Armutskonferenz Österreich

Letzte Woche durfte ich die Armutskonferenz in Österreich besuchen. Ich habe mich definitiv in Salzburg verliebt.

Die Armutskonferenz war eindeutig sehr spannend und informativ. Armut macht ja nicht an den Ländergrenzen halt und Armut ist einfach ein weltweites Problem. Und auch hier waren Gesundheit und Bildung die zwei Themen im Gespräch mit Anderen. Auch wenn das Bildungssystem in Österreich ganz anders ist, beeinflusst dort auch Bildung den weiteren Lebensweg.

Ich konnte mir aus einer Reihe von Werkstätten eine aussuchen. Ich habe mich für Niemals vergessen statt Brandmarkung
als „Minderleister“ & „Asoziale“ entschieden. Spätestens als ich das Schlagwort Nationalsozialismus gelesen hatte. Und das war eindeutig die richtige Entscheidung, auch wenn mich auch andere Werkstätten angesprochen haben.

Mich beschäftigen heute noch die Geschichten, die ich dort hören durfte. Die Enkelin einer „Asozialen“ erzählte über ihre Oma, die von den Nazis in Ravensbrück ermordet wurde. Eine andere Frau berichtete von ihrem Großonkel, der auch von Nazis in Flossenbürg ermordet wurde und sie weiß erst seit ein paar Jahren mehr über eben diesen Großonkel. Und eine weitere Frau erzählte von ihren Großeltern, die als Widerstandskämpfer in KZs waren. Und die Geschichte der Opfer zieht sich bis ins Leben dieser 3 sehr starken Frauen. Die zum Teil heute noch ausgegrenzt werden, weil ihr Angehörigen als „Asoziale“ eingestuft waren.

Das hat mir noch mal einen anderen Blickwinkel auf die NS-Zeit geliefert. Aber die Nazis waren und sind Arschlöcher überall.

Ich hab das Wort „Asoziale“ bewusst in „“ gesetzt. Mich stört das Wort enorm. Ich habe zwar wenig Geld, würde mich aber nicht als antisozial ansehen.

Auf der Fahrt und auch während der Veranstaltung hatte ich massig Zeit zum Stricken. Ich stricke gerne, weil ich mich dann besser konzentrieren kann. Wenn ich zu solchen und ähnlichen Veranstaltungen fahre, überlege ich auch immer, welches Projekt sich eignen würde.

Die Japanischen Handschuhe boten sich da förmlich an. Mindless Knitting und nicht zu groß. Dieses Paar entstand dann auch in Österreich. Und durfte letztes Jahr mit zu einer Geburtstagsfeier, damit ich dort jemand zum Modeln suchen konnte. Die Handschuhe blieben dann auch gleich dort, weil eine andere Freundin sie haben wollte.

Wie ihr seht, habe ich auch die ein wenig abgewandelt und haben einen Teil der Handschuhe im Rippenmuster gestrickt.

Mich findet ihr diese Woche bei folgenden Linkpartys: FrohundKreativ, Stricklust, DvD, HoM, Lieblingsstücke, Creativsalat, Nachteulen, HäkelnundStricken,

Japanische Handschuhe Part 2

Nachdem ich nun mit dem Japanische Handschuhe Virus angefixt bin, habe ich gleich das 2. Paar gestrickt. Ganz so fix wie das 1. Paar waren sie dann doch nicht fertig. Beim 2. Handschuhe habe ich bei einem Videomeeting was falsch gemacht und konnte den ganzen Handschuhe wieder auftrennen.

Außerdem habe ich noch ein Großprojekt auf den Nadeln und war damit abgelenkt. Aber mich zog es trotzdem immer wieder zu den Handschuhen. Dieses Mal habe ich oben und unten ein Bündchen gestrickt und ich habe alles nur abgekettet, statt einen I-Cord zu machen. Ging eindeutig schneller.

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Dieses Mal habe ich dann auch versucht ein paar Tragefotos zu machen. Aber alleine ist das echt schwierig. Demnächst werde ich mal versuchen, ob ich nicht eine Hand für Fotos basteln kann. Und die nächsten Paare werden wahrscheinlich in der Bahn oder in Österreich entstehen – da werde ich sicher jemand zum Modeln überreden können!

Bessere Tragebilder gibt es aber auf alle Fälle im vorherigen Beitrag. Die habe ich, wegen der erhöhten Nachfrage, nun noch nachgeliefert.

