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FC Turin

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FC Turin
Vereinswappen des FC Turin
Basisdaten
Name Torino Football Club S.p.A.
Sitz Turin, Italien
Gründung 3. Dezember 1906
Farben granatrot
Präsident Urbano Cairo
Website torinofc.it
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Roberto D’Aversa
Spielstätte Stadio Olimpico Grande Torino
Plätze 28.177
Liga Serie A
2025/26 12. Platz
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Heim
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Auswärts
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Ausweich

Der Torino Football Club, kurz Torino FC oder Torino, im deutschsprachigen Raum bekannt als FC Turin, ist ein 1906 gegründeter italienischer Fußballverein aus der piemontesischen Hauptstadt Turin. Weitere Bezeichnungen sind I Granata („Die Granatroten“) und Il Toro („Der Stier“).

Der Torino FC ist siebenfacher Italienischer Meister und fünffacher Italienischer Pokalsieger. Heimspielstätte des Vereins ist das Olympiastadion Turin.

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Foot Ball Club Torino im Jahr 1907
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Alfredo Dick, Mitgründer und erster Präsident des Torino FC.

Im Jahr 1900 fusionierten der FC Torinese und Internazionale Torino, die neue Mannschaft behielt vorerst den Namen Football Club Torinese. Sechs Jahre später schlossen sich einige frühere Spieler von Juventus Turin unter der Führung des Schweizers Alfredo Dick, der dort als Präsident entmachtet worden war, dem Football Club Torinese an. Gemeinsam gründete man am 3. Dezember 1906 den Foot Ball Club Torino.[1]

Die erste nationale Meisterschaft wurde wegen des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs aberkannt. Der Meistertitel der Saison 1926/27 wurde Turin nachträglich aberkannt, als herauskam, dass Abwehrspieler Luigi Allemandi vom Lokalrivalen Juventus Turin im Vorfeld eines Derbys bestochen wurde. Spieler und Trainer dieser legendären Anfangszeit des FC Turin war zwischen 1906 und 1924 der spätere Weltmeistertrainer Vittorio Pozzo, der dem Verein bis an sein Lebensende eng verbunden blieb. Er baute in seiner Zeit als Nationaltrainer von 1929 bis 1948 häufig auf die Spieler seines Heimatklubs. In einem Länderspiel stellte er in die Anfangsformation einmal elf Spieler aus Turin – zehn vom FC und einen von Juventus. In der Saison 1927/28 gewann der Klub erstmals den italienischen Meistertitel, den Scudetto. Zur Saison 1936/37 wurde der Vereinsname in Associazione Calcio Torino geändert, da die faschistischen Machthaber keine ausländischen Wörter in Vereinsnamen duldeten.

Il Grande Torino

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Die als Grande Torino bekannte Meistermannschaft des Torino F.C. hier 1948, etwa ein Jahr vor der Tragödie von Superga.
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Oper von Ermanno Eandi zum 50. Jahrestag der Tragödie

Seine erfolgreichste Periode erlebte der Verein zwischen 1942 und 1949. Die Mannschaft dieser Zeit, unter Führung des Mannschaftskapitäns Valentino Mazzola, ging als Grande Torino in die Fußballgeschichte ein und gilt bis heute als eine der besten, die jemals in der Serie A spielte. Der AC Turin gewann zwischen 1943 und 1949, unterbrochen durch den Zweiten Weltkrieg, fünf Meistertitel in Folge und stellte damit den von Juventus aufgestellten Rekord der ersten Hälfte der 1930er Jahre ein. Der letzte dieser fünf Titelgewinne zählt dennoch zum traurigsten Kapitel der Vereinsgeschichte. Bereits am fünftletzten Spieltag sicherte man sich durch ein 1:1 beim Hauptverfolger Inter Mailand den Scudetto, den Ausgleich schoss Valentino Mazzola kurz vor Abpfiff. Aufgrund dessen gab es eine Reise nach Portugal, wo ein Freundschaftsspiel gegen Benfica Lissabon stattfand. Auf dem Rückflug am 4. Mai 1949 wurde die Fiat G.212 der Avio Linee Italiane im dichten Nebel wenige Meter unterhalb der Basilika von Superga in den gleichnamigen Hügel über Turin geflogen. Fast alle Spieler der Mannschaft kamen ums Leben, ebenso Funktionäre des Vereins und drei begleitende Journalisten. Von der Mannschaft des Grande Torino überlebte nur Sauro Tomà, der die Reise nach Lissabon wegen einer Verletzung nicht angetreten hatte. Die Saison wurde von der A-Jugend zu Ende gespielt.

Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts

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Die Meistermannschaft der AC Torino im Jahr 1975

Der Verein erholte sich nicht mehr von diesem Verlust. Nach einem Jahrzehnt der Mittelmäßigkeit stiegen sie 1959 in die Serie B ab, nach einem Jahr aber wieder in die Serie A auf. Von den frühen 1960ern bis in die späten 1980er erzielten die Turiner gute Ergebnisse in der Serie A.

Den einzigen Meistertitel seit der Zeit des Grande Torino gewann der Toro in der Saison 1975/76 mit folgendem Kader (in Klammern sind die Spiele und Tore angegeben): Torhüter: Luciano Castellini (29/-), Romano Cazzaniga (3/-) – Abwehr: Roberto Salvadori (30/-); Roberto Mozzini (29/-); Vittorio Caporale (28/-); Nello Santin (25/-); Fabrizio Gorin (12/1); Giuseppe Pallavicini (4/-); Marino Lombardo (3/-) – Mittelfeld: Patrizio Sala (30/-); Eraldo Pecci (29/2); Claudio Sala (29/1); Renato Zaccarelli (28/4); Roberto Bacchin (1/-) – Sturm: Paolino Pulici (30/21); Francesco Graziani (29/15); Salvatore Garritano (5/1) – Trainer: Luigi Radice.[2]

Zur Saison 1978/79 wurde der Verein in Torino Calcio umbenannt. Seit dem Ende der 1980er wechselte man zwischen der Serie A und Serie B hin und her, ohne weitere Erfolge zu erzielen, abgesehen vom Gewinn der Coppa Italia 1993 und dem Mitropapokal 1991.

Aber auch in ihren schlechtesten Jahren lieferten I Granata legendäre Spiele in den sogenannten Derby della Mole gegen den Lokalrivalen Juventus.

Aktuelle Entwicklungen

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Dem sportlichen Aufstieg in die Serie A zur Saison 2005/06 nach drei Jahren Zweitklassigkeit folgte schnell die Ernüchterung: Am 25. Juli 2005 entschied das Sportgericht des Fußballverbandes, Torino Calcio, zusammen mit dem FC Messina, keine Serie-A-Lizenz zu erteilen, weil beide Vereine enorme Schulden angehäuft hatten. Während der italienische Gerichtshof für Sportfragen in Rom die Entscheidung im Fall von Messina revidierte, bestätigte er die Lizenzverweigerung für Torino. In Summe hatte der Verein 34 Millionen Euro an Verbindlichkeiten beim Finanzamt. Nachdem eine Bürgschaft vorgelegt wurde, die rund die Hälfte dieser Schulden abdecken sollte, stellte sich heraus, dass diese Dokumente gefälscht waren. Dennoch durfte Turin in der Saison 2005/06 in der Serie B antreten, nachdem sich neue Investoren gefunden hatten. Jedoch stellte sich heraus, dass auch einige Bürgschaftspapiere gefälscht waren und der Torino einen Schuldenberg in Höhe von ca. 80 Millionen Euro hatte. Diese Last führte zu der Insolvenz des Klubs, es gab wenig Aussichten für eine Rettung des Klubs.

In der Saison 2005/06 schaffte der neu gegründete FC Turin dennoch den Erstliga-Aufstieg. Im entscheidenden Relegations-Rückspiel wurde die AC Mantova vor knapp 60.000 Zuschauern im gut gefüllten Stadio delle Alpi mit 3:1 besiegt, nachdem man das Hinspiel in Mantua mit 2:4 verloren hatte. Konnte der Klub in den Spielzeiten 2006/07 und 2007/08 noch knapp den Abstieg entrinnen, musste der Klub am Ende der Saison 2008/09 als Tabellenachtzehnter wieder den Gang in die Serie B antreten. Nach drei Jahren in der Serie B folgte zum Ende der Saison 2011/12 der erneute Aufstieg in die Serie A.

