pfad  führt über Treppchen und Brückchen an einem kleinen Bach durch urwaldartigen Wald. So schön!

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Dann noch ein, zwei Kilometer auf eher langweiligem Forstweg und der Raimartihof ist erreicht. Der Gashof ist in einem riesigen, alten Schwarzwaldhaus untergebracht, die schattige Terasse und der Biergarten locken. Aber auch die Wirtsstuben sahen sehr gemütlich aus. Ich genieße Brägele (Bratkartoffeln) mit Bibbeleskäs (eine Art Quark) und trinke Wasser mit selbstgemachtem Holunderblütensirup. Wunderbar! Für den Apfelstrudel ist leider kein Platz mehr im Bauch, weiter gehts - wobei der allergrößte Teil des Weges schon erledigt ist.

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Kurz nach dem Raimartihof erreicht man auch schon den Feldsee. Wunderschön liegt er da, leider besteht Badeverbot - ein seltener Unterwasserfarn hat hier sein Zuhause, den es wohl nur noch im Feld- und Titisee gibt. Wollen wir ihn mal nicht stören.

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Nach dem Feldsee gehts dann nochmal in Serpentinen steil über einen steinigen Weg nach oben, vielleicht sogar das anstrengendste Stück des ganzen Weges - jedenfalls das einzige Mal, dass ich ins Schwitzen komme. An der Talstation der Feldbergbahn hat man dann aber nochmal diverse Möglichkeiten, sich mit einem kühlen Getränk zu belohnen, während man auf den Bus wartet... ein rundum gelungener Wandertag!

Länge: ca. 12,5 km
Höhenmeter: 500-600 m hoch und wieder runter
Dauer: angegeben waren 4.15 bis 5 Stunden, ich habe incl. kurzen Fotopausen, excl. Einkehr ca. 4 Stunden gebraucht.
Hier auch nochmal der Link zur Tour auf outdooractive.com

Sonntag, Juli 02, 2017

Wandern im Tessin: Vom Monte Tamaro auf den Monte Lema

Als zweite größere Wanderung hatten wir uns einen echten Klassiker ausgesucht: die Gratwanderung vom Monte Tamaro auf den Monte Lema (hier kann man sich sogar ein kurzes Video dazu angucken). An der Talstation des Tamaro noch ein banger Blick gen Himmel - grau und bewölkt sah es auch, einige Wettervorhersagen sprachen auch von Regen und/oder Gewitter. Drum kauften wir erstmal nur das einfache Ticket auf den Tamaro - die freundliche Dame erzählte uns, dass wir auch in Lema noch problemlos Abfahrticket und Bus zurück buchen könnten, der Preis sei der Gleiche wie für das Kombiticket.

Oben angekommen erste Freude: Wir sind schon über den Wolken und genießen die Aussicht auf Wolkenmeer und Gipfel. Diese Aussicht versüßt uns auch den wegetechnisch etwas langweiligen (Schotterweg) Aufstieg bis zur Capanna Tamaro. Bis hierher alles auch gut mit Turnschuhen machbar, danach würde ich zu Wanderschuhen raten.

Startpunkt ist die Alpe Foppa, Bergstation der Tamaro-Seilbahn. Hier zu besichtigen: die moderne Kirche Santa Maria degli Angeli von Mario Botta.

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Inzwischen ist auch die Sonne rausgekommen - Terasse der Capanna Tamaro. Sie sieht so schön und einladend aus - nur sind wir immer viel zu früh für eine Einkehr hier..

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Hier sieht man schön, wie sich der Weg, der ab hier in einen Pfad übergeht weiter Richtung Tamaro (der zweite Berg in der Mitte ists) windet.

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Auch hier säumen blühende Alpenrosen den Weg.

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Das letzte Stück ist steil, dann ist der Gipfel erobert - Monte Tamaro, 1960 Meter hoch. Kurz haben wir den Gipfel ganz für uns alleine, anfangs auch noch mit atemberaubender Aussicht auf Berge und Seen. Dann schiebt sich die Wolkenwand direkt auf uns zu.. und wird uns den Rest der Wanderung auch weiterhin begleiten. Hier oben waren wir vor drei Jahren schon einmal, wir gucken in den Himmel und beschließen - diesmal gehen wir den Grat!

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Ab hier gehts immer hoch und runter, mal gehen wir knapp über der Wolke, mal in der Wolke, mal kriecht sie vor unseren Augen über den Grat. Nur kurz reißt die Decke auf und gibt Ausblicke frei - die ganz grandiose Aussicht können wir heute leider nur erahnen. Trotzdem - und gerade deshalb aber auch eine sehr faszinierende Stimmung. Und der Weg ist heute alles andere als überlaufen. Immer wieder begegnen einem kleine Gruppen, aber man ist fast immer allein unterwegs.