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Und wir reihen uns nun bei folgenden Linkpartys ein: FrohundKreativ, DvD, HoM, Stricklust, MagicCrafts, Lieblingsstücke, Creativsalat, HäkelnundStricken, Nachteulen

Japanische Handschuhe Part 1

Japanische Handschuhe reizten mich schon lange. Ursprünglich war die Anleitung mal von Bernd Kestler, aber es gibt mittlerweile auch einige Abwandlungen. Da aber ich und Anleitungen ein wenig Thema für sich sind, stand ich dann irgendwann in Kikos Strickschule und äußerte den Wunsch, DAS möchte ich nun lernen.

So nadelten Kiko und ich unsere japanischen Handschuhe im Rahmen eines Mini-KAL an. Nachdem ich das Grundprinzip verstanden hatte, konnte ich alleine daheim weiter stricken. Die Handschuhe mit einem I-Cord zu beenden und die Seitennaht ebenfalls mit einem I-Cord zu schließen, kam mir dann beim Stricken im Sinn.

Ehrlicherweise dachte ich eher, das ist die einfachste Variante. Aber das zusammen stricken mit I-Cord hielt doch länger auf als gedacht.

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Gestrickt war das erste Paar super schnell und es macht eindeutig süchtig. Das nächste Paar habe ich schon auf den Nadeln und bereits Wolle für weitere Paare aus meinen Wollbergen raus gesucht.

Nur Fotografieren lassen sie sich nicht sooo schön. Ich brauche eindeutig ein Handmodel! An den Händen sehen sie nämlich echt Klasse aus.

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Auf vielfachen Wunsch habe ich nun ein wenig gemodelt :-)

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Körbchen für den Kongress Armut und Gesundheit

Ich hatte ja nun mehrfach vom Kongress Armut und Gesundheit berichtet. Ich hatte die Ehre und durfte das Abschlusspodium der Veranstaltung mitgestalten. Dort haben wir fleißig Mini-Söckchen verteilt, die zum zum Teil von mir gestrickt wurden.

Am Vortag des Kongress haben meine Kollegin und ich fleißig Armutslose gerollt und durch die Schlüsselringe der Söckchen gezogen. Auf den Armutslosen stehen Fakten zum Thema Armut. Hier ein Beispiel:

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Bei über 400 Söckchen war das schon ein wenig Arbeit und umso faszinierender war es, dann alle Söckchen mit den Armutslosen auf einmal zu sehen.

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Wir machten beim Abschlusspodium eine szenische Darstellung. Wir plauderten über den Kongress und unser Leben mit wenig Geld und daraus resultierenden Problemen und Sachlagen. Danach stiegen wir in Gespräche mit Politik, Wissenschaft und Sozialarbeit ein. Dabei bekamen die Vertreter einen Korb überreicht, in denen neben Armutslosen und Mini-Söckchen auch eine Forderung enthalten war.

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Dafür hatten meine Kollegin und ich jeweils 2 Körbchen gehäkelt.

Unsere szenische Darstellung war ein voller Erfolg. Das Publikum lauschte uns gespannt und hat mit uns gelacht und auch geweint. Zumindest begegnete mir im Anschluss eine Frau, die sich die Tränen weg wischte. Ich sprach sie an, dass hoffentlich nicht wir sie zum Weinen gebracht hatten? Sie meinte, doch, sie sei nah am Wasser gebaut.

Zum Abschluss wurden die Söckchen mit den Losen verteilt.

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Dabei bekam ich viele positive Rückmeldungen. Aussagen wie: „Ich war schon sooft beim Abschlusspodium des Kongress Armut und Gesundheit und das war das Beste!“ und „Das nächste Mal bitte auch das Eröffnungspodium“ – waren nur zwei der Reaktionen. Auch die Idee mit den Söckchen wurde sehr gelobt. Und auch Sozialarbeit, Wissenschaft und Politik und vor allem das Kongressteam, waren total zufrieden mit uns.

Mein Dank geht an das Kongressteam (und alle anderen Beteiligten), für diese wundervolle Möglichkeit und für den tollen Kongress. Außerdem natürlich an meine Kolleginnen: Wir waren ein Spitzenteam bei der Vorbereitung und Umsetzung! Dem Fotografen Andre´Wagenzik für die tollen Bilder. Und die vielen Strickerinnen der Söckchen <3

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Lauft erst mal in unseren Strümpfen

Ich hatte im Dezember ja bereits davon berichtet, dass ich das Abschlusspodium für den Kongress Armut und Gesundheit mit vorbereiten darf. Unter dem Motto Armut ist politisch, werden dort diverse Vorträge gehalten. Die Veranstaltung ist sowohl für Fachpersonal, wie auch Betroffene gedacht. Ich war da schon im letzten Jahr und habe dort sehr viel mitnehmen können. Mich betrifft das Thema halt auch, da ich aus gesundheitlichen Gründen leider in die Armutsfalle gefallen bin.