Nach einem 16. Platz in der Saison 2012/13 fand sich Torino in der Serie A gut wieder und schaffte es in der darauffolgenden Saison 2013/14 den siebten Platz zu belegen. Dabei platzierte man sich unter anderem vor dem punktgleichen AC Mailand. Torino war zur Teilnahme an der Qualifikation UEFA Europa League 2014/15 berechtigt und qualifizierte sich auch direkt über je zwei Duelle gegen IF Brommapojkarna (3:0 a; 4:0 h) und RNK Split (0:0 a; 1:0 h). Torino wurde der Gruppe B zugelost, wo gegen den FC Brügge, den FC Kopenhagen und HJK Helsinki angetreten werden musste. Mit elf Punkten erreichte Torino den zweiten Platz hinter Brügge und stieg damit ins Sechzehntelfinale auf. Dort traf man auf Athletic Bilbao, das man knapp schlagen konnte (2:2 h; 2:3 a). Knapp verloren hatte man wiederum im Achtelfinale gegen Zenit St. Petersburg (0:2 a; 1:0 h).

In den darauffolgenden Saisons konnte Torino aber nie vollends überzeugen. Die Liga beendete man meist auf Platz 9, in der Saison 2015/16 reichte es gar nur für Platz 12. Auch in der Coppa Italia war Torino nur selten in der K.O.-Runde präsent. Die beste Leistung brachte der italienische Traditionsklub in der Saison 2017/18, als man das Viertelfinale erreichte. Dort musste man sich aber mit 0:2 dem Stadtrivalen Juventus geschlagen geben.

In der Saison 2018/19 erreichte Torino erneut Platz 7 in der Serie A und durfte damit an der Qualifikation zur UEFA Europa League 2019/20 teilnehmen. Nachdem man sich gegen Debreceni Vasutas (3:0 h; 4:1 a) und Schachzjor Salihorsk (5:0 h; 1:1 a) deutlich durchsetzte, musste man sich den Wolverhampton Wanderers (2:3 h; 1:2 a) geschlagen geben.

In den Spielzeiten 2019/20 und 2020/21 verfiel Torino in eine Schwächephase. Die Leistungen hinkten den Erwartungen deutlich hinterher und man musste um den Klassenerhalt bangen. Unter anderem verlor Torino zum Jahresbeginn 2020 sieben Pflichtspiele in Folge. Darunter sind auch eine 0:7-Heimniederlage gegen Atalanta Bergamo und eine 2:4-Niederlage im Viertelfinale der Coppa Italia gegen den AC Mailand vertreten. Auch nach dem Ansetzen der COVID-19-Pandemie konnte Torino seine Leistungen nur teilweise aufbessern. Am Ende beendete der Klub die Saison auf Platz 16 und mit einer Niederlagenquote von über 50 % (20 der 38 Ligaspiele wurden verloren).

Auch die darauffolgende Spielzeit 2020/21 verlief alles andere als nach Plan. Nur sieben Ligaspiele hatte Torino in dieser Saison gewonnen, sechzehn endeten remis. Nur achtmal spielte der Klub zu Null und gewann hierbei nur vier Spiele. Mit 69 Gegentoren war es außerdem die Saison mit den meisten Gegentoren seit dem letzten Wiederaufstieg in die Serie A. Torino beendete die Saison auf Platz 17 und mit 37 Punkten, was dem niedrigsten Punktestand seit dem Wiederaufstieg in die Serie A entspricht.

Die Leistungen besserten sich erst mit der Saison 2021/22. Seither hält sich Torino konstant auf Rang 10, bleibt in der Coppa Italia aber weitestgehend unauffällig. In ebenjener Saison 2021/22 erreichte Torino zumindest das Viertelfinale, wo man mit 1:2 der AC Fiorentina unterlag.

Spiel- und Trainingsstätten

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Historische Spielstätten

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Die erste wirkliche Heimat fand der FC Turin 1926 im Stadio Filadelfia, in dem man bis 1963 spielte. Bis heute hängt das Herz der Tifosi am alten Filadelfia, das die Heimstätte des Grande Torino war. Trotz immer wiederkehrender Pläne, es zu restaurieren und wieder zur Spielstätte des FC Turin zu machen, wurde es mittlerweile abgerissen.

