Letzte Woche durfte ich die Armutskonferenz in Österreich besuchen. Ich habe mich definitiv in Salzburg verliebt.
Die Armutskonferenz war eindeutig sehr spannend und informativ. Armut macht ja nicht an den Ländergrenzen halt und Armut ist einfach ein weltweites Problem. Und auch hier waren Gesundheit und Bildung die zwei Themen im Gespräch mit Anderen. Auch wenn das Bildungssystem in Österreich ganz anders ist, beeinflusst dort auch Bildung den weiteren Lebensweg.
Ich konnte mir aus einer Reihe von Werkstätten eine aussuchen. Ich habe mich für Niemals vergessen statt Brandmarkung
als „Minderleister“ & „Asoziale“ entschieden. Spätestens als ich das Schlagwort Nationalsozialismus gelesen hatte. Und das war eindeutig die richtige Entscheidung, auch wenn mich auch andere Werkstätten angesprochen haben.
Mich beschäftigen heute noch die Geschichten, die ich dort hören durfte. Die Enkelin einer „Asozialen“ erzählte über ihre Oma, die von den Nazis in Ravensbrück ermordet wurde. Eine andere Frau berichtete von ihrem Großonkel, der auch von Nazis in Flossenbürg ermordet wurde und sie weiß erst seit ein paar Jahren mehr über eben diesen Großonkel. Und eine weitere Frau erzählte von ihren Großeltern, die als Widerstandskämpfer in KZs waren. Und die Geschichte der Opfer zieht sich bis ins Leben dieser 3 sehr starken Frauen. Die zum Teil heute noch ausgegrenzt werden, weil ihr Angehörigen als „Asoziale“ eingestuft waren.
Das hat mir noch mal einen anderen Blickwinkel auf die NS-Zeit geliefert. Aber die Nazis waren und sind Arschlöcher überall.
Ich hab das Wort „Asoziale“ bewusst in „“ gesetzt. Mich stört das Wort enorm. Ich habe zwar wenig Geld, würde mich aber nicht als antisozial ansehen.
Auf der Fahrt und auch während der Veranstaltung hatte ich massig Zeit zum Stricken. Ich stricke gerne, weil ich mich dann besser konzentrieren kann. Wenn ich zu solchen und ähnlichen Veranstaltungen fahre, überlege ich auch immer, welches Projekt sich eignen würde.
Die Japanischen Handschuhe boten sich da förmlich an. Mindless Knitting und nicht zu groß. Dieses Paar entstand dann auch in Österreich. Und durfte letztes Jahr mit zu einer Geburtstagsfeier, damit ich dort jemand zum Modeln suchen konnte. Die Handschuhe blieben dann auch gleich dort, weil eine andere Freundin sie haben wollte.


Wie ihr seht, habe ich auch die ein wenig abgewandelt und haben einen Teil der Handschuhe im Rippenmuster gestrickt.
Mich findet ihr diese Woche bei folgenden Linkpartys: FrohundKreativ, Stricklust, DvD, HoM, Lieblingsstücke, Creativsalat, Nachteulen, HäkelnundStricken,






