Das Abschlusspodium wird nun durch die AG Gesundheit der Nationalen Armutskonferenz gestaltet. Und da ich Teil der AG Gesundheit bin, darf ich da nun mitmischen. Wir haben da was ganz tolles geplant und werden in dem Rahmen auf unsere Situationen hinweisen. Außerdem werden wir zum Abschluss Mini-Söckchen als Schlüsselanhänger verteilen, die die Teilnehmer daran erinnern sollen, wie es sich in anderen Strümpfen läuft.

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Zusammen mit Freundinnen aus verschiedenen Strickkreisen, habe ich die letzten Tage, Wochen und Monate fleißig Socken gestrickt. Aus verschiedenen Regionen Deutschlands schickte man mir Söckchen zu – Danke an Euch an dieser Stelle. Die Strickkreise vor Ort trieb ich persönlich an :-) – auch an Euch noch mal vielen lieben Dank.

Und auch ich strickte und strickte und strickte. Egal wo, ich hatte Söckchen im Gepäck. Und die habe ich dann irgendwann mal gewaschen und durfte die zum Trocknen in der Werkstatt einer Freundin auslegen.

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Ein paar Tage später packte ich dann alle Söckchen, die ich von anderen hatte, zusammen und zog damit in die Werkstatt um. Dort habe ich mich mit 2 Freundinnen getroffen und wir hatten die Aufgabe, auf jedes Söckchen Schlüsselringe zu ziehen.

Aber erst mal musste ich alle Söckchen auf einem Haufen bewundern.

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Und natürlich mussten auch noch Bilder mit Söckchen und mir gemacht werden.

Und dann fädelten wir erst mal zu Zweit los. Die Dritte im Bunde kam dann auch noch dazu und brachte noch massig Mini-Söckchen mit. So machten wir dann zu Dritt weiter und Söckchen um Söckchen bekam einen Schlüsselring verpasst. Diese legten wir erst mal auf Häufchen je 10 Söckchen, zum besseren Zählen. An dieser Stelle Danke für die Unterstützung.

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Dann hatte ich noch den Wunsch, alle nebeneinander auszubreiten. Es wurde eingeworfen, man könne sie ja auch farblich sortieren. Auch das haben wir gemacht. Wobei das bei bunter Sockenwolle schon ein wenig schwieriger war. Aber so kam es dann zu diesem Bild.

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Und wer hat nun bereits gezählt, wie viele Söckchen da liegen? Ich lüfte das Geheimnis dann mal: 371 Mini-Söckchen liegen da auf dem Tisch. Da war dann mein Ehrgeiz geweckt und ich habe noch 29 gestrickt, damit ich 400 Mini-Söckchen habe.

Ich finde, das war ein sehr schönes gemeinsames Projekt und ich freue mich schon riesig darauf, die Söckchen zu verteilen.

Mein Dank geht an Alle, die mich unterstützt haben. Einen besonderen Dank geht an meine Kollegin und Freundin Y. und die KollegInnen der AG Gesundheit und dem Kongressteam vom Kongress Armut und Gesundheit!

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Drachenschwanz in Blau

Eigentlich gehört dieser Drachenschwanz in mein Tuchjahr letztes Jahr, denn ich hab den letztes Jahr bereits beendet. Da ich aber letzte Woche bereits angekündigt hatte, dass ich den demnächst mal zeigen werde: hier ist er :-)

Auch hier habe ich wesentlich mehr Zunahmen als Abnahmen gemacht. Er ist aber nicht so breit, wie der lilane Drachenschwanz, aber breiter als die „normalen“ Drachenschwänze. Man kann sich schon ein wenig darin einmuggeln.

Verarbeitet habe ich einen Gomitolo von Lana Grossa und der Drachenschwanz ist auch bereits im Verkaufskorb für die Wiesbadener Stricklieseln gelandet. Dort wird er sicherlich eine neue Besitzerin finden und der Erlös geht an die (private)Obdachlosenhilfe Wiesbaden.