Von 1963 bis 1990 trug der Klub seine Heimspiele im Stadio Comunale mit Platz für ca. 65.000 Fans aus, das man sich mit dem Lokalrivalen Juve teilte. 1990 erfolgte der Umzug ins für die Weltmeisterschaft 1990 neu errichtete, ca. 69.000 Zuschauer fassende, Stadio delle Alpi, das man sich wiederum mit Juventus teilte. Jedoch war das im Norden Turins liegende Stadion wegen der schlechten Sichtbedingungen für Zuschauer bei Anhängern beider Lager äußerst unpopulär.

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Olympiastadion Turin

Ab der Saison 2006/07 trugen beide Turiner Klubs ihre Heimspiele wieder im alten Stadio Comunale aus, das ca. 29.000 Zusehern Platz bietet, anlässlich der Olympischen Winterspiele 2006 komplett modernisiert wurde. Seit der Saison 2011/12 spielt nur noch der FC Turin in diesem Stadion, da Juventus in sein neu gebautes Juventus Stadium umgezogen ist, welches auf dem Grund des Stadio delle Alpi steht. Im April 2016 wurde die Spielstätte in Stadio Olimpico Grande Torino umbenannt, in Erinnerung an die Mannschaft der Grande Torino.

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Fankurve des Torino FC (2006)

Die 1951 gegründete Gruppierung Fedelissimi Granata des FC Turin gilt als der wahrscheinlich wichtigste Vorläufer der italienischen Ultra-Bewegung. In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre wurde ebenfalls beim FC Turin mit dem Zusammenschluss der Commandos Fedelissimi die erste Gruppierung ins Leben gerufen, die sich einen vom Guerillakrieg inspirierten Namen gab. Einem Beispiel, dem bald weitere Gruppen in Italien folgten.[3]

Der FC Turin sieht sich selbst als den wahren Verein der Stadt, was sich in Aussagen wie „Wir Turiner lieben den Stier, nur er repräsentiert diese wunderbare Stadt“ widerspiegelt.[4] Hierzu ist anzumerken, dass das Wappentier sowohl der Stadt als auch des Vereins ein Stier ist. Und tatsächlich befindet sich die Stadt mehrheitlich in der Hand der Fanszene des FC Turin.[5]

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Freundschaftsschal von
Torino und Fiorentina

Die intensivste und langjährigste Fanfreundschaft besteht seit den 1970er Jahren mit den Fans des AC Florenz. Sie entstand aufgrund der gemeinsamen intensiven Abneigung gegenüber Juventus Turin, dem Erzrivalen beider Teams.[6][7]

Eine weitere Freundschaft besteht zum CFC Genua, die allerdings nach rund 30-jähriger Dauer einen ernsthaften Schaden nahm und zu zerbrechen drohte. Am 24. Mai 2009, dem vorletzten Spieltag der Saison 2008/09, gastierte der CFC Genua beim FC Turin. Für beide Vereine ging es um viel: Genua hatte noch die Gelegenheit, sich für die Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League zu qualifizieren (was stattdessen dem ebenfalls mit dem FC Turin befreundeten AC Florenz gelang) und der FC Turin benötigte einen Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt (er stieg am Saisonende in die zweite Liga ab). Kurz vor Spielende stand es 2:2, ehe dem argentinischen Stürmer Diego Milito in der 89. Minute der Siegtreffer für Genua gelang. Im Anschluss kam es zu Handgreiflichkeiten zwischen den Spielern und einer aufgeheizten Stimmung im Stadion.[8] Nach dem drei Jahre später erfolgten Wiederaufstieg des „Toro“ kam es am 16. Dezember 2012 erstmals wieder zu einem Punktspiel zwischen den beiden Vereine und einer erneuten Annäherung ihrer Fangruppen.[9]

Auf internationaler Ebene besteht eine Fanfreundschaft mit Manchester City[10][11] sowie mehrere Vereinsfreundschaften, die bereits seit Jahrzehnten bestehen. Eine dieser Freundschaften auf Vereinsebene besteht mit Benfica Lissabon und entstand 1949. Am 3. Mai 1949 bestritt Il Grande Torino auf Einladung von Benfica ein Freundschaftsspiel in Lissabon, das 3:4 verloren wurde.[12] Auf dem Rückflug nach Turin am 4. Mai 1949 kam es zum tragischen Flugunfall von Superga, bei dem alle Passagiere (darunter fast die komplette Stammformation des Grande Torino) ums Leben kamen.