Wir nehmen auch noch den Monte Gradicchioli (1936 m) mit, danach gibts bis zum Monte Lema keine größeren Anstiege mehr. Man kommt an der Wanderung übrigens an zwei Selbstbedienungsstationen vorbei - in einem kleinen Häuschen kann man sich mit gekochten Eiern, gekühlten Getränken und Ziegenkäse der nahen Alpe eindecken (zwischen Bassa di Indemini und Mt. Gradicchioli müsste die gewesen sein) , die andere Station steht am Passo Agario - eine richtig schöne Hütte mit Bänken vor der Türe - sehr einladend, würden wir nicht gerade mitten in der Nebelwand stehen.

Auf dem Bergrücken des Monte Gradicchioli

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Und immer weiter über den Grat..

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Nochmal ein kurzer Anstieg, dann ist die Bergstation des Monte Lema mit Einkehrmöglichkeit erreicht. Wir packen erstmal den zweiten Teil unsere Vesper aus dem Rucksack und futtern. So richtig hübsch ist es nicht und wir wollen natürlich auch noch auf den echten Gipfel des Monte Lema - also nochmal ein paar Höhenmeter hinauf, dann steht man am ziemlich überdimensionierten Kreuz auf dem Gipfel auf 1620 Metern Höhe. Und tatsächlich - es reißt auf und wir gucken auf den Luganer See herab. Panoramatafeln zeigen uns, wie es sonst hier aussieht..
Dann sehen wir zu, dass wir in die Seilbahn kommen - es befindet sich noch eine ganze Gruppe Modellflugzeuflieger auf dem Berg, die wollen bestimmt auch noch ins Tal.

Die Seilbahn mit 3 Kabinen fährt alle 30 Minuten ins Tal - letzte Fahrt (Dauer ca. 10 Minuten) ist um 17.30. Wir nehmen die um 16.30 Uhr und genießen in Miglieglia noch einen Kaffee, bevor uns der Shuttle-Bus um 17.15 wieder zurück nach Rivera zur Talstation des Monte Tamaro bringt. Eine tolle Wanderung, die ich gerne - dann vielleicht mit mehr Ausblick - auch ein zweites Mal gehen würde.

Wir haben für die knapp 13 km, ca. 1060 Höhenmeter ungefähr 5,5 Stunden benötigt, incl. Pausen. 
GPS-Daten usw. gibts auch bei outdoor active - hier wird die Tour allerdings andersherum, vom Monte Lema auf den Tamaro begangen.

Donnerstag, Juni 29, 2017

Wandern im Tessin: Von Rasa auf den Pizzo Leone

Fast zwei Wochen ist es jetzt schon wieder her, dass ich ein paar Wandertage mit einer lieben Freundin im Tessin verbringen konnte. Die Männer mussten leider arbeiten (und sind vielleicht nicht ganz so berglustig wie wir), also haben wir uns alleine auf den Weg gemacht.

Zwei Wanderungen möchte ich auch hier auf dem Blog vorstellen - vielleicht ists ja eine Anregung für den ein oder anderen? Die erste führt ins Centovalli - Startpunkt ist das Bergdorf Rasa, das nur zu Fuß oder per Seilbahn erreicht werden kann. Von dort wollen wir auf den Pizzo Leone. Die Fahrt mit der kleinen Self-Service-Seilbahn (Automat unten, einsteigen, beim zweiten Piep gehts los, geknipst wird oben) ab Verdasio macht jedenfalls schon mal Lust und Laune.

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Kurz gehts durch schöne Dörfchen Rasa, in dem man sich auch noch länger aufhalten könnte, wir haben vorher schon etwas getrödelt und sollten so langsam los - immerhin wollen wir auch abends gerne wieder mit der Seilbahn ins Tal fahren (letzte Fahrt um 18 Uhr) und nicht laufen.

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Abwechslungsreich führt der Pfad über Wiesen und den Weiler Monti - ab den zerfallenen Häusern von Termine gehts im Wald dahin. Wir sind dankbar, die Sonne scheint und es ist ziemlich warm, da ist Schatten nicht gerade ungelegen.

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Der Pfad fällt teilweise in einigen Kehren recht steil auf der einen Seite ab, wir haben damit keine Probleme. Die erste größere Steigung gibts am Ende des Waldes, bald darauf sieht man zum ersten Mal den See - an unserem Wandertag wars leider ziemlich diesig, allzuviel sieht man nicht. Weiter über eine Weide mit Hochlandrindern (denen ist heut sicher auch schön warm), die sich im Schatten von Bäumen drängen. Dann immer weiter über die Alpe die Naccio und ein Meer an blühenden Alpenrosen - so toll, ich hab sie noch nie zur Blütezeit erwischt.

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Das erste Gipfelkreuz steht bei Pkt. 1499m, auch wenn hier eigentlich kein Gipfel ist. Tolle Aussicht gibts allerdings. Ab jetzt immer aufwärts, das letzte Stück zum Gipfel gehts über Steinplatten, die Sonne knallt, aber nach gut 40 Minuten sind wir oben - Pizzo Leone, 1659 m. Von hier genießen wir das herrliche Bergpanorama und beobachten große Schmetterlinge. Außer uns ist niemand hier - überhaupt, wir begegnen auf der ganzen Wanderung etwa 4 anderen Grüppchen, sehr angenehm..