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Lila Drachenschwanz

Als ich letztes Jahr in meinem Live-Stricktreff erzählte, dass ich nach Augsburg fahren würde, erzählte mir eine der Teilnehmerinnen, dass sie durch ein Wollgeschäft in Augsburg erst zum Stricken gefunden hat. Somit war klar, den Laden muss ich besuchen. Da lachte mich ein sehr schönes Lana Grossa Garn an. Ein Gomitolo – das Garn kam mir bekannt vor, denn ich hatte da schon für die Wiesbadener Stricklieseln was draus gestrickt. Bzw. vermute ich das, denn die Knäuel waren leider ohne Etikett.

Aus einem der Knäuel habe ich einen sehr schönen Drachenschwanz gestrickt, den ich dann verschenkt habe und leider immer noch darauf warte, dass ich Fotos davon bekomme. Ein weiteres Knäuel wurde zu einem Crazy Jane.Und ein weiterer Drachenschwanz sprang auch noch von der Nadel. Dazu demnächst mehr.

Als ich den letzten Drachenschwanz strickte, sagte eine Freundin zum wiederholten Mal, dass sie ja auch gerne mal einen Drachenschwanz stricken würde, aber ihr das Tuch zu schmal ist. Deshalb probierte ich nun ein wenig rum. Statt 1 Maschen am Reihenanfang, habe ich 3 Maschen zugenommen. Und alle 10 Rippen habe ich 10 Maschen abgekettet. So wurde der Drachenschwanz schön breit.

Der Drachenschwanz machte in meinem Strickkreis mal wieder die Runde. Irgendwie ist der auch echt zeitlos. Mein lila Drachenschwanz ist schon länger fertig. Am Samstag durfte er dann mit zum Live-Stricktreff und ich habe eine Freundin gefragt, ob wir eine Runde Fotos machen können.

Ich hatte vor Jahren schon mal einen lila Drachenschwanz gestrickt. Oder zumindest hielt ich das damals für einen Drachenschwanz. Wie ich heute weiß, hätte ich da schon an einer Seite zunehmen und an der anderen Seite abnehmen sollen. Ich hatte damals beides an der selben Seite gemacht. Und mir gefällt der heutige lila Drachenschwanz besser.

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Mein Sockenjahr 2026 – Hexagonsocken

Ich habe letztes Jahr mal wieder festgestellt, wie gerne ich Socken stricke. Leider geht das immer ein wenig zwischen anderen Projekten unter. Deshalb habe ich beschlossen, dass ich 2026 mindestens 12 Paar Socken stricken möchte. Und Socken kann man halt auch so gut mitnehmen. Das ist bei diversen Reisen definitiv praktisch.

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Nun hatte Kiko letztes Jahr jeden Monat ein Anleitungsvideo für Socken veröffentlicht. Unter anderem auch ein Anleitungsvideo für gehäkelte Hexagon-Hausschuhe. Die Idee finde ich generell Klasse, aber gehäkelt sind da halt recht viele Löcher drin und wenn schon Hausschuhe oder Haussocken, dann will ich die gerne ohne Socken tragen können. Und da sind Löcher halt wenig sinnvoll. Zumindest im Winter. Also beschloss ich, den Gedanken aufzunehmen und halt Hexagonsocken zu stricken.

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So wurden die Hexagonsocken mein Weihnachtsanstrick und da ich sie erst 2026 fertig bekommen habe, zählen sie in die Projekte 2026. Mit dem Stricken von Hexagons habe ich bereits Übung, da ich gerade auch einen Hexagonpullover – ebenfalls modifiziert nach einer Anleitung von Kiko, die daraus eine Jacke gemacht hatte, auf den Nadeln habe. Und so strickte ich fröhlich vor mich hin.

Die Arbeit schritt auch, dank doppeltem Faden, flott voran. Wir überlegten noch, bis wohin ich stricken muss. Mir kam dann die Idee, dass ich ja mal nachschauen kann, wie viele Maschen Opal für Socken aus 8fach Wolle vorgibt und die Zahl übernahm ich dann auch. Sprich der Abstand zwischen 2 Zunahmen hatte die angegebene Maschenzahl. Das im Maschenstich zusammen nähen, zog sich ein wenig, war dann aber auch erledigt. Und da probierte ich mein Werk mal an, denn es erschien mir schon recht groß. Es stellte sich heraus, dass ich gar keine Spitze mehr stricken muss, da die Socken eindeutig lang genug für meinen Fuß waren. Und der Schaft war auch lang genug, da habe ich dann nur abgekettet.