Eine weitere Vereinsfreundschaft besteht mit dem argentinischen Verein River Plate. Nachdem er die Nachricht von dem Flugunfall vernommen hatte, entschied Antonio Vespucio Liberti, seinerzeit Präsident von River Plate, dass seine Mannschaft nach Italien reisen möge, um ein Benefizspiel zu Gunsten der Familien der Opfer zu bestreiten und Solidarität mit dem FC Turin zu zeigen. Das Spiel, in dem die Mannschaft des FC Turin durch eine Ligaauswahl symbolisiert wurde, fand am 26. Mai 1949 statt und endete 2:2.[13] Seither bestehen freundschaftliche Kontakte zwischen beiden Vereinen, die in gegenseitigem Respekt einige ihrer Ausweichtrikots an den traditionellen Trikots des jeweils anderen Vereins orientierten. So trat die Mannschaft des FC Turin am 6. Juni 1953 in einem Spiel gegen den AC Mailand erstmals in einem River-ähnlichen Trikot an und River trägt Begegnungen, die an einem 4. Mai stattfinden oder diesem Tag am nächsten liegen, in einem granatroten Trikot aus.[14]

Die längsten Kontakte (bereits seit mehr als einem Jahrhundert) bestehen allerdings mit dem brasilianischen Verein Corinthians São Paulo. 1914 unternahm die Mannschaft des FC Turin eine Reise nach Südamerika, um Freundschaftsspiele in Argentinien und Brasilien zu absolvieren. Sämtliche Spiele in Brasilien wurden in São Paulo ausgetragen, wo es viele Einwohner mit italienischen Wurzeln gab. Am 15. August 1914 fand das Spiel gegen die Corinthians statt, die sich in dieser Begegnung erstmals mit einer ausländischen Mannschaft maßen. 1948 reiste die Mannschaft des Grande Torino erneut nach Brasilien, um ein weiteres Mal gegen die Corinthians anzutreten und die freundschaftlichen Kontakte zu erneuern. Nach dem Flugzeugunglück von Turin im folgenden Jahr trat die Mannschaft der Corinthians bei ihrem nächsten Spiel zu Ehren des FC Turin in einem granatroten Trikot an und spendete die Einnahmen aus diesem und den nächsten Spielen für die Familien der tödlich Verunglückten. 2011 entschieden die Verantwortlichen der Corinthians sich für ein zweites Ausweichtrikot in Granatrot.[15]

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Spielszene aus dem ersten
Derby della Mole im Jahr 1907
im Velodromo Umberto I.

Neben dem Haupt- und Stadtrivalen Juventus Turin, gegen den das Derby della Mole bestritten wird, bestehen größere Abneigungen gegen die beiden Mailänder Vereine Milan und Inter, sowie Atalanta Bergamo, FC Bologna, Brescia Calcio, Hellas Verona, US Lecce, AC Perugia Calcio und Piacenza Calcio 1919.[16][17] Weitere Rivalitäten bestehen zur AS Rom, die ihren Ursprung im Jahr 1973 hat, als die Torino-Fans ein Fanbanner der Roma verbrannten[18] und mit Sampdoria Genua, die in erster Linie durch die Fanfreundschaft des „Toro“ mit dessen Stadtrivalen CFC Genua begründet ist.[19]

Ausrüster und Sponsoren

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Ausrüster ist seit 2019 der spanische Sportartikelhersteller Joma, der Vertrag läuft bis 2024.[20]

1981 schloss Torino einen Werbevertrag mit Barbero, die ihren Schriftzug auf den Trikots platzierten. Es folgten Ariostea (1983–1984), Sweda Italia (1984–1988), Indesit (1988–1991), Fratelli Beretta (1991–1994), Bongioanni Caldaie (1994–1995), SDA Express Courier (1995–2000), Directa (2000–2001), Conto Arancio (2001–2002), Ixfin (2002–2003), Bavaria (2003–2005), Reale Mutua (2005–2008), Renault Trucks (2008–2009), Italporte (2009–2011), Valmora (2011–2012), Fratelli Beretta (2012–2013) und Fratelli Beretta / Suzuki (seit 2013).[21]