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Der Abstieg ist dann ziemlich steil, wir sind froh um unsere Wanderstöcke und noch froher, als wir irgendwann wieder an der Kreuzung Termine stehen. Ab hier gehts auf bekanntem Weg zurück in Richtung Rasa.

Wer lieber steiler auf- als absteigt, der sollte die Tour evtl. ab Termine umdrehen, also den steileren Aufstieg wählen und dann etwas bequemer über die Alpe di Naccio absteigen, die Aussicht wäre schöner (Blick Richtung See) und der Großteil des Aufstiegs im Schatten.

Eine Erfrischung am Brunnen in Rasa - für einen Grottobesuch langts leider nicht mehr. Der nette Mann von der Seilbahn erkennt uns wieder und fragt wies war - eine richtig schöne Wanderung. Fürs nächste Mal empfiehlt er uns den Gridone (2189m) - da müssen wir dann aber früher aufstehen ;).

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Die Tour ist auf outdooractive beschrieben, ist ca. 12 km lang. 954 m hoch und wieder runter - beschriebene Gehzeit 4.45 Std. Wir haben gute 4,5 Std incl. Foto-, Trink- und Gipfelpause gebraucht.

Montag, Mai 01, 2017

Wandern im Schweizer Jura - Auf die Belchenflue

Mal wieder ein Eintrag aus der Rubrik Frau Kochfrosch wandert :). Als Ziel habe ich mir dieses Mal die Belchenflue (Schweizer Belchen) im Schweizer Jura auserkoren. Die Bilder sind von letzter Woche Sonntag - da lagen noch ein paar leichte Schneereste am Gipfel, sonst zieht aber auch hier der Frühling gerade ein - blühende Schlüsselblumenfelder, Sumpfdotterblumen, Veilchen.. es war wunderschön!

Ich habe mich an dieser Tour hier orientiert: Von Langenbruck gehts auf die Belchenflue, ich habe die Tour dann dann (nicht ganz geplant...) etwas verlängert und bin nicht via Hof Schattenberg schon wieder abgestiegen, sondern bin dem Pfad weiter zur Lauchflue gefolgt. Von dort bis zum Pkt. Rebhang und dem Wanderweg Richtung Langenbruck über Schöntal zurück nach Langenbruck.

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Nach den ersten Metern durchs Dorf steigt man erst eine Teerstraße bergan, dann gehts über Weiden (viele Weiden, auf der ganzen Tour quert man ständig Gatter - so früh im Jahr weidete hier aber noch niemand), kurz mal auf einer Forststraße neben einem glucksenden Bach und schließlich relativ steil über einen Waldpfad bis kurz unter den Gipfel.

Am Hang des Ruchen begegnen einem auch schon die ersten Überreste der Fortifikation Hauenstein - hier lag eine der drei wichtigsten Verteidigungslinien der Schweiz im ersten Weltkrieg. Jede Menge Bunkeranlagen, bestens erhaltene Schützengräben und Beobachtungsposten zeugen davon und begegnen einem entlang der Wanderung immer wieder - durchaus spannend.

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Vom 1099 hohen Gipfel muss die Aussicht bei gutem Wetter sagenhaft sein - heute ist es leider etwas diesig und die Alpenkette kann man nur erahnen. Auf den Gipfeln treffe ich auf andere Wanderer - dazwischen ist die Strecke sehr angenehm menschenleer..

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Wanderweg und Schützengraben Spitzenflüeli

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Beobachtungsposten Lauchweid (heute Lauchflue) - mit gutem Blick in Richtung Deutschland und Frankreich..

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Nahe des Grates zieht sich der Wanderweg durch Buchenwälder, hier oben haben die Bäume noch nicht ausgetrieben.

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Immer wieder tolle Ausblicke!

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So langsam beginnt der Abstieg - geplant war die Wanderung ja etwas kürzer, ich habe allerdings am Pkt. Rebhang festgestellt, dass ich nur in die Richtung Rebhang hätte laufen sollen und nicht bis dorthin. Macht aber gar nichts - das Wegstück war sehr schön, mit der Lauchflue hatte man nochmal einen zweiten Gipfel und die 3 km mehr machen die Wanderung für mich eher attraktiver. Würd ich genauso wieder machen!

Hier sieht man auch nochmal die Belchenflue - der markante, spitze Gipfel mittig-rechts im Bild. Immer wieder faszinierend, wo man vor 1-2 Stunden noch war!

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Beim Abstieg kommt sogar die Sonne raus..

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In Schöntal kann man noch die Westfassade der ehemaligen Kloserkirche Schöntal bewundern - dem ältesten erhaltenen rein romanischen Bauwerks der Schweiz. Und dann ist man auch gleich wieder in Langenbruck - eine richtig schöne Tour war das. Abwechslungsreiche Wege, Lost Places, Aussicht, Gipfel - alles was ich mag!

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Wanderfakten:
Langenbruck - Belchenflue - Lauchflue - Schöntal - Langenbruck
ca. 13 km
ca. 700 Höhenmeter, höchster Pkt. Belchenflue 1044 m
Dauer: 4 Stunden incl. Pause und kurzen Fotopausen