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Da ich dank Wassereinlagerungen recht stämmige Unterschenkel habe, sind mir die Hausschuhe da ein wenig eng. Aber man kann sie ja prima runter rollen, also passt das für mich. Ich hatte erst überlegt, beim zweiten Socken den Bund noch elastischer abzuketten, habe mich aber dann dagegen entschieden, da ich sonst ständig einen Hausschuh verlieren würde. Ich kenne mich ja. Die Ferse sitzt dagegen aber ganz gut.

Mir gefällt das Ergebnis sehr gut. Das Stricken empfand ich als sehr angenehm. Das Zusammennähen eher nicht. Deshalb fällt das Projekt für mich eher in die Sektion: Ich habs mal ausprobiert, muss das aber nicht noch mal haben. Aber vielleicht legt sich das beim Tragen auch wieder – mal sehen.

Ich habe mir für dieses Jahr vorgenommen, mal aufzuschreiben, wie viel Wolle ich so verarbeite. Ok, ich habe eine inoffizielle kleine Challenge mit meine Kolleginnen aus meinem Stricktreff gemacht. Dort habe ich auch den Input her und weiß, dass andere die fertigen Werke wiegen und das notieren. Sprich das Gewicht jeden Werks, dass man im laufenden Jahr beendet hat. Diese Hausschuhe haben stolze 120,55 Gramm.

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Mein kreativer Jahresrückblick

Das Jahr 2025 verbrachte ich sehr viel Zeit rund um die Nationale Armutskonferenz und u.a. der Organisation des Treffens der Menschen mit Armutserfahrung. So war ich dann mehrfach in Berlin und ich liebe die Stadt immer noch. Außerdem war ich in Augsburg, Köln, Dortmund, Frankfurt und Mainz. Und immer hatte ich mein Strickzeug mit dabei. Deshalb verwundert es wenig, dass ich einiges gestrickt und gehäkelt habe.

Um auch mal „länger“ beschäftigt zu sein, habe ich mich an Tücher gewagt. Und so strickte ich einige Tücher und habe außerdem auch eine Tuchanleitung geschrieben. Das wird in meinem Strickkreis sehr begeistert gestrickt, was mich sehr ehrt!

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2024 hatte ich große Probleme mit meinen Beinen. Arthrose, hieß es irgendwann. Die habe ich zum Glück im Griff. Aber meiner Hausärztin haben meine Beine so gar nicht gefallen und sie riet zur Lymphdrainage und zu Stützstrümpfen. Da ich erst seit Ende 2024 endlich wieder Wohngeld bekommen hatte, konnte ich mir Beides zusammen vorher nicht leisten. Die zogen dann im Frühjahr ein. Wir sind nicht die besten Freunde, aber im Sommer waren sie zwar warm, aber meinen Beinen ging es damit eindeutig besser. Aber nun brauchte ich lange, dünne Hosen. Die einfach unbezahlbar waren. So warf ich mal wieder die Nähmaschine an.

Außerdem schaffte es auch einer meiner Snoopystoffe unter die Nähmaschine. Und in meinem Strickkreis machten wir einen kleinen CAL und häkelten eine Jacke nach Anleitungen von Karin Morik. Und meinem Mamakikleid gönnte ich auch ein paar Reihen.

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Da Kiko bei Youtube eine Anleitungsrunde zum Thema Socken hatte und jeden Monat ein Muster vorgestellt und gezeigt hat, ließ ich mich ab und an auch mal anfixen. So strickte ich auch mal wieder Socken und ein paar wurden sogar fertig.

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Leider begann 2025 wie 2024 mit Demos gegen Rechts. Ich hatte bis vor Kurzem noch die Hoffnung, dass das 2026 mal ausfallen könnte, aber ich bin mir da nicht mehr so sicher und überlege schon, welches Projekt demotauglich sein könnte. Denn mein Motto ist weiter: Rechte Maschen, statt rechter Menschen!

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Und dann sind wir mal gespannt, was so kreatives 2026 entsteht. Ich werde wahrscheinlich nicht ganz so oft unterwegs sein, wie letztes Jahr. Aber stricken kann man ja überall.

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Kannst du in meinem Strümpfen laufen….?

Bei meinem Jahresrückblick habe ich kurz von meiner Arbeit im Orgateam für die Treffen der Menschen mit Armutserfahrung der Nationalen Armutskonferenz berichtet. In dem Zusammenhang stieß ich dann auch auf die AG Gesundheit – die es mir immer mehr angetan hat. Einen kleinen Einblick in die Arbeit der AG findet ihr hier.