Zeitraum Ausrüster Hauptsponsor
1990–1991 ABM Indesit
1991–1993 Beretta
1993–1994 Lotto
1994–1995 Bongioanni
1995–1996 SDA Courier
1996–2000 Kelme
2000–2001 Directa
2001–2002 Asics Conto Arancio
2002–2003 Ixfin
2003–2005 Bavaria
2005–2008 Reale Mutua Beretta
2008–2009 Kappa Renault Trucks
2009–2011 Italporte Dahlia TV
2011–2012 Valmora Aruba
2012–2013 Beretta
2013–2015 Suzuki
2015–2017
2017–2018 SportPesa
2019– Joma Beretta

Vereinsfarben und -wappen

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Der FC Turin trägt seit seiner Gründung 1906 die Farbe Granatrot, dazu weiße Hosen und granatrote Stutzen. Das Auswärtstrikot wird traditionell meist in weiß gehalten. Das heutige Vereinswappen in Form eines Schildes kombiniert die Farben des Vereins und das Wappen der Stadt Turin, es zeigt den Vereinsnamen und das Gründungsjahr im oberen und einen aufgerichteten Stier im unteren Teil.

Daten und Fakten

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Als Torschützenkönig der Saison 1975/76 hatte Paolo Pulici einen großen Anteil am Meistertitel derselben Spielzeit.
NationalTitelSaison
Italienische Meisterschaft 7 1927/28, 1942/43, 1945/46, 1946/47, 1947/48, 1948/49, 1975/76
Italienischer Pokal 5 1935/36, 1942/43, 1967/68, 1970/71, 1992/93
InternationalTitelSaison
Coppa delle Alpi 1 1990
Mitropacup 1 1991

Erfolge der Jugendmannschaften

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Kader der Saison 2025/26

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Stand: 1. September 2025[22][23]

Nr. Position Name
1 ItalienItalien TW Alberto Paleari
3 NiederlandeNiederlande AB Perr Schuurs
5 MarokkoImage AB Adam Masina
6 TurkeiImage MF Emirhan İlkhan
7 MarokkoImage ST Zakaria Aboukhlal
8 SerbienImage MF Ivan Ilić
10 KroatienImage MF Nikola Vlašić
13 ChileImage AB Guillermo Maripán
14 EnglandEngland MF Tino Anjorin (Leihe von FC Empoli)
15 GeorgienImage AB Saba Sasonow
16 NorwegenImage AB Marcus Pedersen
18 ArgentinienImage ST Giovanni Simeone (Leihe von SSC Neapel)
19 SchottlandImage ST Ché Adams
20 OsterreichÖsterreich MF Valentino Lazaro
21 FrankreichFrankreich MF Ali Dembélé
Nr. Position Name
22 ItalienItalien MF Cesare Casadei
23 ÄquatorialguineaImage AB Saúl Coco
25 FrankreichFrankreich MF Niels Nkounkou (Leihe von Eintracht Frankfurt)
26 BelgienImage ST Cyril Ngonge (Leihe von SSC Neapel)
32 AlbanienImage MF Kristjan Asllani (Leihe von Inter Mailand)
34 ItalienItalien AB Cristiano Biraghi
44 AlbanienImage AB Ardian Ismajli
61 FrankreichFrankreich MF Adrien Tamèze
66 LitauenImage MF Gvidas Gineitis
71 RumänienImage TW Mihai Popa
79 Zypern RepublikImage ST Zanos Savva
81 UruguayImage TW Franco Israel
83 Moldau RepublikImage MF Sergiu Perciun
91 KolumbienImage ST Duván Zapata (C)ein weißes C in blauem Kreis
92 SchwedenSchweden ST Alieu Njie

Ehemalige Spieler

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Giorgio Ferrini

Stand: Saisonende 2023/24; Fettgedruckte Spieler sind noch aktiv. Angegeben sind alle Pflichtspiele und -tore.

Einsätze
1 Image Giorgio Ferrini1959–1975 566
2 Image Paolo Pulici1967–1982 437
3 Image Renato Zaccarelli1974–1987 413
4 Image Claudio Sala1969–1980 360
5 Image Lido Vieri1958–1969 357
6 Image Cesare Martin1919–1936 345
7 Image Luigi Danova1919–1936 340
8 Image Natalino Fossati1964–1974 336
9 Image Antonio Janni1920–1937 330
10 Image Giorgio Puia1963–1972 326
Tore
1 Image Paolo Pulici1967–1982 172
2 Image Julio Libonatti1925–1934 157
3 Image Gino Rossetti1926–1933
1937–1938
144
4 Image Guglielmo Gabetto1941–1949 127
5 Image Marco Ferrante1996–2004 125
6 Image Valentino Mazzola1942–1949 123
7 Image Francesco Graziani1973–1981 122
8 Image Andrea Belotti2015–2022 113
9 Image Adolfo Baloncieri1925–1932 100
10 Image Franco Ossola1939–1949 85

Trainerhistorie

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Cheftrainer[24]
AmtszeitName
1912–1922Image Vittorio Pozzo
1922–1924Image Karl Stürmer
1924–1926Image Peter Farmer
1926–1927Image Imre Schöffer
1927–1929Österreich Image Anton Cargnelli
1929–1930Österreich Image Anton Cargnelli
Image Karl Stürmer
1930–1931Image Vittorio Morelli di Popolo
1931–1932Image Adolfo Baloncieri
Image Giuseppe Aliberti
1932–1933Image Franz Hänsel
Image Augusto Rangone
1933–1934Image Augusto Rangone
Image Eugen Payer
1934–1936Image Image Anton Cargnelli
1936–1938Image Gyula Feldmann
Image Mario Sperone
1938–1939Image Ernő Erbstein
1939–1940Image Image András Kuttik
Image Angelo Mattea
1940–1942Image Image Anton Cargnelli
1942–1943Image Image Andreas Kutik
Image Antonio Janni
1944Image Antonio Janni
1945–1947Image Luigi Ferrero
1947–1948Image Mario Sperone
Image Roberto Copernico (Technischer Direktor)
1948–1949Image Leslie Lievesley
Image Ernő Erbstein (Technischer Direktor)
1949–1951Image Giuseppe Bigogno
Image Roberto Copernico (Technischer Direktor)
1951–1952Image Mario Sperone, Image Oberdan Ussello
Image Roberto Copernico (Technischer Direktor)
1952–1953Image Oberdan Ussello
Image Roberto Copernico (Technischer Direktor)
Image Jesse Carver (Technischer Direktor)
1953–1954Image Oberdan Ussello
Image Jesse Carver (Technischer Direktor)
Image Luigi Miconi
Image Annibale Frossi (Technischer Direktor)
1954–1956Image Annibale Frossi
1956–1957Image Fioravante Baldi
Image Blagoje Marjanović
Cheftrainer
AmtszeitName
1957–1958Image Blagoje Marjanović
Image Fioravante Baldi
1958–1959Image Federico Allasio
Image Quinto Bertoloni
Image Imre Senkey
1959–1960Image Imre Senkey
Image Giacinto Ellena
1960–1962Image Beniamino Santos
1962–1963Image Beniamino Santos
Image Giacinto Ellena
1963–1966Image Nereo Rocco
1966–1967Image Marino Bergamasco
Image Nereo Rocco (Technischer Direktor)
1967–1969Image Edmondo Fabbri
1969–1971Image Giancarlo Cadè
1971–1973Image Gustavo Giagnoni
1973–1974Image Gustavo Giagnoni
Image Edmondo Fabbri
1974–1975Image Edmondo Fabbri
1975–1979Image Luigi Radice
1979–1980Image Luigi Radice
Image Ercole Rabitti
1980–1981Image Ercole Rabitti
Image Romano Cazzaniga
1981–1982Image Massimo Giacomini
1982–1984Image Eugenio Bersellini
1984–1988Image Luigi Radice
1988–1989Image Luigi Radice
Image Claudio Sala
Image Sergio Vatta
1989–1990Image Eugenio Fascetti
1990–1994Image Emiliano Mondonico
1994–1995Image Rosario Rampanti
Image Nedo Sonetti
1995–1996Image Nedo Sonetti
Image Franco Scoglio
Image Lido Vieri
1996–1997Image Mauro Sandreani
Image Lido Vieri
1997–1998Image Giancarlo Camolese
Image Graeme Souness (Technischer Direktor)
Image Edoardo Reja
1998–2000Image Emiliano Mondonico
Cheftrainer
AmtszeitName