Im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Orgateam bekam ich letztes Frühjahr auch die Chance, zum Kongress Armut und Gesundheit zu fahren. Das war eindeutig die Veranstaltung, die mich am meisten geprägt hat und ein paar der dort gehörten Dinge, kamen auch an anderen Stellen zum Einsatz.

Das Kongressteam hat über Umwege der AG Gesundheit angeboten, das Abschlusspodium zu gestalten. Und natürlich habe ich da gleich: Da bin ich dabei geplärrt. Ok, ganz so war es nicht. Es stand die Frage im Raum, wer denn von den Menschen mit Armutserfahrung sich zutraut was auf der Bühne zu machen. Und mir kann man halt nen Text geben und mich auf den Marktplatz stellen und ich halte dann auch mal ne Rede. Damit war dann klar, dass ich im Orgateam für das Abschlusspodium bin.

Im Rahmen der Planung kristallisierte es sich heraus, dass es schön wäre, dass in die Richtung: Lauft erst mal in unseren Schuhen! gestaltet werden könnte. Da Schuhe aufwendiger zu beschaffen sind, sind wir von Schuhen zu Strümpfen gekommen. Ich fragte dann mal vorsichtig, wie viele Besucher denn so in der Regel beim Abschlusspodium sind. So 300-400 Personen. Anmerkung am Rande: Der Kongress Armut und Gesundheit hat ca. 1000 Besucher, aus allen Gesellschaftsschichten. Wobei die Anzahl der Menschen mit Armutserfahrung definitiv geringer sein wird, als die Anzahl der Menschen, die eben ein Leben mit regulärem und ausreichendem Einkommen führen.

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Ich meinte dann so: Es wäre doch schön, wenn jeder Besucher der Abschlussveranstaltung eine Art Andenken bekommen würde. Wie es denn wäre, wenn wir jedem einen Mini-Socken als Schlüsselanhänger geben könnten. Ich hatte da so das Bild im Kopf, dass man sich dann daran erinnert, dass es eben auch Menschen gibt, die mit wesentlich weniger finanziellen Mitteln leben müssen. Und da ich genügend strickbegeisterte Menschen kenne, wäre es auch mein Problem da 300-400 Stück ran zu schaffen. Die Idee wurde aufgenommen. Auch wenn man zwischenzeitlich schon durchblicken ließ, dass ich bitte nicht enttäuscht sein sollte, wenn keiner die Söckchen haben möchte.

So rief ich in 2 Handarbeits-Communitys dazu auf, ob man Mini-Söckchen für mich stricken würde. Zweimal 50 sind hier schon via Post eingetrudelt – Danke noch mal an euch beiden! Ihr seid toll! Auch in einer Community vor Ort legte man los. Da habe ich die ersten auch schon erhalten – auch an euch noch mal Danke und ihr seid natürlich auch Spitze! Und ich selber bin natürlich auch immer mal wieder am Stricken der Mini-Söckchen. U.a. bei der oben genannten Deligiertenversammlung. Da kam schon die erste Anfrage einer AG Kollegin, ob sie auch eins haben kann. Klar kann sie, sehr gerne sogar. Ich glaube, ich brauche mir keine Sorgen machen, ob wir die Mini-Söckchen an Mann und Frau bekommen werden.

Da ich immer mal einen Anreiz brauche, habe ich auf Bluesky am 20.12. verkündet, dass ich bis zum Jahresende mindestens 50 dieser Mini-Söckchen stricken möchte. Die habe ich gestern tatsächlich erreicht. Und alle unterschiedlich. Nun muss nur noch ein Aufhänger dran, der Endfaden vernäht werden und Schlüsselringe aufgezogen werden.

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Gestrickt habe ich Toe Up. Ich bin zu zweifädig übergegangen, habe also 8fach Wolle verstrickt. Ich arbeite mit 14 Maschen. Als Ferse mache ich die Fishlipskiss-Ferse mit einer Mittelmasche (das müsste bei einer Bumerangferse an sich auch passen). Mittlerweile brauche ich knappe 20 Minuten für ein Söckchen. Und es ist eine wunderbare Möglichkeit Reste sinnvoll zu verwenden.

Da ich bereits vorher Söckchen gestrickt hatte, dürfte ich nun insgesamt 200 Söckchen daheim haben und ich weiß, dass da noch ein paar Damen fleißig am Stricken sind.

Ich reihe mich diese Woche bei folgenden Linkpartys ein: DvD, HoM, FrohundKreativ, HäkelnundStricken, Stricklust, MagicCrafts, Creativsalat, Lieblingsstücke