2000–2001Image Luigi Simoni
Image Giancarlo Camolese
2001–2002Image Giancarlo Camolese
2002–2003Image Giancarlo Camolese
Image Renzo Ulivieri
Image Renato Zaccarelli
2003–2004Image Ezio Rossi
2004–2005Image Ezio Rossi
Image Renato Zaccarelli
2005–2006Image Daniele Arrigoni
2005–2006Image Paolo Stringara
2005–2006Image Gianni De Biasi
2006–2007Image Gianni De Biasi
Image Alberto Zaccheroni
Image Gianni De Biasi
2007–2008Image Walter Novellino
Image Gianni De Biasi
2008–2009Image Gianni De Biasi
Image Walter Novellino
Image Giancarlo Camolese
2009–2010Image Stefano Colantuono
Image Mario Beretta
Image Stefano Colantuono
2010–2011Image Franco Lerda
Image Giuseppe Papadopulo
Image Franco Lerda
2011–2016Image Gian Piero Ventura
2016–2018Image Siniša Mihajlović
2018–2020Image Walter Mazzarri
2020Image Moreno Longo
2020–2021Image Marco Giampaolo
2021Image Davide Nicola
2021–2024Image Ivan Jurić
2024–2025Image Paolo Vanoli
2025–2026Image Marco Baroni
2026–Image Roberto D’Aversa
Commons: FC Turin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. torinofc.it – La Storia del Torino F.C.
  2. Torino FC: Einsätze Serie A 1975/76 in der Datenbank von weltfussball.de (es werden nur Spieler mit mindestens einem Einsatz genannt)
  3. Torino: Serie A alternative club guide (englisch; Artikel vom 16. April 2015)
  4. Ernst Christian Steinecke (11 Freunde): Der Stier lebt noch – Warum der FC Turin der außergewöhnlichste Verein Italiens ist (Memento vom 3. April 2019 im Internet Archive) (Artikel vom 29. Mai 2018)
  5. Italien-Experte Tippmann: “Juve wird gehasst!” (Artikel vom 20. Oktober 2015)
  6. War and Peace in Italian Football: The Ultras, Gemellaggio and Unexpected Friendships (englisch; Artikel vom 25. August 2015)
  7. Torino-Fiorentina, storia di un’amicizia che il tempo non ha scalfito (italienisch; Artikel vom 29. September 2016)
  8. Genoa, la triste fine di un gemellaggio storico (Memento vom 3. April 2019 im Internet Archive) (italienisch; Artikel vom 25. Mai 2009)
  9. Genoa: oltre 400 tifosi in corteo Prima della gara con il Torino per sostenere la squadra (Memento vom 29. November 2014 im Internet Archive) (italienisch; Artikel vom 16. Dezember 2012)
  10. Da Torino a Manchester: 1600 chilometri di passione per il Manchester City (italienisch; Artikel vom 25. November 2016)
  11. Presente A Bormio Le Maglie de Torino 2013-2014 Firmate Kappa (italienisch; abgerufen am 2. April 2019)
  12. The last game of Grande Torino at Lisbon, May 4th 1949 (Memento vom 31. März 2022 im Internet Archive) (englisch; Artikel vom 12. August 2018)
  13. River Plate and Torino: a tale of friendship (englisch; Artikel vom 28. Juni 2011)
  14. Dramma River Plate: piange anche il Torino (Memento vom 3. April 2019 im Internet Archive) (italienisch; Artikel vom 27. Juni 2011)
  15. Torino and the Corinthian Spirit (englisch; Artikel vom 4. März 2013)
  16. Gemellaggi e Rivalità degli Ultras Italiani (italienisch; abgerufen am 2. April 2019)
  17. Freundschaften und Rivalitäten (Artikel vom 6. September 2014)
  18. Curva Ospiti | I tifosi della Roma (italienisch; Artikel vom 6. Oktober 2018)
  19. Samp e Toro: così vicine, così lontane (Memento vom 3. April 2019 im Internet Archive) (italienisch; Artikel vom 14. Februar 2012)
  20. torinofc.it – Joma new technical sponsor of Torino FC
  21. torinofc.it – Sponsor
  22. Prima Squadra Torino F.C. Abgerufen am 28. Mai 2025 (italienisch).
  23. Kader FC Turin. Abgerufen am 3. September 2025.
  24. archiviotoro.it – siehe Allenatori